"Ein dreckiger Sieg": Münster kämpft sich aus der Negativserie

Nach fünf sieglosen Ligaspielen hat der SC Preußen Münster wieder einen Dreier eingefahren. Beim 1:0 gegen Fortuna Köln hatten die Adlerträger allerdings auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Für Trainer Thomas Wörle war der Erfolg nach den schwierigen vergangenen Wochen dennoch besonders wertvoll.

"Unser Torwart hat gut gehalten"

"Wir haben heute einen dreckigen Sieg geholt, der sich sehr gut anfühlt", sagte Wörle nach dem Schlusspfiff bei "MagentaSport". Dabei verschwieg der Coach nicht, dass seine Mannschaft über weite Strecken Schwierigkeiten hatte. Zwar kontrollierten die Preußen die erste Halbzeit, kamen gegen die kompakte Kölner Defensive aber kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Nach dem Seitenwechsel wurden dagegen die Gäste immer stärker und erspielten sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten. "Unser Torwart hat gut gehalten", lobte Wörle Matthis Harsman, der den Vorzug gegenüber Morten Behrens erhielt und mit seinen Paraden einen Rückstand verhinderte.

Für die Entscheidung sorgte Charalambos Makridis, der eine Flanke von Zeller in der 78. Minute per Kopf zum 1:0 verwertete. "Der Ball kommt gut rein, ich habe ein gutes Timing, erwische ihn gut", erklärte der Offensivspieler bei "MagentaSport". Beinahe hätte er sogar nachgelegt, doch Kevin Krumme rettete seinen Lupfer noch auf der Linie. "Respekt an den Verteidiger", würdigte Makridis die Aktion seines Gegenspielers.

"Mehr und mehr Selbstverständlichkeit reinzukriegen"

Mindestens ebenso wichtig war ihm der erste Zu-null-Erfolg der Saison. "Wir wollten auf jeden Fall die Basis schaffen in der Defensive, die Null mal halten, haben wir zum ersten Mal geschafft", sagte der Torschütze. Nach den schwierigen Englischen Wochen zeigte er zudem Verständnis für die zwischenzeitlich angespannte Stimmung, hob aber die Unterstützung der Fans hervor. Auf die Frage, ob Münster in der Tabelle eher nach oben oder unten schaue, machte Makridis seine Ambitionen deutlich: "Wir wollen natürlich immer besser werden, das heißt irgendwie klettern, wenn es geht." Zugleich warnte er: "Eine gute Woche oder eine schlechte Woche kann halt immer viel bewegen."

In der anschließenden Pressekonferenz erklärte Wörle, welche Spuren die vergangenen Wochen hinterlassen hatten. In drei Ligaspielen hatten die Preußen jeweils geführt, den Vorsprung jedoch jedes Mal noch aus der Hand gegeben. Das habe sich auf das Selbstvertrauen ausgewirkt. Die Mannschaft könne momentan nicht immer mit der gewohnten Sicherheit auftreten und müsse sich diese erst wieder hart erarbeiten. Umso wertvoller sei der Erfolg nach zwei intensiven Englischen Wochen. Ein solcher Sieg sei wichtig, um "wieder mehr und mehr Selbstverständlichkeit reinzukriegen", erklärte Wörle. Mit nun 15 Punkten stehen die Preußen auf dem elften Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag (19:30 Uhr) gastiert Münster bei Alemannia Aachen.

 

   

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