Was aus früheren Drittligisten geworden ist #25: FSV Zwickau

Insgesamt 70 Mannschaften spielten seit der Saison 2008/2009 in der 3. Liga. Während einige Klubs den Sprung in die Bundesliga geschafft haben, sind andere Vereine vom Radar der breiten Öffentlichkeit verschwunden. liga3-online.de holt diese Klubs nun wieder hervor. Heute: Der FSV Zwickau, der von 2016 bis 2023 drittklassig kickte und derzeit in der Regionalliga Nordost am Ball ist.

Aufstiegseuphorie, Niemandsland und Abstiegskampf

Sieben Jahre am Stück spielte der FSV Zwickau in der 3. Liga. Nach dem Aufstieg aus der Regionalliga Nordost ließ sich der FSV in der Saison 2016/17 auch von der Aufstiegseuphorie tragen und mischte direkt oben mit. Zum Saisonende stand im Meisterjahr des MSV Duisburg ein starker fünfter Platz zu Buche. Ganz daran anknüpfen konnte Zwickau in den Folgejahren zwar nicht. Aber den Klassenverbleib schafften die Westsachsen einige Male souverän.

Mehrfach beendete Zwickau die Saison auch im Niemandsland der Tabelle. Zweimal hintereinander (2021 und 2022) landete der FSV auf Rang zehn. In der anschließenden Spielzeit war dann Abstiegskampf angesagt. Vergeblich versuchte Zwickau, den Gang in die Regionalliga Nordost abzuwenden. Auf Platz 19 verabschiedeten sich die Schwäne vorerst aus dem Profifußball.

Crowdfunding statt Investoreneinstieg

Der Abstieg führte auch zu finanziellen Problemen. Unter dem Motto “Fußball gehört den Fans" setzte der FSV ein Zeichen, entschied sich für ein Crowdfunding und verzichtete auf einen Investoreneinstieg. Auch dank eines Freundschaftsspiels gegen Dynamo Dresden und der daraus erzielten Ticketerlöse sowie finanziellem Support von Rot-Weiss Essen konnte sich der Verein wirtschaftlich wieder erholen.

Wieder in der Regionalliga Nordost angekommen, heißen die Gegner derzeit FSV Luckenwalde oder FC Eilenburg – und nicht mehr 1860 München oder Rot-Weiss Essen. Duelle gegen Traditionsklubs gibt es in der Nordost-Staffel zwar auch noch – wie zum Beispiel gegen Lok Leipzig und Carl Zeiss Jena – aber sie sind seltener geworden. Nach einem zwölften Platz in der ersten Saison nach dem Abstieg orientierte sich Zwickau in der Spielzeit 2024/25 wieder mehr nach oben (Rang vier).

Auf dem vierten Platz steht der FSV auch jetzt nach dem 19. Spieltag der Saison 2025/26. Das Team von Trainer Rico Schmitt hat 35 Zähler auf dem Konto und nur Lok Leipzig, Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt vor sich. Aber: Mit einer Rückkehr in die 3. Liga im Jahr 2026 ist nicht unbedingt zu rechnen. Spitzenreiter Lok Leipzig ist bereits elf Zähler entfernt und marschiert mit 46 Punkten vorneweg.

Wie startet Zwickau ins neue Jahr?

Allerdings zeigt die Zwickauer Form in die richtige Richtung. Seit sechs Partien ist der FSV unbesiegt, die letzte Niederlage gab es am 26. Oktober (2:3 beim BFC Preußen). Danach folgten vier Siege und zwei Remis – unter anderem konnte Zwickau 2:0 bei Tabellenführer Lok Leipzig gewinnen. Ob es 2026 so erfolgreich weitergeht, hängt auch davon ab, ob die bisherigen Leistungsträger ihre Form beibehalten.

Einer davon ist Stürmer Lukas Eixler. Mit sechs Treffern und sieben Vorlagen war er fast an der Hälfte der insgesamt 30 Saisontore des FSV Zwickau beteiligt. Beeindruckend ist auch die Quote von Maximilian Somnitz, der als Innenverteidiger schon fünf Tore erzielt hat. Insgesamt lässt sich festhalten: Der FSV Zwickau hat sich mittlerweile wieder stabilisiert. Für eine kurzfristige Rückkehr in die 3. Liga muss aber einiges passieren – und die Konkurrenz aus Leipzig, Jena und Erfurt schwächeln.

   

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