"Pure Leidenschaft": Beierlorzer erklärt den Aufschwung beim FCI
Drei Siege in Folge, drei Erfolge aus vier Spielen unter Achim Beierlorzer: Der FC Ingolstadt 04 hat nach dem Trainerwechsel in die Erfolgsspur gefunden. Beim 2:1 gegen Tabellenführer MSV Duisburg überzeugten die Schanzer trotz langer Unterzahl. "Dann gehen wir in Führung und dann ist es einfach pure Leidenschaft", erklärte Beierlorzer in der Pressekonferenz.
"Wir brauchen Intensität und Aktivität"
Besonders zufrieden war Beierlorzer damit, dass seine Mannschaft trotz Unterzahl nicht passiv wurde. Entscheidend sei gewesen, "dass wir immer wieder rausverteidigt haben, dass wir unseren Strafraum wirklich gut verteidigt haben", erklärte der Coach bei "MagentaSport". Gleichzeitig sollten die Schanzer offensiv gefährlich bleiben. "Wir wollten im 5-1-3 spielen, also mit drei Spielern, die immer wieder attackieren", erläuterte Beierlorzer seine Halbzeitansprache. Der Plan ging auf: "Da kriegen wir natürlich einen genial herausgespielten Umschaltmoment." Genau die drei offensiver positionierten Spieler waren am Siegtreffer von Fredrik Carlsen (51.) beteiligt.
Auch Vinko Šapina erhielt ein Sonderlob. Der Mittelfeldspieler sei "ein genialer Fußballer, wirklich ein klasse Fußballer". Dass dessen Ausgleich nach einem Standard fiel, freute Beierlorzer besonders: "Das haben wir intensiver trainiert in den letzten Tagen." Šapina selbst zeigte sich bei "MagentaSport" erleichtert. Sein Fehlpass hatte zum frühen Rückstand beigetragen, ehe er per Kopf ausglich (21.). "Ich bin natürlich glücklich und erleichtert auch, gerade weil ich beim ersten Gegentor beteiligt war", sagte der Mittelfeldspieler. Sein Kopfballtor sei für ihn eher ungewöhnlich, schließlich gehöre das Toreschießen mit dem Kopf nicht zu seinen größten Stärken.
Den Aufschwung wollte Šapina allerdings nicht allein dem Trainerwechsel zuschreiben. "Nach so einer kurzen Zeit so viel verändern geht gar nicht", erklärte er. Dennoch seien drei Siege aus vier Spielen "maximal erfolgreich". Darauf müsse die Mannschaft nun aufbauen.
"Wir haben uns einfach in alles reingeschmissen"
In der anschließenden Pressekonferenz hob Beierlorzer vor allem die Geschlossenheit seiner Mannschaft hervor. Die Rote Karte gegen Georgios Antzoulas hielt er für umstritten: "Ich fand, das war nicht zwingend eine rote Karte." Seine Spieler hätten die Entscheidung jedoch angenommen und sich gegen die Angriffe des Tabellenführers gestemmt.
Den Aufschwung erklärte Beierlorzer auch mit dem gewachsenen Selbstbewusstsein nach den beiden vorherigen Siegen. "Wir haben wirklich eine richtig gute Mannschaft", betonte der Coach. Besonders die Breite des Kaders zahle sich aus: "Alle fünf Wechsel, die wir heute machen mussten, haben sofort gegriffen." Auch mit der Trainingsarbeit und ihrer Umsetzung in den Spielen sei das Trainerteam "sehr, sehr zufrieden".
Mit dem dritten Sieg in Folge kletterten die Schanzer mit nun 17 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz. Von größeren Zielen wollte Beierlorzer dennoch nichts wissen: "Wir brauchen keinen Weitblick." Am kommenden Samstag (14 Uhr) gastiert Ingolstadt beim Schlusslicht TSV Havelse – und will dann den vierten Sieg in Folge holen.