Wollitz regt andere Verteilung der TV-Gelder in der 3. Liga an
Rund 23,6 Millionen Euro schüttet der DFB pro Saison aus dem TV-Topf an die Drittligisten aus. Jeder Klub – U23-Teams ausgenommen – erhält dabei dieselbe Summe. Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz regt nun allerdings ein anderes Modell an.
Bezahlung nach Platzierung?
"Die Fernsehgelder müssen nach einer Platzierung bezahlt werden", forderte der Energie-Coach am Mittwoch bei der Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie gegen Alemannia Aachen. "Es sollte nicht egal sein, ob du Zehnter oder Dreizehnter wirst." In den beiden Bundesligen ist das bereits der Fall. Während Bundesliga-Absteiger VfL Bochum in dieser Saison knapp 20 Millionen Euro kassiert, erhält Dynamo Dresden als Aufsteiger knapp sieben Millionen Euro. Aus Wollitz' Sicht würde eine Verteilung der TV-Gelder nach Platzierungen auch sportliche Auswirkungen haben. Schließlich würde sich eine bessere Platzierung dann auch wirtschaftlich lohnen: "Der Antrieb ist größer, wenn du auf Platz 9 mehr Fernsehgelder bekommst als auf Platz 13."
Ob sich eine Mehrheit für den Vorschlag des 60-Jährigen, die Liga damit "attraktiver und gerechter" zu machen, finden wird, ist jedoch fraglich. DFB-Vizepräsident Peter Frymuth hatte die Entscheidung zugunsten einer Gleichverteilung der TV-Gelder zuletzt so begründet: "Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag zu einer weiterhin ausgeglichenen 3. Liga. Das ist ein wesentliches Merkmal dieser Liga und macht sie so attraktiv." Womöglich wird das Thema für den nächsten TV-Rechte-Zyklus nochmal diskutiert werden. Der aktuelle TV-Vertrag zwischen dem DFB und der Telekom läuft am Ende der Saison 2026/27 aus.
Wollitz stellt erneut Aufstockung der 3. Liga in den Raum
Ganz sicher nicht mehrheitsfähig ist der von Wollitz erneut in den Raum gestellte Vorschlag einer Aufstockung der 3. Liga auf 22 Teams mit dann fünf Absteigern, damit alle fünf Meister der aktuellen Regionalliga-Staffeln direkt aufsteigen können. Nicht nur, dass der DFB einer Aufstockung der 3. Liga bereits mehrfach eine klare Absage erteilt hatte, zwei zusätzliche Teams würden auch vier zusätzliche Spieltage bedeuten. Und diese können in den Terminkalender kaum noch untergebracht werden. Die Folge wäre wohl, dass sich die Anzahl der Englischen Wochen von derzeit vier noch weiter erhöhen würde. Ob das im Sinne von Wollitz wäre?