"Unsere letzte Chance": Ulm vor Endspiel gegen Havelse

Nur noch fünf Spiele und noch immer acht Punkte hinter dem rettenden Ufer: Wenn für den SSV Ulm im Kampf gegen den Abstieg noch etwas gehen soll, muss am Samstag (16:30 Uhr) gegen den TSV Havelse unbedingt ein Sieg her – weiß auch Trainer Pavel Dotchev.

"Brutal wichtiges" Spiel

Nein, er redete bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag nicht drumherum, Trainer Pavel Dotchev: "Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir Havelse schlagen. Punkt aus, da brauchen wir gar nicht viel drüber diskutieren." Der 60-Jährige sprach von einem "brutal wichtigen" Spiel und der "letzten Chance" im Kampf um den Liga-Verbleib. Denn bei einer neuerlichen Niederlage und einem Sieg des 1. FC Saarbrücken im Duell mit 1860 München am frühen Nachmittag würde der Rückstand zum rettenden Ufer auf elf Zähler anwachsen. Das wäre in dann nur noch vier Partien nicht mehr realistisch aufzuholen, zumal die Spatzen auch noch das um 19 Treffer schlechtere Torverhältnis gegenüber dem FCS haben.

Bei einem Sieg gegen Havelse und einer Niederlage der Saarländer würde Ulm wieder auf fünf Zähler heranrücken und zudem am punktgleichen TSV Havelse, der zuletzt zwei Partien in Folge gewinnen konnte, vorbeiziehen. Dann wäre der SSV vorerst Viertletzter, was selbst im Abstiegsfall womöglich noch von Bedeutung werden könnte: "Du hättest dann immer noch die Chance, in der Liga zu bleiben, fall jemand die Lizenz nicht bekommt", spekuliert Dotchev auf ein Hintertürchen, das zuletzt 2021 für den SV Meppen aufgegangen war, nachdem der KFC Uerdingen keine Drittliga-Zulassung erhalten hatte.

Dotchev sucht noch nach passendem Spielsystem

Um sich alle Chancen zu bewahren, "ist es wichtig, dass wir die restlichen Spiele auf hohem Niveau bestreiten", so Dotchev. Hoffnung macht dem 60-Jährigen die Tatsache, dass seine Mannschaft in Rostock besser gespielt habe als es das Ergebnis von 1:5 vermuten lässt. Gleichwohl räumte er ein, dass er noch immer auf der Suche nach dem passenden Spielsystem sei. "Das Problem ist, dass wir viel zu viele Gegentore bekommen und gleichzeitig unsere Torchancen nicht machen." Der Fußball, den Ulm aktuell spiele, "ist längst nicht das, was ich möchte".

Denn eigentlich würde der 60-Jährige auf dominanten Fußball mit viel Kontrolle und Aggressivität setzen. Das sei zum einen aufgrund des Kaders und zum anderen aufgrund der sportlichen Situation allerdings nicht möglich. "Wir müssen jetzt das Beste daraus machen." Wichtig sei, "dass die Jungs die Hoffnung nicht verlieren", so Dotchev, der es als seine Aufgabe ansieht, die Mannschaft immer wieder zu bestärken. Aus personeller Sicht kann der Deutsch-Bulgare wieder auf Dennis Chessa setzen, der aus einer Gelb-Sperre zurückkehrt. Der 33-Jährige wird vermutlich auch direkt in die Startelf zurückkehren – und soll seinen Teil dazu beitragen, dass der SSV als Sieger aus dem Endspiel hervorgeht.

   

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