Sticker-Ärger in Ulm: Gemeinderat will Strafanzeige stellen

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Ulmer Gemeinderat, Martin Rivoir, will nach dem Bekleben mit SSV-Stickern von Wahlplakaten Anzeige erstatten. Für den 65-Jährigen ist das "ganz klar Sachbeschädigung" und damit eine Straftat, wie er der "Südwest-Presse" sagt.

"Wo kämen wir denn da hin?"

Auslöser der Vorfälle ist eine Debatte über Aufkleber von SSV-Fans im Stadtgebiet. Rivoir hatte die Anhängerschaft des SSV Ulm zuvor mit einem Antrag zu einer Putzaktion aufgefordert. Die Stickeraktionen hätten aus seiner Sicht Überhand genommen. "Der Antrag ist richtig", betont" der Kommunalpolitiker. "Wir haben viele Vereine in der Stadt. Man stelle sich vor, alle würden ihre Aufkleber irgendwo hinkleben. Wo kämen wir denn da hin?"

Fans reagieren mit Bannern

Das Thema erreichte inzwischen auch das Donaustadion. Beim Heimspiel des SSV Ulm gegen den 1. FC Saarbrücken (1:1) nahmen Fans die SPD mit zwei großen Bannern aufs Korn. Rivoir, der selbst bekennender Anhänger der Spatzen ist und die Spiele regelmäßig besucht, war bei der Partie verhindert. Mit der Reaktion im Stadion könne er leben, auch wenn er die Häme als "albern" bezeichnete. "Mit einer gewissen Reaktion haben wir schon gerechnet. Es ist doch schön, wenn ein kommunalpolitischer Antrag den Weg in ein Stadion und zu einem Profi-Fußballspiel findet", erklärte er.

   

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