"Wir wollen jetzt durchziehen": Hirsch macht Kampfansage

Er ist gebrochen, der Auswärtsfluch des MSV Duisburg. Nachdem die Zebras fünfmal in Folge nicht in der Fremde gewinnen konnten und dabei teils derbe Pleiten kassierten, setzten sie mit dem 4:1-Erfolg in Mannheim nun ein Statement. Trainer Dietmar Hirsch machte nach der Partie eine Kampfansage.

"Perfekte Leistung" von Kother

Erst klappt auswärts fast gar nichts, jetzt auf einmal alles: Manchmal ist der Fußball verrückt, wie sich nun auch beim MSV Duisburg zeigt. "Wir waren einfach mutig mit dem Ball, hatten Ruhe und Kontrolle drin und waren sehr torgefährlich", analysierte Trainer Dietmar Hirsch den ersten Auswärtssieg seit Mitte Januar bei "MagentaSport" kurz und knapp. Auf der Pressekonferenz sprach er anschließend noch von einer "sehr guten" Leistung, mit der sein Team an den Auftritt gegen Osnabrück angeknüpft habe. Zudem seien die Tore zu den richtigen Zeitpunkten gefallen.

Ein Doppelpack von Kother (8. / 41.) brachte den MSV schon vor der Pause auf die Siegerstraße. Für den Winter-Neuzugang waren es die ersten beiden Treffer für die Zebras. "Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, unsere Chancen vor dem Tor genutzt, waren von der ersten Minute an da, haben gut verteidigt und wenig zugelassen", bilanzierte der Flügelspieler. "So muss es weitergehen." Hirsch bescheinigte dem Doppelpacker eine "perfekte Leistung" und meint: "Der Knoten war vorher schon gelöst, jetzt ist er komplett weggesprengt." Lobinger (48.) und Töpken (81.) machten den Sieg im zweiten Durchgang dann schließlich perfekt.

"Gezeigt, dass wir hochwollen"

"4:1 hört sich zwar hoch an, war aber hochverdient", hielt Hirsch fest. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Buwe (61.) warf den MSV nicht aus der Bahn. "Wenn du mit 4:1 gegen eine Mannschaft gewinnst, die zuletzt sehr wenig verloren hat, dann ist das schon ein Ausrufezeichen", fand der 54-Jährigen. Mit dem deutlichen Erfolg habe der MSV gezeigt, "dass wir hochwollen", hielt Duisburgs Coach fest und setzte zu einer Kampfansage an: "Wir wollen jetzt durchziehen und in den letzten fünf Spielen alles versuchen, um Druck nach oben auszuüben. Wir dürfen nicht abreißen lassen und schauen nur nach vorne."

Als Vierter ist der MSV vorerst punktgleich mit Energie Cottbus (3.), zu Rot-Weiss Essen fehlen weiterhin vier Zähler. Gegen RWE musste sich Duisburg vor einer Woche knapp geschlagen geben, habe die Derby-Niederlage nach Auffassung von Hirsch mit "zwei Top-Leistungen" aber ein Stück weit vergessen gemacht. "Wir konnten damit ein bisschen was zurückgeben." Nun wartet im Duell mit Hoffenheim II am nächsten Samstag wieder ein Heimspiel auf die Zebras, die dabei weiterhin im eigenen Stadion ungeschlagen bleiben wollen. Nach der anstrengenden Englischen Woche "können wir jetzt ein bisschen durchschnaufen", blickte Hirsch voraus. Aber nur kurz, schließlich geht es nun in den ganz heißen Endspurt. Und der MSV ist voll dabei.

   

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