Siege für den VfL und Wiesbaden – Nullnummer im Krisenduell

Nur vier Tore in fünf Spielen – die 14-Uhr-Spiele geizten mit Treffern. Während Osnabrück (gegen Havelse) und Wiesbaden (gegen Schweinfurt) jeweils mit 2:0 gewinnen konnten, fielen in Ingolstadt (gegen Cottbus), Aue (gegen Saarbrücken) und Regensburg (gegen Köln) allesamt keine Tore. Damit bleibt Aue weiter unter dem Strich, zudem ist der FCS nun seit 16 Spielen ohne Sieg.

Aue 0:0 Saarbrücken: Kein Sieger im Kellerduell

Schlüsselspiel, ja oder nein? Tabellarisch lässt sich diese Frage klar beantworten: Der Tabellen-17. traf auf den 16. Aue startete mit viel Intensität, nach rund einer Viertelstunde übernahm der 1. FC Saarbrücken zunehmend die Kontrolle. Die ersten nennenswerten Chancen ließen jedoch bis kurz vor der Pause auf sich warten. Den Auftakt machten die Gäste: Fahrner zog von links ab, sein Schuss wurde abgefälscht, doch Männel parierte stark (31.). Auf der Gegenseite hätte fast die Führung für Aue fallen müssen: Bär setzte einen präzisen Flachschuss an den Pfosten (32.). Kurz vor dem Pausenpfiff erneut Saarbrücken: Nach einem Querschläger kam Baumann aus 14 Metern zum Abschluss, doch Männel war aus dem Tor geeilt und verhinderte den Rückstand.

Auch nach dem Seitenwechsel drängte der FCS auf den Führungstreffer – erneut ohne Fortune. Pick zog nach innen und legte auf Sontheimer ab, dessen Direktabnahme an der Latte landete (56.). Nur drei Minuten später ließ Pick drei Auer Verteidiger stehen, setzte seinen Abschluss aus halbrechter Position jedoch nicht präzise genug. Den Lucky Punch verpassten beide Teams in der Schlussphase. Nach einem weiten Abschlag von Männel und einem Missverständnis von Bormuth lief Ocansey frei auf das Tor zu, schoss jedoch deutlich drüber (86.). In der Nachspielzeit zog Elongo-Yombo aus spitzem Winkel ab, erneut war Männel zur Stelle und sicherte das Remis. Durch das Unentschieden und der Niederlage der Ulmer am Freitag ändert sich an der Konstellation nichts: Aue bleibt 17., Saarbrücken belegt nach dem 16. sieglosen Spiel in Folge weiterhin Platz 16.

Ingolstadt 0:0 Cottbus: Viele Chancen, keine Tor

Der Tabellenführer gastierte beim formstärksten Team des Jahres – und sah sich zunächst mehr Spielanteilen der Gastgeber gegenüber. Die erste Chance gehörte dennoch Cottbus: Guwara setzte sich über links durch und bediente Tolcay Cigerci, der den Ball aus vollem Lauf jedoch nicht sauber traf (8.). Das hohe Tempo blieb, weitere Höhepunkte folgten nach rund einer halben Stunde. Aus dem Nichts hatte Costly die Führung auf dem Fuß, traf aus kurzer Distanz jedoch nur den eigenen Mitspieler (32.). Kurz darauf klärte Manu einen Kopfball der Gastgeber gerade noch auf der Linie (33.).

Nach der Pause ging es ähnlich weiter. Engelhardt zog von der Strafraumkante wuchtig ins lange Eck, doch Eisele parierte stark (46.). Auch in der Folge blieben Torchancen auf beiden Seiten nicht aus, Tore jedoch schon. Sturm scheiterte im Strafraum an Funk (67.), ehe sich Eisele binnen weniger Minuten mehrfach auszeichnete: Erst lenkte er einen platzierten Schuss von Tolcay Cigerci um den Pfosten (71.), dann reagierte er nach einer Ecke gegen Borgmanns Abschluss (72.). Kurz vor Schluss fand Engelhardt erneut seinen Meister im Cottbuser Keeper, der den Ball über die Latte lenkte. Ingolstadt konnte nach drei Siegen in Folge erstmals nicht gewinnen, bleibt auf Rang 10. Cottbus ist weiter Tabellenführer und nun seit fünf Partien ungeschlagen.

Osnabrück 2:0 Havelse: VfL belohnt sich spät

Geht die Aufholjagd des TSV Havelse weiter? In Osnabrück trat die Elf von Samir Ferchichi mutig auf, lief früh an und zwang den VfL zu schnellen Umschaltmomenten. Bereits in der 15. Minute klärte Schlussmann Opitz weit vor seinem Tor einen langen Ball in höchster Not – sonst wäre Ihorst frei durch gewesen. Osnabrück tat sich lange schwer, wurde aber bei Standards gefährlich. Kehl brachte einen Freistoß in den Strafraum, Janotta setzte den Kopfball knapp vorbei (27.). Drei Minuten später zwang Kehl Opitz mit einem direkt getretenen Freistoß zur Parade.

Nach der Pause startete Havelse besser. Berger brachte einen Freistoß in den Sechzehner, Jonsson blockte gegen Boujellab, der Nachschuss wurde ebenfalls abgewehrt (47.). Die nächste Gelegenheit nutzten jedoch die Gastgeber: Kehls Flanke legte Meißner per Kopf auf Kammerbauer ab, der volley zur Führung traf (59.). Havelse drückte, wurde aber ausgekontert. Nach Ballverlust von Boujellab schaltete der VfL schnell um, Meißner ließ seinen Gegenspieler stehen und traf aus spitzem Winkel zum 2:0 (78.). Kurz vor Ende hatte Kolgeci per Freistoß den Anschluss auf den Fuß. Den präzisen Schuss parierte Jonsson mit einer Glanzparade (90+5.). Osnabrück hievt sich mit dem Sieg auf den zweiten Rang, Havelses bleibt auf Platz 19.

Wiesbaden 2:0 Schweinfurt: Später Doppelschlag der Hessen

Wiesbaden wollte im Aufstiegsrennen bleiben, Schweinfurt die eigene Bilanz verbessern. Der Favorit übernahm früh die Kontrolle und forderte nach 13 Minuten einen Strafstoß: Kaya nahm einen Mockenhaupt-Pass mit, wurde aber von Angleberger zu Fall gebracht. Schiedsrichter Hasmann gab den fälligen Strafstoß nicht (13.). Die Hausherren blieben dran, konnten sich aber im ersten Durchgang keine nennenswerte Torchance erspielen – gleiches galt auch für die Gäste aus Schweinfurt.

Nach einer chancenarmen ersten Halbzeit nahm die Partie nach dem Seitenwechsel Fahrt auf. Gözüsirin zog aus zentraler Position ab, Weisbäcker klärte zur Ecke (50.). Wenig später kam Osawe aus kurzer Distanz zum Abschluss, scheiterte aber am Keeper. Auch Schweinfurt meldete sich an: Krätschmer forderte vergeblich Elfmeter, im Gegenzug wurde Osawes Versuch geblockt (64.). Die Entscheidung fiel spät – und binnen zwei Minuten. Flotho drückte eine Hereingabe von Greilinger am ersten Pfosten über die Linie (88.), ehe Ati Allah nach Vorarbeit von Flotho am zweiten Pfosten zum 2:0-Endstand traf (90.). Wiesbaden bleibt zwar 7., hat aber aktuell nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Schweinfurt kassierte die 20. Saisonniederlage und behält die Rote Laterne.

Regensburg 0:0 Köln: Schulze rettet Köln einen Punkt

Sowohl der SSV Jahn Regensburg als auch Viktoria Köln wollten sich im Kampf um den Klassenerhalt Luft verschaffen. Den besseren Start erwischten die Gäste. Einen langen Ball legte Zank auf Münst ab, der von der Strafraumgrenze abzog, seinen Versuch jedoch über die Querlatte setzte (15.). Wenig später bot sich Köln die nächste Chance zur Führung. Erneut war Zank beteiligt, der sich über rechts eine freie Bahn verschaffte. Seinen Schuss wehrte Jahn-Keeper Gebhardt jedoch per Fußabwehr ab (20.). Viktoria blieb am Drücker. Sponsel setzte sich gegen zwei Verteidiger durch, rutschte beim Abschluss allerdings weg, sodass der Ball deutlich über das Tor ging (26.). Nach etwas mehr als einer halben Stunde meldete sich auch der Jahn erstmals offensiv an. Nach einer abgewehrten Hereingabe kam Eichinger aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch Schulze fuhr sein Bein aus und klärte. Regensburg erhöhte nun den Druck. Keine drei Minuten später zog Hottmann im Strafraum mit links ab, erneut bewahrte Schulze seine Mannschaft mit einem starken Reflex vor dem Rückstand (37.).

Die zweite Halbzeit begann wie der erste Durchgang – mit einer Chance für Viktoria Köln. Zank setzte Otto in Szene, der auf die rechte Seite zu Handle weiterleitete. Dessen Rückpass in den Strafraum nahm Otto direkt ab, doch Gebhardt verhinderte mit einer Glanzparade das Gegentor (54.). Anschließend verlor die Partie zunehmend an Struktur, klare Torchancen blieben lange aus. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal gefährlich. Schönfelder flankte auf Hottmann, der sofort abschloss – erneut war Schulze zur Stelle (77.). Den Lucky Punch hätte beinahe der SSV Jahn gesetzt: Posselt köpfte den Ball aus kurzer Distanz auf das Tor, doch einmal mehr reagierte Schulze stark und sicherte Viktoria Köln einen Punkt (90.+7). Regensburg bleibt auf Platz 14, Viktoria Köln festigt Rang 12.

   

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