Wörle zum F95-Kracher: "Wenn ich mir ihren Kader anschaue…"

Am Mittwochabend (19 Uhr) kommt es zum Duell der Zweitliga-Absteiger. Im eigenen Stadion trifft der SC Preußen Münster auf Fortuna Düsseldorf – inklusive Ex-Coach Alexander Ende und einigen Ehemaligen, die bei den Rheinländern unter Druck stehen. Nutzen die Adlerträger das Momentum? Cheftrainer Thomas Wörle mahnt zur Vorsicht.

"Brauchen genau solche Erlebnisse"

Als Cheftrainer wird Alexander Ende am Mittwochabend von Assistent Zlatko Muhovic begleitet, dazu kehrt Ex-Kapitän Jorrit Hendrix gemeinsam mit Yassine Bouchama und Marcel Benger nach Münster zurück. Wenn Fortuna Düsseldorf bei Preußen Münster antritt, dann steckt durchaus etwas DNA der Adlerträger in der gegnerischen Mannschaft. Allzu schlecht sind die Rheinländer ohnehin nicht aufgestellt, wie SCP-Coach Thomas Wörle fand. "Die Saison ist noch lang. Wenn ich mir ihre Bedingungen und den Kader anschaue, glaube ich fest daran, dass sie noch eine gute Rolle spielen werden", legte sich der 44-Jährige fest.

Die Fortuna hat noch nicht in ihren Tritt gefunden. Aber auch Münster steht nur einen Punkt vor dem Zweitliga-Mitabsteiger. "Wir wissen aber auch, dass wir zu Hause spielen. Hier, wo wir gemeinsam mit den Fans eine besondere Kraft und besondere Momente kreieren können", fand Wörle, dass die Chancengleichheit in der Englischen Woche gegeben ist. Gerade nach dem Last-Minute-Punkt gegen Essen. Der Cheftrainer glaubt an einen möglichen Durchbruch: "Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir genau solche Erlebnisse brauchen, um den Glauben an uns wachsen zu lassen. Dieses Erlebnis haben wir jetzt – gerade vor unserer Kurve – schon öfter gehabt, das tut uns gut."

Defensive wird zu leicht bestraft

Über die Anzahl an Gegentoren muss sich der 44-Jährige dennoch Gedanken machen. Münster gab gegen Essen einen 2:0-Vorsprung komplett aus der Hand, hat insgesamt schon 16 Treffer hinnehmen müssen. Nur Würzburg, Regensburg (je 17 Gegentore) und Havelse (20 Gegentore) mussten öfter ins Netz greifen. "Es ist natürlich nicht unser Ziel, so viele Gegentore zu schlucken. Wobei unsere Verteidigungsmentalität gegen Essen schon sehr gut war, unsere Fehler wurden leider brutal bestraft", hielt Wörle fest. "In manchen Bereichen müssen wir noch nachlegen, trotzdem ist es wichtig, dass wir in der Offensive sehr gefährlich werden können."

Ob das gegen Düsseldorf gelingen wird? "Sie sind durchaus facettenreich in ihrem Spiel. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass sie den Ball haben wollen. Düsseldorf kann sehr dominanten Fußball spielen, zumal sie auch die richtigen Spieler für diese Philosophie im Kader haben", mahnte der SCP-Coach weiter zur Vorsicht. Nach drei sieglosen Spielen wäre ein Erfolg gegen den ehemaligen Konkurrenten aus der 2. Bundesliga ein Zeichen für die Adlerträger. Andernfalls überholt Düsseldorf, das vielerorts in der Krise vermutet wird, womöglich die dann ebenfalls strauchelnden Münsteraner.

   

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