Nur zwölf Minuten in 2026: Warum Niederlechner außen vor ist

Gegen den SV Wehen Wiesbaden erlebte Florian Niederlechner einen neuen Tiefpunkt in seiner Zeit bei 1860 München. Obwohl er weder gesperrt noch verletzt war, zählte er nicht zum Spieltagskader. Dabei galt der frühere Herthaner als einer der Hoffnungsträger. Gründe, warum das kaum noch der Fall ist, gibt es einige.

Nicht nachhaltig aufgedrängt

Vor der Saison galt Florian Niederlechner – wie auch Kevin Volland – als einer der Hoffnungsträger. Knapp sieben Monate später ist davon kaum noch etwas zu spüren. Während Volland weiterhin regelmäßig zum Einsatz kommt und den Erfolgsgaranten zählt, spielt Niederlechner nur noch eine untergeordnete Rolle. Seit der Entlassung von Patrick Glöckner erhielt der ehemalige Herthaner immer weniger Spielzeit. Im Jahr 2026 stehen für ihn lediglich zwölf Minuten aus sechs möglichen Partien zu Buche. Beim torlosen Remis gegen den SV Wehen Wiesbaden saß der Stürmer sogar auf der Tribüne – verletzt war er nicht. Konkurrenten wie Sigurd Haugen, Patrick Steinkötter oder Patrick Hobsch scheinen derzeit die Nase vorn zu haben. Mit elf beziehungsweise sieben Treffern sind Haugen und Hobsch aktuell die besten Torschützen der Löwen.

Erschwerend kommt für Niederlechner hinzu, dass "wir vor Wochen schon auf ein System mit einer Spitze umgestellt haben“, erklärte Cheftrainer Markus Kauczinski im Mediengespräch nach der Partie. Durch Haugen, Steinkötter und Hobsch, "der auch in den Halbfeldern agieren kann", habe man genügend Optionen im Angriff. "Da brauche ich nicht noch einen vierten oder fünften Mittelstürmer", so der gebürtige Gelsenkirchener. Wie die "Abendzeitung" berichtet, soll Niederlechner unter Glöckner eine Führungsrolle in der Kabine eingenommen und sich auch in den Vereinsgremien großer Beliebtheit erfreut haben – sportlich habe er sich jedoch wohl nicht nachhaltig aufgedrängt. Kauczinski wiederum achte nicht auf Namen, sondern ausschließlich auf Leistungen im Training und im Spiel.

"Auch er wird wieder wichtig werden"

Zumindest Thore Jacobsen zeigt sich überzeugt davon, dass Niederlechner bald wieder wichtiger werden kann. Bei "MagentaSport" sagte er in der Halbzeit: "Auch er wird wieder wichtig werden, da bin ich mir ganz sicher. Ich glaube, er ist auch Sportsmann genug, dass er es vielleicht heute mal hinnimmt und die richtige Antwort wieder auf dem Platz gibt." Dass sich Niederlechners sportliche Situation so entwickelt habe, "tut mir auch sehr leid für ihn. Da muss man schon sagen: Er hat das Herz am richtigen Fleck, er lebt und liebt den Verein."

   

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