RL-Reform: Drittligisten stellen sich gegen Aufstockung der 3. Liga
Die Klubs der 3. Liga haben sich im Zuge der anvisierten Regionalliga-Reform klar positioniert. In einem gemeinsamen Statement sprechen sie sich gegen eine Aufstockung der eigenen Spielklasse auf 22 Teams und einen zusätzlichen Abstiegsplatz aus. Gleichzeitig fordern sie eine Lösung, die künftig vier direkte Aufsteiger aus den Regionalligen ermöglicht.
"Keinesfalls akzeptabel"
Sechs Wochen noch, dann soll am 18. Dezember auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag über die Reform der Regionalliga abgestimmt werden. Dass der DFB den Bundestag inzwischen auch offiziell einberufen hat, begrüßen die Klubs in ihrem Statement "ausdrücklich" und betonen, hinter den Verantwortlichen zu stehen, die sich für eine tragfähige Lösung einsetzen. "Eine Strukturveränderung der 3. Liga, insbesondere eine Aufstockung und/oder weitere Abstiegsplätze lehnen die Vereine dagegen "einstimmig ab", heißt es in der Erklärung. Diskussionen darüber halten die Klubs zudem für "weder förderlich noch sachlich richtig" und "keinesfalls akzeptabel". Schon in der Vergangenheit hatte sich die 3. Liga klar gegen eine Aufstockung positioniert.
Die Drittligisten verweisen dabei auf eine Entscheidung aus dem Jahr 2017. Damals hatten sie sich bereit erklärt, zur Saison 2018/19 einen vierten Abstiegsplatz einzuführen. Seit mittlerweile acht Spielzeiten steigen deshalb jährlich vier Mannschaften aus der 3. Liga in die Regionalligen ab. Die damit verbundene Zusage, auf Ebene der vierten Spielklasse eine entsprechende Regelung für direkte Aufsteiger zu schaffen, ist hingegen bis heute nicht umgesetzt worden.
"Faire, nachhaltige Lösung für vier direkte Aufsteiger"
Die Klubs sehen den außerordentlichen Bundestag daher als Gelegenheit, diese Vereinbarung "endlich einzulösen". Die 3. Liga habe ihren Beitrag zur Lösung der Aufstiegsfrage bereits geleistet, heißt es in dem Statement. Nun seien die Delegierten beim DFB-Bundestag gefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Ziel müsse es sein, eine "faire, nachhaltige Lösung für vier direkte Aufsteiger" aus den Regionalligen zu schaffen. Damit bekräftigen die Drittligisten ihre Position im laufenden Reformprozess.
Wenn es nach dem DFB geht, soll am 18. Dezember das Kompassmodell beschlossen werden. Dafür ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Delegierten notwendig. Ob diese erreicht wird, ist allerdings noch offen. Unter anderem deswegen, weil der Bayerische Fußballbund die von den Drittligisten abgelehnte Aufstockung der 3. Liga auf 22 Teams mit dann fünf Absteigern zur Abstimmung stellen will. Auch aus dem Südwesten gibt es Kritik am Kompassmodell.