"Uns für jede Situation abfeiern": Köln-Sieg dank positiver Energie
Nach der leblosen Niederlage in Schweinfurt zeigte Viktoria Köln gegen den 1. FC Saarbrücken ein anderes Gesicht und konnte dank zweier Debütanten-Treffer einen 2:0-Erfolg feiern, der letztendlich auch am Unvermögen des Gegners lag. Dennoch freuten sich Spieler und Trainer über die positiv ausgestrahlte Energie, welche das Spiel entschied.
Reaktion auf Schweinfurt-Spiel
Bereits nach 22 gespielten Minuten führte die Viktoria im eigenen Zuhause mit 2:0. Die Treffer kamen von Sponsel und Boboy, welche ihre ersten Tore mit den Kölnern verbuchen konnten. "Ich bin froh, dass ich mit meinem ersten Drittligator dazu beitragen durfte", äußerte sich Sponsel am Mikrofon von "MagentaSport" über die wichtige Führung, die den Sieg einleitete. Eigentlich sei es sein Job, "Tore zu verteidigen als Verteidiger", doch aufgrund der taktischen Herangehensweise war es heute "eine offensivere Rolle, die ich gespielt habe".
Gründe für die unterschiedliche taktische Formation, sei das Spiel gegen Schweinfurt gewesen, welches der Schienenspieler als "leblos" und "das schlechteste Spiel" bezeichnete. Man habe dazu "alles vermissen lassen, was uns eigentlich auszeichnet". Dementsprechend energetisch ging es auch in der zweiten Hälfte zu, als Saarbrücken drückte und die Gastgeber mit allen Mitteln den Anschlusstreffer verhinderten: "Wir wollten uns abfeiern für jede kleine Situation, und letztendlich ist es auch das, weswegen wir gewonnen haben", erklärte Sponsel. Sein Trainer Marian Wilhelm sprach gar davon, dass man "sich gegenseitig" und "im Optimalfall das Stadion anzünden" wollte, welches der Mannschaft auch gelang.
"Ganz andere Mannschaft gesehen"
Denn obwohl die Viktoria in der Hälfte klar dominant war und es laut Wilhelm "vollkommen in Ordnung" ginge, mit einer 2:0-Führung in die Kabine zurückzukehren, lief die zweite Hälfte "nicht ganz nach Plan". Dort stand man tief im Block, konzentrierte sich auf die Verteidigung und hatte laut Sponsel "dann noch einen guten Torhüter". Für den Coach ging das angesichts des vergangenen Spiels allerdings auch in Ordnung: "Ich glaube heute hat man eine ganz andere Mannschaft gesehen, und da kannst du dir das Glück auch erarbeiten", nahm Wilhelm seine Mannschaft in Schutz. "Ich bin maximal stolz auf die Jungs und heilfroh, dass die Punkte hier geblieben sind."
Positive Nachrichten gab es zudem für alle Viktoria-Spieler und den Trainerstab, denn der Chefcoach kündigte im Interview an, dass man den Samstag frei bekäme und sich auf Karneval vorbereiten könne. Im Angesicht dessen, dass man bis zum kommenden Spiel gegen Waldhof Mannheim (Samstag, 14:00 Uhr) eine lange Woche habe, ginge dies für den 37-jährigen in Ordnung, der die Kölner Tradition wahren wolle.