Trotz Rückkehr ins Aufstiegsrennen: Kauczinski nicht zufrieden
Durch den dritten Sieg in Folge mit dem 2:1 bei Hoffenheim II ist 1860 München wieder voll drin im Aufstiegsrennen und liegt vorerst nur noch vier Zähler hinter dem Relegationsplatz. Dennoch war Trainer Markus Kauczinski nach Spielende nicht zufrieden.
"Das frühe Tor hat uns nicht gut getan"
Spiel gewonnen, drei Punkte geholt – mehr aber auch nicht. "Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit der Spielweise aber nicht", sagte Kauczinski im "MagentaSport"-Interview im Nachgang der Partie. Zwar waren die Löwen durch David Philipp bereits nach zwei Minuten in Führung gegangen, doch nach Einschätzung des Cheftrainers "hat uns das frühe Tor nicht gut getan". Demnach sei 1860 "sehr langsam" gewesen, habe "überhaupt gar nicht mehr" ins Spiel gefunden und nach 25 Minuten auch "zu Recht" den Ausgleich kassiert. "In der zweiten Halbzeit war es dann besser. Wir haben gut angefangen, direkt eine dicke Chance und dann mit der roten Karte (49.) und dem Tor (63.) das Spiel auf unsere Seite gebracht."
Der Platzverweis gegen die TSG war allerdings umstritten, auch Kauczinski räumte in einer ersten Reaktion ein, dass die rote Karte gegen Luca Erlein, der Philipp geschubst hatte, "wahrscheinlich zu hart" gewesen sei. "Einer zieht, der andere schubst, man macht beides nicht. Da ist dann aber schon auch eine Dynamik drin. Wenn der Schiri sich das nicht nochmal angucken kann, muss man wahrscheinlich auch Rot geben." Doch auch in Überzahl wirkte der Auftritt der Löwen nicht souverän. "Wir waren nicht so selbstbewusst und haben das Spiel nicht so ausgeführt. Wir haben ein bisschen gewackelt und ein bisschen Schiss bekommen, das Spiel durchzuspielen und souveräner zu sein", analysierte Kauczinski, der gehemmte Löwen sah.
Volland fühlt sich mit Verfolgerrolle wohl
Doch wohl dem, der einen Kevin Volland hat. Der 33-Jährige nahm einen Ball im Mittelfeld mit der Brust an und legte ihn nach einer Drehung perfekt in den Lauf von Sigurd Haugen, der das Siegtor erzielte. "Die beiden harmonieren sehr gut und passen einfach gut zusammen", lobte Kauczinski. Durch den dritten Sieg in Folge rücken die Löwen vorerst auf Platz 6 vor und liegen nur noch vier Zähler hinter dem Relegationsplatz. Damit ist 1860 wieder voll drin im Aufstiegskampf, wobei Volland lieber der Jäger sein will: "Wenn wir uns noch ein bisschen steigern, was wir auch müssen, und ein bisschen konstanter spielen, dann kann man auf jeden Fall in so einer Verfolgerrolle bleiben." Diesbezüglich sah er die Löwen "auf einem guten Weg".
Kauczinski betonte, dass 1860 der Zeit und den Punkten nach einem längeren Durchhänger zu Beginn der Rückrunde ein bisschen hinterher renne. "Für uns war wichtig, jetzt dran zu bleiben, um dann in direkten Duellen oben dabei zu sein." Unter anderem Duisburg und Cottbus warten in den nächsten Wochen noch. Am kommenden Dienstag geht es im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue nun aber erstmal gegen einen Abstiegskandidaten – allerdings ohne Philipp und Maier, die beide zum fünften Mal Gelb gesehen haben.