"Uns helfen nur Siege": Dabrowski trotz 2:2 nicht ganz zufrieden
Beim Auswärtsspiel bei Viktoria Köln sah Erzgebirge Aue kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit schon wie der sichere Verlierer aus, kämpfte sich aber zurück und belohnte sich noch mit einem Punkt. Dennoch war Trainer Christoph Dabrowski nicht ganz zufrieden.
"Solche Möglichkeiten müssen wir einfach nutzen"
In der dritten Minute der Nachspielzeit war sie plötzlich da, die große Chance, die Partie komplett zu drehen. Nach einem Fehlpass der Kölner im Aufbauspiel war Ehlers frei durch und lief alleine auf Schulz zu, scheiterte aber an diesem. "Solche Möglichkeiten müssen wir einfach nutzen", haderte Trainer Christoph Dabrowski im "MagentaSport"-Interview nach dem zweiten Remis in Folge. "Dann am Ende helfen uns nur Siege." Das zeigt sich auch mit Blick auf die Tabelle: Mit einem Sieg wäre Aue ans rettende Ufer gesprungen, nun bleibt der FCE unter dem Strich und könnte im Laufe des Spieltages sogar noch einen Rang abrutschen.
Trotz der verpassten Großchance am Ende konnte Dabrowski dem Remis aber auch etwas Positives abgewinnen: "Die Mannschaft lebt, ist in der Lage, zurückzukommen, und hat eine super Moral gezeigt. Das muss uns Mut geben." Worüber in der kommenden Woche aber noch zu reden sein wird, ist der schwache Auftritt im ersten Durchgang. "Ich hatte mir von Anfang an einen Tick mehr Kompaktheit, Schärfe und Griffigkeit gewünscht", so Dabrowski. "Da waren wir zu körperlos und haben die Kölner spielen lassen. In der zweiten Halbzeit haben wir das bedeutend besser gemacht und ein ganz anderes Gesicht gezeigt."
Gegentore fallen "zu billig"
Wie Marcel Bär analysierte, habe Aue zu Beginn "ein bisschen Probleme" mit dem Positionsspiel der Kölner gehabt und sei immer ein, zwei Schritte zu spät gewesen. Zudem seien die beiden Gegentore "zu billig" gefallen. "Gerade das 0:2 – ein kurioses Eigentor von Zobel – "darf einfach nicht passieren", haderte der Stürmer, der nur sieben Minuten später aber den Anschluss erzielte (63.), ehe Ehlers in Minute 82 zum Ausgleich einnetzte. Sich für die gute zweite Halbzeit mit einem Punkt belohnt zu haben, sei "wichtig" gewesen, "wir wissen aber trotzdem, dass es insgesamt zu wenig ist", pflichtete der 33-Jährige seinem Trainer bei. Es gelte, vor beiden Strafräumen konsequenter sein.
"Es hat schon Gründe, warum wir da unten sind. Aber wir arbeiten dran", versicherte Bär, der auf die Unterstützung der Fans setzte, die im Gästeblock einen "Riesenjob" gemacht hätten: "Wir müssen da zusammen rauskommen." Dabrowski ist nach wie vor zuversichtlich, dass das gelingen wird: "Ich habe diese Aufgabe angetreten, weil ich die Überzeugung habe, mit der Mannschaft die Klasse zu halten, und dabei bleibe ich." Die nächste Chance auf drei Punkte gibt es dann am Sonntag in einer Woche, wenngleich es dann gegen Spitzenreiter Energie Cottbus geht und Abwehrspieler Eric Uhlmann nach seiner zehnten gelben Karte gesperrt fehlen wird.