Personalnot beim TSV 1860 hält an: "Müssen das Beste draus machen"

Auch vor dem Gastspiel beim VfL Osnabrück bleibt die Personalsituation beim TSV 1860 München angespannt. Die Liste schrumpft lediglich um einen Spieler. Dennoch will Kauczinski nicht lamentieren und forderte im Mediengespräch vor der Partie Leistung derer, die in der Startelf stehen.

Haugen wieder auf dem Platz – aber noch längst kein Kandidat

Vor den anstehenden Pflichtspielen drängt sich beim TSV 1860 München derzeit vor allem eine Frage auf: Hat sich die Personalsituation entspannt? Zum Gastspiel an der Bremer Brücke konnte Cheftrainer Markus Kauczinski nur bedingt Entwarnung geben. "Thomas Dähne steht wieder zur Verfügung und Thore Jacobsen hat seine Sperre abgesessen", erklärte er. Gleichzeitig gibt es jedoch einen neuen Ausfall: Maximilian Wolfram fällt mit einem Infekt aus. Damit schrumpft die Ausfallliste lediglich von elf auf zehn Spieler. Weiterhin fehlen Jesper Verlaat, Florian Niederlechner, Max Christiansen, Morris Schröter, Samuel Althaus, Sigurd Haugen, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz.

Zwar stand mit Haugen zuletzt wieder ein Akteur auf dem Trainingsplatz, ein Einsatz kommt aber noch nicht infrage. "Sigurd will mehr, fühlt sich jetzt schon bereit", scherzt Kauczinski über die Ungeduld des Norwegers, "aber der Kiefer muss erst komplett verwachsen. Wir müssen das regelmäßig röntgen und schauen, wie es mit Zweikämpfen aussieht." Große Überraschungen im Spieltagskader sind daher nicht zu erwarten. Lamentieren will der gebürtige Gelsenkirchener dennoch nicht: "Wir müssen das Beste daraus machen. Jeder, der auf dem Platz steht, hat den Anspruch, in der ersten Elf zu sein. Deshalb gibt es keine Ausreden oder Rumgejammere – jeder muss Gas geben und das Beste zeigen.“ Entsprechend reise man auch nach Osnabrück, "um zu gewinnen – das ist immer unser Ziel".

"Das war ein ziemliches Gegurke"

An seine Erinnerungen an die Bremer Brücke dachte Kauczinski hingegen weniger gern zurück. Spontan fielen ihm Niederlagen und ein 0:0 mit dem Karlsruher SC ein. "Das war ein ziemliches Gegurke", scherzte er. Mut mache ihm dagegen der 3:1-Heimerfolg im Hinspiel sowie die durchwachsene Heimbilanz der Lila-Weißen. Dennoch erwartet er eine anspruchsvolle Aufgabe: "Osnabrück ist ein homogenes Team, das geschlossen auftritt. In jeder Spielphase hat es Kontrolle, gute Abstände, ist jederzeit nach vorne gefährlich und verfügt über eine stabile Restverteidigung. Eigentlich alles, was Fußball ausmacht." Zudem habe sich der VfL mit Julian Kania im Winter im Sturm gezielt verstärkt: "Ein richtig gutes Team mit wenig Schwächen."

Apropos Verstärkungen: Bis zum 2. Februar ist das Transferfenster noch geöffnet. Ob der TSV 1860 nochmals aktiv wird? "Im Sturm ist die Idee am ehesten da, noch etwas zu machen", sagte Kauczinski. "Aber es bleibt dabei: Ein Kandidat muss uns sofort weiterhelfen." Aktuell gehe es vor allem darum, "die nächsten drei, vier Wochen zu überstehen, bis die ersten Spieler zurückkehren". Als Nächstes rechnet der Trainer – abgesehen von Wolfram und Schröter – mit Verlaat, Pfeifer, Niederlechner und Althaus im Lauftraining. "Die Jungs brauchen aber unterschiedlich lange, um wieder in die Performance zu kommen. Deshalb bringt es meiner Meinung nach nichts, jemanden zu holen, der selbst Zeit braucht."

   

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