Okpala: Schlichtungsverfahren statt Arbeitsgericht?

Im Transferstreit um den Ex-Mannheimer Kennedy Okpala könnte es womöglich doch nicht zu einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht kommen. Dem "Kicker" zufolge soll mindestens eine Partei ein Schlichtungsverfahren anstreben.

Schon in Kürze Klarheit?

Das entsprechende Verfahren würde vom DFB moderiert werden und hätte den Vorteil, dass es schnell Klarheit geben könnte. Während bis zu einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht vermutlich Wochen vergehen dürften, könnte das Schlichtungsverfahren kurzfristig terminiert werden. Zudem würde es unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, was den Beteiligten wohl ebenfalls entgegenkommen würde.

Im Kern dürfte es vermutlich darum gehen, ob die fristlose Kündigung Okpalas rechtmäßig und der Waldhof – wie von Berater Markus Peter angeführt – vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen war. Dieser vermeintliche Umstand hatte dazu geführt, dass der 21-Jährige seinen Vertrag bei den Mannheimern fristlos gekündigt hatte und ablösefrei zum SC Paderborn wechseln konnte.

Es geht um viel Geld

Sollte sich im Rahmen des Schlichtungsverfahrens herausstellen, dass die Kündigung rechtmäßig war, werden die Buwe keinen Cent von der eigentlich im Vertrag festgeschriebenen Ablöse in Höhe von 550.000 Euro sehen. Waldhof-Sportchef Gerhard Zuber hatte zuletzt aber angekündigt, den Vertrag des Offensivspielers durch den Anwalt des Klubs "juristisch prüfen" zu lassen. Schließlich geht es für den SVW um viel Geld. Denkbar wäre aber auch eine Art Vergleich, um die Angelegenheit schnell aus der Welt zu schaffen.

Eine Rückkehr Okpalas zum Waldhof hatte Sportrechtler Horst Kletke, der den 21-Jährigen juristisch berät, dagegen ausgeschlossen: "Nein, einen solchen Rückweg wird es nicht geben. Und Kenny möchte auch nicht zurück", sagte er dem Regionalsender "Ron.TV". Nach seiner Auffassung hätten sich sowohl Okpala als auch der SC Paderborn korrekt verhalten.

   

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