4:2 nach 1:2! MSV gewinnt wilden Schlagabtausch gegen den FCS
Der MSV Duisburg ist zurück auf dem Relegationsrang. In einem insbesondere in der zweiten Halbzeit höchst unterhaltsamen Spiel setzten sich die Zebras mit 4:2 gegen den 1. FC Saarbrücken durch und sind nach zwei sieglosen Spielen zurück in der Erfolgsspur. Der FCS hingegen verlor erstmals unter der Leitung von Argirios Giannikis.
Lobinger trifft vorne, Fleckstein ins eigene Netz
Nach zwei sieglosen Partien sah MSV-Trainer Dietmar Hirsch gleich auf fünf Positionen den Bedarf seine Startelf zu verändern. Im Vergleich zum torlosen Remis in Ingolstadt begannen Müller, Meuer, Kother, Noß und Lobinger anstelle von Casar, Schlicke, Sussek, Symalla und Krüger. Auf der Gegenseite reiste der FCS mit viel Rückenwind aus dem 2:0-Erfolg über den SV Wehen Wiesbaden an. Dementsprechend sah Trainer Argirios Giannikis keinen Grund für Veränderungen und ließ die gleiche Elf starten.
Von Beginn an entwickelte sich eine sehr zweikampfbetonte Partie, die sich in der Anfangsphase überwiegend im Mittelfeld abspielte. Aus dem Nichts hatten dann die Hausherren nach zwölf Minuten die erste Torannäherung: Nachdem Meuer Lobinger in den den Strafraum schickte, setzte dieser den Ball aber knapp am langen Eck vorbei. Die Partie gewann nun an Tempo, und gleich im Gegenzug meldeten sich auch die Gäste an, scheiterten aber ebenso. Pick setzte sich zunächst gut gegen Bitter durch, schloss dann aber ebenfalls knapp neben den Kasten ab.
Die Partie drohte wieder zu verflachen, da ging der MSV in Führung: Einen hohen Chip-Ball brachte Meuer aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo sich Lobinger gegen Bormuth durchsetzte und die Kugel Volley in die Maschen brachte (23.). Die Gäste waren dadurch aber keineswegs verunsichert und hatten zehn Minuten später die große Chance zum Ausgleich: Multhaups Abschluss von der rechten Strafraumkante knallte allerdings nur gegen den Innenpfosten. Der FCS blieb aber dran und belohnte sich kurz vor der Pause dann doch noch – unter starker Mithilfe des MSV. Eine eigentlich ungefährliche Halbfeld-Flanke von Pick verlängerte Fleckstein unglücklich ins eigene Netz und sorgte so für ein verdientes Remis zur Halbzeit.
Noß antwortet Multhaup-Kracher doppelt
Ohne personelle Wechsel gingen beide Teams in die zweite Hälfte, in der die Gäste da weitermachten, wo sie in der zuvor aufhörten – und zwar mit einem Tor. Nach einem Diagonalpass von Pick legte Baumann den Ball im Strafraum auf Multhaup ab, der wiederum mit Tempo ankam und die Kugel mit einem Kracher in den Winkel jagte (49.). Beinahe sorgte Baumann nur zwei Zeigerumdrehungen später für den Doppelschlag, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Braune im Kasten des MSV. Die Partie nahm nun richtig Tempo auf, und so war es nicht überraschend, dass die Duisburger in der 58. Minute zum Ausgleich kamen. Eine Flanke von Coskun kam irgendwie zu Noß, der sich in der Mitte durchsetzte und im Fallen zum 2:2 einschob.
Der Offensivmann stand keine sechs Minuten später wieder im Mittelpunkt und konnte den Doppelpack schnüren. Nach einer abgefälschten Flanke legte er sich den Ball vor und vollstreckte per Volley ins kurze Eck. Trotz der Wucht der Hausherren versuchten die Gäste weiterhin ihr Glück und hatten nur zwei Minuten später erneut durch Multhaup die große Möglichkeit zum Ausgleich. Dieses Mal scheiterte er aus spitzem Winkel aber am Außennetz. Dennoch waren die Hausherren dem vierten Treffer nun näher. Zunächst setzte Symalla seinen Volley aber knapp neben das Tor, ehe er kurz darauf an Menzel scheiterte. Den Abpraller konnte Bormuth noch eben so vor Lobinger klären, bevor Sussek seinen Abschluss knapp neben den Winkel setzte (77.).
Fünf Minuten vor Ablauf der offiziellen Spielzeit sorgte Symalla dann aber doch noch für die Vorentscheidung: Nach einer zu kurz geklärten Ecke nahm er von der Strafraumgrenze Maß und traf noch leicht abgefälscht zum 4:2-Endstand. Durch den Sieg nach zwei sieglosen Partien kehren die Zebras zurück in die Erfolgsspur und springen wieder auf den Relegationsplatz. Die Saarbrücker verlieren hingegen erstmals unter der Leitung von Trainer Giannikis, haben aber weiterhin acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge und können am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Jahn Regensburg den Abstand wieder vergrößern. Vorher sind die Saarländer am Mittwoch aber noch im Landespokal in Quierschied gefordert. Der MSV spielt zeitgleich im Topspiel bei Hansa Rostock.