Seitz belebt den SVWW: "Natürlich war die Anspannung da"
Zwei Spiele, sechs Punkte – der Trainerwechsel von Daniel Scherning zu Jochen Seitz erweist sich für den SV Wehen Wiesbaden momentan als Glücksgriff. Auch im Heimspiel gegen Alemannia Aachen überzeugten die Hessen mit einem 3:0-Sieg.
"Acht Punkte waren nicht ganz so prickelnd"
"Das erste Heimspiel ist natürlich etwas Besonderes", fand SVWW-Coach Jochen Seitz. Erst recht, wenn die Mannschaft des neuen Cheftrainers mit dem Rückenwind aus dem 4:2-Sieg in Ingolstadt antritt. Ein Trainereffekt par excellence, wie sich auch im zweiten Auftritt unter dem neuen Übungsleiter herausstellte – ein 3:0-Erfolg gelang. "Natürlich war die Anspannung aufgrund der Tabellensituation da, weil acht Punkte aus acht Spielen waren nicht ganz so prickelnd. Wir wissen, dass wir jeden Punkt brauchen, um da unten herauszukommen", erklärte Seitz. Dass unter seiner Regie die Auferstehung folgt, freute den 50-Jährigen logischerweise.
"Ohne Druck kann man gar keine richtig guten Leistungen bringen", fand Seitz zudem, dass sie sich seine Mannschaft mit der richtigen Einstellung präsentierte. "Die Jungs haben es super umgesetzt, und ja, es war ein guter Heimauftakt. Nicht nur für mich, sondern natürlich auch für die Mannschaft." Die lange Länderspielpause? Sie war der richtige Zeitpunkt für einen Cut, wie Seitz betonte. "Jetzt starten wir wieder von Neuem. Insofern sind wir auf einem guten Weg, den wir natürlich weiter fortsetzen."
"Es ist nach wie vor schwierig"
Sechs Punkte unter Seitz stehen nun fünf Punkten unter Scherning gegenüber – in wesentlich mehr Auftritten. Ein Tor von Lukas Schleimer vor der Pause (45.) sowie ein Elfmetertreffer durch Gino Fechner kurz nach dem Seitenwechsel (51.) brachen Aachens Moral, wenngleich die Alemannia bis zum Schluss dagegenhielt. Und dass es letztendlich gut für Wiesbaden ausging, war auch das Ergebnis harter Arbeit. "Ich glaube schon, dass wir gerade in der ersten Halbzeit schon noch unsere Probleme hatten", fand Seitz. Der Ballbesitz lag bei Aachen, die Umschaltaktionen der Wiesbadener fehlten. "Das ist alles grundsätzlich nicht so schlimm, aber wir wollten natürlich trotzdem mehr Druck auf den Ball generieren", so Seitz.
Wie geht es jetzt für den SVWW weiter? Die ambitionierten Hessen kletterten innerhalb von zwei Partien von Platz 19 auf Platz 13. Zwei Punkte trennen Wiesbaden jetzt schon wieder von der Abstiegszone. "Wir sind jetzt erst einmal richtig happy, aber wir wissen auch, dass es nach wie vor schwierig ist", betonte Seitz. Schon am Samstag (14 Uhr) folgt das Duell gegen Jahn Regensburg, in dem Chance und Risiko wieder dicht beieinander liegen. Denn die Jahnelf ist die erste Mannschaft unter dem Strich. "Mit zwei Erfolgen im Rücken kann man die Sache jetzt beruhigter angehen wie vorher, aber ausruhen dürfen wir uns nicht. Dann schauen wir einfach, was wir mitnehmen können, und es wäre natürlich schön, wenn wir punktemäßig etwas mitnehmen." Denn einfacher, da war sich Seitz trotz seines erfolgreichen Starts sicher, wird keine Partie für den SVWW.