Was aus den Abgängen des SV Wehen Wiesbaden geworden ist

13 Spieler haben den SV Wehen Wiesbaden im Sommer verlassen. liga3-online.de zeigt, was aus ihnen geworden ist.

Kaya kann Finks Rauswurf nicht verhindern

Wenn der Erstliga-Fußball ruft, dann sind die wenigsten Drittliga-Kicker resistent. Nur das Zusammenkommen der Vereine ist manches Mal die Herausforderung, was im Falle von Fatih Kaya zu einer ordentliche Einnahme in der Wiesbadener Kasse führte. Rund 350.000 Euro soll der türkische Süper Lig-Klub Samsunspor in den ehemaligen Torschützenkönig investiert haben, woraufhin der 26-Jährige bislang vier Einsätze in der Spitzenklasse sammelte – inklusive eines Treffers und einer Vorlage. Den Rauswurf von Cheftrainer Thorsten Fink konnte Kaya nicht verhindern, künftig wird der Ex-Unioner Nenad Bjelica an der Seitenlinie stehen.

Sportlich verläuft die Saison von Nikolas Agrafiotis in Schottland ähnlich. Der Mittelstürmer wurde spät im Transferfenster abgegeben, sodass er erst seit dem Deadline-Day für den St. Mirren FC aufläuft. In der erstklassigen Premiership lief Agrafiotis seitdem vier Mal auf, was zu einem Treffer geführt hat – immerhin gegen Celtic Glasgow. Mit großen Namen beschäftigt sich Sascha Mockenhaupt hingegen nicht mehr, denn die SVWW-Vereinsikone wechselte in die Verbandsliga nach Hüffelsheim, um dort noch heimatnah zu zocken. In zwölf von zwölf Partien stand der Abwehrspieler in der Startelf und sammelte 22 Punkte.

Franjic traf doppelt gegen SVWW

Zur Konkurrenz wechselte Ryan Johansson, der schon ein Tor und zwei Vorlagen in der laufenden Saison für den SC Preußen Münster erzielte. Immerhin: Als die Adlerträger am 1. Spieltag zu Gast waren, blieb der Irländer mit Wurzeln in Luxemburg noch ohne Scorerpunkt. Anders sieht es bei Ivan Franjic aus, der am 2. Spieltag für die Würzburger Kickers auflief – und mit zwei Toren wesentlich am 4:0-Sieg der Elf vom Dallenberg beteiligt war. Bislang die einzigen Scorerpunkte, die der offensive Allrounder seit seiner Rückkehr nach Würzburg beisteuern konnte.

Auch Nassim El Ouarti verließ Wiesbaden in Richtung Würzburg, kam dort aber nicht zum Einsatz. Stattdessen wurde der 21-Jährige direkt zur U23-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern verliehen, wo El Ouarti auf acht Einsätze in der Regionalliga Südwest kommt. Kevin Broll schloss das Kapitel beim SVWW mit einem Wechsel zum 1. FC Saarbrücken ab, wo er die Nummer zwei hinter ÖFB-Keeper Matteo Bignetti ist. Im DFB-Pokal kam Broll zum Einsatz, und musste sich gegen Hertha BSC erst im Elfmeterschießen geschlagen geben.

Nejad glänzt in der Regionalliga

Einen Neuanfang in der Regionalliga wählte Jakob Lewald, der sich den Kickers Offenbach anschloss. Zu Saisonbeginn stand der Innenverteidiger noch zweimal über 90 Minuten für die Wiesbadener auf dem Platz, doch seitdem soll er die Abwehr am Bieberer Berg dicht halten. Mit gemischtem Erfolg, denn in neun Spielen gab drei Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Die Rückschläge der Offenbacher konnte auch SVWW-Nachwuchsstürmer Jan Becker nicht verhindern, der in dieser Saison an die Kickers ausgeliehen wurde. Ein Tor und eine Vorlage gehen auf das Konto des Edeljokers.

In der Nord-Staffel läuft Ole Wohlers für den SV Drochtersen/Assel, der sich aktuell auf Platz 3 bewegt. Seinen ersten Treffer konnte der Linksaußen direkt beim Debüt beisteuern, seitdem folgte noch eine Vorlage in sechs weiteren Partien. Obwohl Eintracht Norderstedt dagegen nur auf Platz 12 in der Tabelle steht, läuft es für Milad Nejad wesentlich besser in der persönlichen Leistung. Drei Tore und vier Vorlagen erzielte der zentrale Mittelfeldspieler, der in der letzten Saison nur acht Einsätze beim SVWW bekam.

Luckeneder zurück in Österreich

Nach Österreich hat es Felix Luckeneder verschlagen, der somit nach zwei Jahren in Wiesbaden in die Heimat zurückkehrte. In der zweithöchsten Spielklasse läuft der 32-jährige Innenverteidiger für den First Vienna FC auf, der sich punktgleich mit dem FC Blau-Weiß Linz um die Tabellenspitze duelliert. In den ersten drei Begegnungen der Saison stand Luckeneder jeweils in der Startelf, doch seitdem am der gebürtige Linzer nicht mehr zum Einsatz und musste zwischendurch sogar auf die Tribüne ausweichen. Ganz ohne neuen Verein ist dagegen noch Orestis Kiomourtzoglou.

   

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