VfR Aalen plant zweigleisig: Regionalliga wäre finanzierbar

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Trotz aller Zuversicht bereitet sich Abstiegskandidat VfR Aalen auch auf den Absturz in die Regionalliga vor. Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski und Aufsichtsratschef Jörg Mangold berichteten in einem gemeinsamen Zeitungsinterview über die Planungen des Tabellenvorletzten für die kommende Saison und die Gründe für den Verzicht auf einen Trainer-Wechsel.

"Es würde massive Einschneidungen geben"

"Wenn man fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer hat, macht man sich natürlich Gedanken. Wir planen deshalb zweigleisig“, erklärte Mangold im Gespräch mit der "Schwäbischen Post". Aalens oberster Kontrolleur stellt sich dabei für den Fall des "Worst case"-Szenarios eines Abstiegs auf erhebliche Einnahmeverluste ein: "Es würde natürlich massive Einschneidungen geben. Viele Sponsoren würden unter Umständen ihr Engagement reduzieren, und die Fernsehgelder wären nahezu komplett weg." Dennoch bezeichnete Mangold die Regionalliga für die Süddeutschen als finanzierbar.

Olschewski hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt durch eine erfolgreiche Aufholjagd in der am letzten Januar-Wochenende wiederbeginnenden Saison jedoch längst noch nicht aufgegeben. "Es geht jetzt nur noch um Ergebnisse, und das wird eine große Herausforderung für uns alle."

"Sind von der Qualität des Trainers überzeugt"

Nicht zuletzt auch für Chefcoach Argirios Giannikis. Wie Mangold bestätigte, "haben wir in den Gremien die Trainerfrage kontrovers diskutiert“. Trotz der schwachen Bilanz des zu Saisonbeginn angetretenen Nachfolgers von Peter Vollmann jedoch hatte sich für die VfR-Spitze das Thema eines Trainerwechsels in der Winterpause laut Olschewski nach einer gründlichen Analyse erledigt: "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir von der Qualität des Trainers überzeugt sind."

Vielmehr sei die latente Angriffsschwäche die wichtigste Ursache für die sportlich enttäuschende Hinrunde gewesen, meinte Olschewski weiter: "Das große Manko war die Chancenverwertung, und deshalb hat sich die Trainerfrage nach der Analyse nicht mehr gestellt."

Weiterer Stürmer soll kommen

Im Verkauf von Stürmer Marcel Bär als treffsicherstem Spieler im VfR-Kader (sieben Tore) ausgerechnet an den Abstiegskonkurrenten Eintracht Braunschweig vor Wochenfrist sieht Olschewski keinen Widerspruch zum Wunsch nach einem Ende der Sturmflaute. Bärs Ablöse (wohl 300.000 Euro) habe die Verpflichtung des neuen Stürmers Peter Sliskovic vom Regionalligisten Viktoria Berlin überhaupt erst ermöglicht, zudem befinde sich der Verein derzeit noch "intensiv in Verhandlungen" über zusätzliche Offensivkräfte.

Eine Verbesserung der Chancen auf einen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt sieht Olschewski allerdings auch durch den Zugang Clemens Schoppenhauer (vorher FC St. Pauli). "Wir benötigen mehr Größe in der Abwehr", begründete Olschewski den Transfer und verwies auf den Liga-Minuswert von elf Gegentreffern durch Kopfball-Tore.

 

 

   

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