Waldhof-Zittersieg gegen Ulm: Latte verhindert späten Ausgleich

Der SV Waldhof Mannheim schielt nach oben: Am Freitagabend setzten sich Buwe mit 2:1 gegen den SSV Ulm durch und konnte dadurch den zweiten Sieg in Folge einfahren. Lohkemper und Asallari bestraften in der ersten Hälfte den Chancenwucher des SSV, während Brandts Anschlusstreffer und Hoffmanns später Platzverweis nichts mehr an der Ulmer Niederlage änderten. Mit der letzten Aktion verhinderte die Latte den Ausgleich.

Ulm verzweifelt an Chancenwucher

Waldhof-Coach Luc Holtz hatte nach dem vergangenen 3:1-Erfolg gegen Viktoria Köln wenig Gründe, um seine Startelf groß zu verändern. Nur der erkrankte Diakhaby wurde im Mittelfeld durch Thalhammer ersetzt. Auf der Gegenseite sah es ähnlich aus, auch hier blieb die Startformation von Cheftrainer Pavel Dotchev nach dem 1:0 gegen Duisburg beinahe dieselbe. Nur Kölle fiel aus gesundheitlichen Gründen aus, weswegen Mazagg von Beginn an startete.

Nachdem die Partie kurz nach Anpfiff für knapp zwei Minuten aufgrund von Pyro-Rauchschwaden aus beiden Fanblöcken unterbrochen war, übernahmen die Hausherren das Kommando und kamen durch eine Flanke von Abifade früh zu einer guten Gelegenheit, doch Ba schloss zu überhastet ab, weswegen der Ball knapp am Tor vorbei rauschte (5.). Eine Minute später probierte es der Flankengeber dann selber aus der Distanz, aber auch hier fand die Kugel nicht das gewollte Ziel. Im Anschluss an die frühe Drangphase der Waldhöfer kam der SSV besser in die Partie, musste aber lange auf den ersten Torschuss warten. Dieser kullerte in die Arme von Nijhuis (20.).

Daraufhin schalteten die Spatzen ein paar Gänge nach oben und setzten den Waldhof-Keeper unter Druck. Nach einer Flanke von Dajaku faustete Nijhuis die Kugel gegen Chessa, doch das Leder landete nicht im Tor (26.). Auch eine dicke Kontergelegenheit spielten die Gäste nicht gut aus, erneut blieb Nijhuis gegen Dajaku der Sieger (31.). Und wie so oft im Fußball zappelte der Ball dann wenig später auf der Gegenseite im Netz. Einem Steckpass von Ferati wollte Schmitt zuvorkommen, aber Lohkemper war schneller, umkurvte den Keeper und traf zur Führung (33.). Trotzdem gaben die Ulmer nicht auf: Brandt (41.) und Dajaku (42.) kamen dem Ausgleich nahe, die Kugel landete aber immer neben dem Gestänge. Und wieder einmal wurden die Gäste Opfer ihrer Offensivbemühungen. Erneut hatte Ferati das richtige Auge für die freie Lücke und schickte Asallari auf die Reise, der vor Schmitt die Nerven behielt und das 2:0-Pausenergebnis erzielte (45.+4).

Turbulente Schlussphase

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeichnete sich das Bild von einem zerfahrenen Spiel ab, in dem beide Teams nicht so recht in die Partie fanden und sich viele Fehlpässe leisteten. Erst mit dem Torabschluss von Mazagg, der ans Außennetz ging (57.), schalteten beide Mannschaften in den Modus der ersten Hälfte. Erneut setzten sich die Gäste in der gegnerischen Hälfte fest, und die Buwe wartete auf Tempo-Gegenstöße, welche sich aber nur selten ergaben. Weil der SSV aber Probleme dabei hatte, den Weg in den Strafraum zu finden, nahm sich Brandt in der 66. Minute ein Herz und knallte das Leder – von der Sechzehnerkante aus – in die Maschen, was den Vorwärtsdrang der Ulmer anschließend verstärkte.

Allerdings mussten die Gäste aufgrund der zahlreichen Konter des Waldhof ordentlich mit nach hinten arbeiten, wodurch das Team von Pavel Dotchev zahlreiche Körner ließ. Kurios wurde es kurz vor Schluss, als Hoffmann mit einer roten Karte vom Feld geschickt wurde, weil dieser wohl den eingewechselten Mamba verbal anging, wodurch die Mannheimer die Schlussphase zu zehnt angehen mussten (86.). Die Buwe sah sich danach gewaltigem Druck der Spatzen ausgesetzt. Erst landete ein Kopfball von Chessa auf dem Tornetz (90.+1), dann ließ Nijhuis im eigenen Fünfer die Kugel fallen und hatte Glück, dass kein Ulmer daraus Profit schlagen konnte (90.+4). Mit vereinter Kraft brachten die Hausherren das 2:1 schließlich über die Ziellinie, auch weil Dressel in der letzten Sekunde nur die Latte traf.

Durch den Heimsieg kann der Waldhof auf sechs Punkte aus den letzten beiden Partien zurückblicken und rückt somit vorerst auf den 8. Platz in der Tabelle vor. Der SSV Ulm muss hingegen nach zwei Dreiern in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen, verpasst somit den Sprung von den Abstiegsrängen weg und könnte bei einem Sieg des TSV Havelse sogar auf den 19. Platz zurückfallen. In der kommenden Woche wollen die Spatzen dann gegen Alemannia Aachen zurück in die Spur finden, während die Buwe auf den momentanen Spitzenreiter aus Cottbus trifft.

   

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