Tabellenführer entthront: SVWW beendet die Erfolgsserie des SC Verl
Zum Abschluss des 21. Spieltages feierte der SV Wehen Wiesbaden einen 2:1-Sieg gegen den SC Verl, der damit erstmals seit zwölf Spielen wieder als Verlierer vom Platz ging und auf Platz 3 zurückfällt. Wiesbaden verdiente sich den Sieg mit einem leidenschaftlichen Auftritt und springt auf Platz sieben.
Zwei Großchancen auf beiden Seiten
Wehen-Coach Daniel Scherning nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg in Ulm drei Veränderungen vor. Anstelle des gelbgesperrten Innenverteidigers Gillekens durfte der 18-Jährige Neubert sein Startelfdebüt feiern. Außerdem begannen Gözüsirin für Fechner im Mittelfeld und Agrafiotis für Flotho im Sturm. Verl-Trainer Tobias Strobl vertraute dagegen derselben Startelf, die in der Vorwoche einen furiosen 5:2-Erfolg gegen Waldhof Mannheim einfahren konnte.
Wie zu erwarten, startete der SC Verl mit viel Ballbesitz in die Partie. Wiesbaden wiederum versuchte, die spielerisch starken Ostwestfalen mit einem mutigen Pressing zu fordern. Die erste nennenswerte Chance der Partie bot sich dennoch den Gästen, als Waidner in der 17. Minute mit einem gefühlvollen Schlenzer am Querbalken scheiterte. Auf der Gegenseite meldete sich der SV Wehen durch Agrafiotis das erste Mal so richtig an. Der Stürmer hatte sein Visier allerdings zu hoch eingestellt und setzte den Ball somit aus bester Position über den Kasten (24.).
Wieder auf der anderen Seite lief Besio alleine auf das Wiesbadener Tor zu, doch Mockenhaupt konnte den Schuss des Verler Stürmers im letzten Moment noch entscheidend abfälschen, sodass der Ball knapp über das Tor flog (26.). Die Gastgeber zeigten sich dagegen bei ihrer zweiten Torchance kaltschnäuziger: Agrafiotis kam nach einer Hereingabe von der rechten Seite an den Ball und schoss diesen humorlos zur Führung für den SV Wehen ein (34.). Mit dieser knappen Führung ging es dann auch in die Kabinen.
Verl wacht zu spät auf
Der SC Verl startete sehr schwungvoll in die zweite Halbzeit und hätte sich beinahe direkt mit dem Ausgleichstreffer belohnt, doch Besios Schuss zischte haarscharf am Tor vorbei (49.). Nach ein paar Minuten Anlaufzeit konnte Wiesbaden das Geschehen wieder etwas besser kontrollieren und meldete sich seinerseits durch May wieder in der Offensive an (56.). Verl verzeichnete weiterhin große Ballbesitzanteile und präsentierte einige flotte Passstafetten, im entscheidenden Moment war jedoch immer ein SVWW-Verteidiger zur Stelle.
In der 80. Minute schienen die Hausherren dann den Sack zuzumachen: Nach einer Ablage von Greilinger kam Flotho in bester Position zum Abschluss und ließ SCV-Keeper Schulze bei diesem keine Chance! Eine gelungene Koproduktion zweier Joker. Die Vorentscheidung? Mitnichten! Denn im direkten Gegenzug hatte Verl die passende Antwort parat. Taz schickte Arweiler, der sich geschickt um die eigene Achse drehe und den Ball anschließend in die Maschen zimmerte – nur noch 2:1 (81.).
In der Schlussphase versuchte die Truppe von Tobias Strobl noch mal alles, doch letztlich war gegen die leidenschaftlich verteidigenden Wehener nichts mehr drin, sodass Verl erstmals nach zuvor zwölf ungeschlagenen Spielen wieder eine Niederlage hinnehmen musste und dadurch auf Platz drei abrutscht. Wiesbaden feiert dagegen den zweiten Sieg in Folge und verkürzt den Abstand auf den Relegationsplatz dadurch auf vier Punkte. Nächsten Sonntag geht es für den SC Verl mit einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II weiter. Der SV Wehen Wiesbaden tritt ebenfalls am kommenden Sonntag an – auswärts bei Rot-Weiss Essen.