"Sehr kompliziert": Energie und die schwierige Suche nach Verstärkung

Um für den Aufstiegskampf bestmöglich gerüstet zu sein, will Energie Cottbus bis zum Ende der Transferperiode am 2. Februar noch einen Topspieler an Land ziehen. Die Suche danach gestaltet sich jedoch kompliziert – und ist schwieriger als gedacht.

Finanzieller Rahmen ist begrenzt

Wäre es nach Trainer Claus-Dieter Wollitz gegangen, hätte Energie bereits in der letzten Woche zugeschlagen, sodass der neue Mann bereits für das Spiel in Saarbrücken einsatzfähig gewesen wäre. Problem jedoch: Die Suche gestaltet sich "sehr kompliziert" und sei "schwieriger als gedacht", berichtete der 60-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag und räumte offen ein, dass es nicht so einfach sei, damit umzugehen. Konkret wird ein Defensivspieler gesucht, der sowohl als Sechser als auch in der Innenverteidigung spielen kann.

Als heißer Kandidat galt zuletzt Tolga Cigerci. Doch bereits in der vergangenen Woche hatte Wollitz durchblicken lassen, dass der 35-Jährige viel zu teuer ist. Auch generell würden viele Topspieler nicht in den verfügbaren finanziellen Rahmen passen. Zudem sieht es der 60-Jährige nicht als den richtigen Weg an, die komplette Verantwortung auf die Schulter eines einzelnen Spielers zu legen. Was ebenfalls in die Überlegungen mit reinspielt: Wollitz will das Mannschaftsklima durch einen teuren Neuzugang nicht gefährden. "Wir brauchen nicht nur Klugheit, sondern auch Überzeugung", sagte der Energie-Coach und will eine Balance finden, "die absolut akzeptabel ist". Ob das gelingt, wird sich bis zum Ende der Transferperiode zeigen.

"Willkommen in der Naivität"

Vorerst liegt der Fokus nun auf dem Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt am Samstag. Angesichts der Tabellensituation geht Energie als klarer Favorit gegen das Schlusslicht in die Partie, dennoch warnte Wollitz davor, die Schnüdel auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wenn wir als Energie Cottbus einen Gegner unterschätzen, kann ich nur sagen: Willkommen in der Naivität." Wie schon in der Vorwoche betonte der 60-Jährige, dass Energie trotz der bislang starken Saison als Außenseiter in die Rückrunde gehe. "Die Mannschaft sollte lernen, sich den Druck nicht zu erhöhen. Wenn sie sich als Favorit sieht, wird es nach hinten losgehen." Die Rahmenbedingungen würden es nicht hergeben, "uns als Favorit zu sehen".

Schon in Saarbrücken habe er das Gefühl gehabt, "dass wir etwas verlieren können". Dabei wünschte sich Wollitz einen unbekümmerten Auftritt. Der Herbstmeister-Titel habe diesbezüglich "mehr geschadet, als dass er uns geholfen hat". Ausfallen werden weiterhin Janis Juckel (Schulter-Verletzung), zudem sind die Einsätze von Dominik Pelivan und Tolcay Cigerci fraglich. Beide konnten am Donnerstag nicht trainieren. Ob sie einsatzfähig sind, soll sich beim Abschlusstraining am Freitag zeigen. Dafür sind die zuletzt angeschlagenen Merveille Biankadi, Justin Butler und King Manu wieder Optionen. Gelingt es Energie, auch ohne Verstärkung den ersten Sieg des Jahres einzufahren? Die Antwort gibt es am Samstag ab 14 Uhr.

   

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