"Tut sehr gut": BTSV nach 221 Tagen wieder über dem Strich

Von

© imago

Exakt 221 Tage lang stand Eintracht Braunschweig nach dem 1:1 gegen den FSV Zwickau am 3. Spieltag Anfang August unter dem Strich, durch den 3:0-Erfolg gegen den SV Meppen hat der BTSV die rote Zone nun verlassen. Entsprechend groß ist die Erleichterung, wenngleich die Beteiligten auf die Bremse treten.

Janzer liegt im Weg

Es war eine der kuriosesten Szenen der bisherigen Saison: Nachdem Manuel Janzer den Ball nach 39 Minuten aus kürzester Distanz an den Pfosten setzte, ärgerte er sich so sehr darüber, dass er auf dem Boden liegen blieb. Problem: Beim anschließenden Nachschuss von Stephan Fürstner lag er genau in der Schussbahn und verhinderte damit unfreiwillig die Braunschweiger Führung. Doch drei Minuten später hatte Fürstner dann freie Bahn und brachte die Eintracht in Front. "Da sind mir natürlich einige Steine vom Herzen gefallen", gestand Janzer nach Spielende im "Telekom"-Interview. Nach der Szene sei es wichtig gewesen, "nicht den Faden zu verlieren", so Janzer. Und das taten seine Teamkollegen auch nicht, zwei verwandelte Elfmeter von Marc Pfitzner in der zweiten Halbzeit sorgten letztlich für den 3:0-Erfolg des Zweitliga-Absteigers. "Der Sieg tut natürlich sehr gut", strahlte Janzer.

Auch Trainer André Schubert war die Freude über den Erfolg auf der Pressekonferenz sichtlich anzumerken: "Wichtig war für uns auch, dass wir spielerisch besser waren als in den letzten Partien und gut kombiniert haben", so Schubert, der Pfitzner ein Sonderlob aussprach: "Die Elfmeter macht er sehr souverän. Das ist schon eine gewisse Qualität." Der Doppelpacker selbst blieb derweil bescheiden: "Ich habe in der Vergangenheit schon viele Elfmeter reingemacht und so auch heute wieder."

"Das wird noch ein heißer Ritt"

Durch die Punkte 20,21 und 22 aus den elf Spielen seit Mitte Dezember, belegt die Eintracht nun einen dieser Plätze, der am Saisonende den Klassenerhalt bedeuten würde. Eine Tatsache, der Pfitzner im Augenblick aber noch nicht so viel Bedeutung zumessen möchte: "Es ist nicht ganz so relevant, wo wir jetzt stehen, sondern wo wir am Ende der Saison stehen." Auch Kapitän Stephan Fürstner trat auf die Bremse: "Die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme, das wird noch ein heißer Ritt werden."

Etwa 11 bis 13 Punkte benötigt der BTSV aus den verbleibenden neun Spielen noch, um auch am Ende der Saison über dem Strich zu stehen. Ein Szenario, das nicht zuletzt durch die starken Auftritte in den vergangenen Wochen mittlerweile deutlich realistischer ist als noch Anfang Dezember. Damals lag die Eintracht nach nur einem Sieg aus 18 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und hatte satte neun Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt kann Braunschweig am kommenden Sonntag beim Spiel in Lotte gehen.

   
Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.