"Unfassbar": Wollitz schwärmt nach Derbysieg von Tolga Cigerci
Derby in Aue nach Rückstand gewonnen und zurück an der Tabellenspitze: Besser hätte der Sonntagnachmittag für Energie Cottbus nicht laufen können. Nach der Partie schwärmte Trainer Claus-Dieter Wollitz von Tolga Cigerci.
"Weil wir die Qualität haben"
Eigentlich deutete in einem umkämpften Ostderby schon vieles auf ein Remis hin, als Tolcay Cigerci nach einem langen Ball seinen Bruder Tolga fand. Dieser legte den Ball auf Axel Borgmann ab, der das Spielgerät dann im Fallen über die Linie brachte. Ein grenzenloser Jubel vor den mitgereisten Fans war die Folge. Nach Spielende zeigte sich der Torschütze am "MagentaSport"-Mikrofon "überwältigt", auch von der Art und Weise, wie die Mannschaft mit dem frühen Rückstand in der 5. Minute umgegangen war.
"Wir haben gesagt, dass wir hinten raus wieder diese eine Chance bekommen, weil wir die Qualität haben. Und dann in dem Moment da zu sein, den Riecher zu haben und vor unseren Fans zu jubeln, setzt natürlich sehr viele schöne Emotionen frei." Der 31-Jährige sprach von einem "super wichtigen Sieg", der aufgrund der Art und Weise "auch zu 100 Prozent verdient ist". Zumal Cottbus auf das Gegentor sofort durch Manu geantwortet hatte (12.).
"Habe ich noch nicht erlebt"
Trainer Claus-Dieter Wollitz bezeichnete den Sieg aufgrund des späten Treffers dagegen als "auch ein Stück weit glücklich" und sprach beiden Mannschaften ein Kompliment dafür aus, auf dem tiefen Boden "alles rausgehauen" zu haben. "Es war klar, dass die Mannschaft, die das Tor macht, das Spiel gewinnt", so der 60-Jährige, der anschließend von Tolga Cigerci schwärmte: "So einen Spieler habe ich noch nicht erlebt." Wie Wollitz berichtete, wollte er den 33-Jährigen eigentlich von Anfang an bringen, "aber er hat gesagt: 'Nein, nein, nein. Ich bin noch nicht so weit. Gib mir 30 Minuten, dann bin ich sehr, sehr dankbar.' Das ist unfassbar. Das spricht für seine Größe. Und wie er sich gefreut hat, dass wir dieses Spiel gewonnen haben."
Wollitz ist fest davon überzeugt, dass der frühere Bundesliga-Spieler in den verbleibenden 13 Spielen ein "absoluter Mehrwertspieler" werden könne. Auf dem Weg in Richtung 2. Bundesliga kann das sicherlich nicht schaden. Mit 48 Punkten grüßt der FCE auch nach dem 25. Spieltag von der Spitze, der Vorsprung auf den Tabellenvierten aus Verl beträgt vier Zähler. Der Sportclub ist am kommenden Samstag auch der nächste Gegner des FCE. Mit einem Sieg könnte Cottbus den Abstand zur Konkurrenz weiter ausbauen.