Zum 14. Mal in Folge sieglos: FCS verliert bei Viktoria Köln

Auch im 14. Spiel in Folge bleibt der 1. FC Saarbrücken ohne Sieg. Gegen Viktoria Köln hätte die Misere am Freitagabend jedoch enden müssen: Die Saarländer waren im zweiten Durchgang die klar bessere Mannschaft, ließen aber beste Chancen ungenutzt. So reichte eine starke und mutige Anfangsphase der Kölner, in der sie zwei Mal trafen.

Köln mutig und effizient – Brünker verletzt raus

Eine richtungsweisende Partie am Sportpark Höhenberg: Viktoria Köln wollte nicht erneut in den Abstiegskampf geraten, während der 1. FC Saarbrücken unter Jürgen Luginger den ersten Sieg einfahren und größere Schritte aus der Gefahrenzone machen wollte. Im Vergleich zum 1:1 gegen Energie Cottbus wechselte Saarbrückens Trainer nur ein Mal: Rabihic begann für Elongo-Yombo. Bei den Gastgebern tauschte Marian Wilhelm nach dem 0:2 gegen Schweinfurt gleich drei Mal: Boboy, Handle und Zank starteten für Ronstadt, Velasco und Popp.

Die Viktoria legte mutig los und führte bereits nach fünf Minuten. Über die linke Seite kam der Ball zu Zank, der im Strafraum auf Münst spielte. Dieser legte quer zu Sponsel, der völlig frei aus etwa elf Metern zu seinem ersten Tor in der 3. Liga einschob. Saarbrücken fand zunächst nicht ins Spiel, während Köln weiter drängte. Vom eigenen Tor aus kombinierten sich die Gastgeber gefällig nach vorne. Wolf spielte mit Kloss einen Doppelpass, ehe Erstgenannter aus der zweiten Reihe abzog – doch Menzel parierte den strammen, aber zu zentralen Schuss (14.). Auf der anderen Seite hatte Rizzuto den ersten Abschluss der Gäste, sein harmloser Versuch landete jedoch in den Armen von Schulz (15.).

Köln übernahm prompt wieder die Kontrolle und kam auch nach Standards zu Chancen. Einen gefährlichen Freistoß von Münst landete auf Höhe des Elfmeterpunktes, wo Kloss aus dem Gewühl heraus schnell reagierte, aber zunächst an Menzel scheiterte. Den Abpraller nutzte schließlich Boboy zum 2:0 (24.). Auch für ihn ist es das erste Drittliga-Tor. Mitten in die noch Feierlichkeiten wollte Saarbrücken sofort antworten. Brünker brachte einen Querpass auf Pick, der freistehend hauchzart am Pfosten vorbeischoss (25.).

Luginger reagierte auf die schwache erste halbe Stunde und brachte Vasiliadis sowie Krahn für Rabihic und Zeitz. Zwar arbeitete sich der FCS ins Spiel zurück, doch richtig gefährlich wurde es nicht vor dem Kölner Tor. Stattdessen gab es weitere Sorgen bei den Gästen – aufgrund einer Verletzung: Nach einem Luftzweikampf landete Otto mit seinem Gewicht auf Brünkers Standbein, der nicht mehr weitermachen konnte. Schmidt kam für ihn. Das Spiel plätscherte vor sich hin, ehe Saarbrücken wenige Sekunden vor der Halbzeit beinahe noch zum Anschluss kam: Bretschneider passte flach in den Sechzehner, wo aus kurzer Distanz Civeja an den Ball kam. Sein Abschluss parierte jedoch Schulz (45.+5) – somit ging Köln mit der Zwei-Tore-Führung in die  Katakomben.

Saarbrücken lässt Chance um Chance liegen

Die Schlussphase der 1. Halbzeit konnte den Gästen Hoffnung machen, diese wollte Köln mit dem Wiederanpfiff direkt in Keim ersticken. Eine Ecke von Münst köpfte Otto unbedrängt auf das Tor, verfehlte den Kasten jedoch um einige Meter (46.). Dennoch präsentierte sich die Luginger-Elf deutlich verbessert im Vergleich zu den ersten 30 Minuten – und hätte den Anschluss erzielen müssen. Zunächst versuchte es Vasiliadis nach Pick-Ablage, doch Boboy klärte den Schuss noch vor seinem Schlussmann, der den Ball wohl ohnehin gehalten hätte (53.). Wenig später flankte Rizzuto scharf in den Fünfmeterraum, wo Schmidt mit der Innenseite des Fußes an den Ball kam, ihn aber weit über das Tor setzte (54.).

Es schien, als sei es ein Abend, an dem es einfach nicht sein sollte für den FCS. Pick setzte sich rechts im Strafraum mit etwas Glück gegen Kloss durch und stand alleine vor Schulz. Der frühere Lautrer behielt die Übersicht und legte quer auf Civeja, dessen Abschluss Richtung leeres Tor Handle kurz vor der Linie blockte (63.). Allerdings kam der Ball für den Verteidiger recht dankbar, weil zentral auf ihn. Etwas platzierter – und das Tor für Saarbrücken wäre gefallen.

Wie schon gegen Cottbus zeigte der FCS ein Powerplay, hatte Abschluss um Abschluss, ließ aber alles liegen. Bretschneider zielte nach einem Querpass von Pick direkt auf den gegnerischen Schlussmann. (74.). Während Köln die endgültige Entscheidung liegen ließ – Otto kam an Menzel vorbei und brachte den Querpass nicht zum Mitspieler (81.) – verpasste Saarbrücken erneut den fälligen Anschluss. Eine Sontheimer-Flanke von rechts köpfte Elongo-Yombo völlig frei aus wenigen Metern an den Pfosten (85.).

Trotz eines unfassbaren Aufwands und bester Chancen in der zweiten Halbzeit ging der 1. FC Saarbrücken im 14. Spiel in Folge nicht als Sieger vom Platz. Sollten der FC Erzgebirge Aue und Alemannia Aachen am Wochenende gewinnen, würden die Saarländer auf einen Abstiegsplatz rutschen. Für Viktoria Köln ist es nach zwei Partien ohne Erfolg wieder ein Dreier, der sie zumindest über Nacht auf den 10. Platz hievt. Kommende Woche empfängt der FCS dann das stärkste Auswärtsteam der Liga, den VfL Osnabrück. Die Kölner haben acht Tage später erneut ein Heimspiel – dann gegen den SV Waldhof Mannheim.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button