Spitzenspiel zwischen Duisburg und dem VfL: Was für wen spricht
Der Tabellenführer gastiert beim Fünften: In der Schauinsland-Reisen-Arena kommt es am Dienstagabend zum Duell zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Heimstärke: 37 Punkte aus 15 Spielen und als einziges Team noch ungeschlagen: Der MSV Duisburg ist die heimstärkste Mannschaft der Liga. Schon elfmal – darunter zuletzt mit einem Tor in der 90. Minute gegen 1860 München – gingen die Zebras im heimischen Stadion als Sieger vom Platz. Und das nicht zuletzt dank der großen Fan-Unterstützung. Im Schnitt pilgern 21.591 Zuschauer in die Arena – so viele wie seit der Bundesliga-Saison 2007/08 nicht mehr. Am Abend werden über 23.000 Fans dabei sein.
Bilanz: Zwar sind die Zebras seit vier Spielen gegen den VfL Osnabrück sieglos, doch insgesamt spricht die Bilanz mit 17 Siegen in 31 Partien klar zugunsten der Meidericher. Der VfL ging lediglich in sechs Partien als Sieger vom Platz. Zwischen 1990 und 2022 blieb der MSV sogar in 18 aufeinanderfolgenden Partien ungeschlagen. In der heimischen Arena gewann Duisburg zehn von 15 Partien und musste sich nur dreimal geschlagen geben.
Starke Joker: Sollte es die Startelf nicht schon richten, hat der MSV immer noch die Möglichkeit, von der Bank nachzulegen. Und das klappte in der bisherigen Saison überaus gut. Schon 25 Mal waren die von Trainer Dietmar Hirsch eingewechselten Spieler an Toren beteiligt, nur Rot-Weiss Essen mit Uwe Koschinat ist noch besser (29 Scorerpunkte). Allein Thilo Töpken traf nach Einwechslungen schon viermal – zuletzt erzielte er das Last-Minute-Siegtor gegen 1860. Timo Schultz kommt dagegen nur auf 16 Scorerpunkte nach Einwechslungen (Platz 9).

Form: Als einziges Team im deutschen Profifußball noch ohne Niederlage im Jahr 2026 und die letzten sieben Partien allesamt gewonnen: Der VfL Osnabrück ist das formstärkste Team der 3. Liga und eilt von Sieg zu Sieg. Es winkt der achte Sieg in Folge, was dem VfL im Profifußball noch nie gelungen war. Der MSV dagegen holte aus den zwölf Partien der Rückrunde "nur" 20 Punkte, verlor schon viermal und belegt in der Rückrundentabelle lediglich Platz acht. Von den letzten sechs Partien konnte der MSV nur zwei Duelle gewinnen.
Auswärtsstärke: Während der MSV das beste Heimteam der Liga ist, steht der VfL in der Auswärtstabelle ganz oben. In 15 Partien holte die Schultz-Elf zehn Siege und drei Unentschieden, erst zweimal ging Osnabrück in fremden Stadien als Verlierer vom Platz – zuletzt Ende November in Verl. Seitdem konnten die Niedersachsen sechs von sieben Auswärtsspielen gewinnen – bei 17:6 Toren. Am Dienstagabend wird der VfL zudem von rund 3.500 Fans begleitet. Es wird die größte Auswärtskulisse der Lila-Weißen in dieser Saison.
Defensive: Mit gerade mal 26 Gegentoren stellt der VfL die mit Abstand beste Defensive der Liga. Torhüter Lukas Jonsson blieb bereits 17 Mal zu Null – absoluter Spitzenwert im Liga-Vergleich. Allein während der aktuellen Siegesserie konnte der Schwede seinen Kasten fünfmal sauber halten, darunter in den letzten beiden Partien. Und in den anderen beiden Spielen musste Jonsson lediglich jeweils einmal hinter sich greifen.