Nach Wolf-Rückzug: 1. FC Schweinfurt setzt auf Doppelspitze

Beim 1. FC Schweinfurt endet eine prägende Ära: Markus Wolf trat auf der Jahreshauptversammlung am Montag nach 16 Jahren nicht mehr als Vorsitzender an. Bereits zuvor hatte der 57-Jährige angekündigt, sich auch als Geschäftsführer und Sponsor zurückzuziehen. Die Mitglieder wählten eine neue Doppelspitze, wie die "Main Post" berichtet.

"Es braucht Menschenfänger"

Ab sofort stehen Dominik Groß und Benjamin Liebald an der Spitze des Vereins. Groß übernimmt künftig den sportlichen Bereich und die Organisation, Liebald kümmert sich um Finanzen und Konzepte. Beide wurden einstimmig gewählt. Zum weiteren Vorstand gehören Bernd Barget, Jens Öser und Markus Schäflein.

In seiner Abschiedsrede blickte Wolf der Zeitung zufolge auf die vergangenen Jahre zurück. Die Meistersaison 2025 bezeichnete er als "außergewöhnliches Jahr". Der Aufstieg mit einem Etat von nur 619.000 Euro zu schaffen, sei "einzigartig“ gewesen. Dem neuen Führungsteam gab er mit auf den Weg: "Es braucht Menschenfänger."

Kleiner sechsstelliger Verlust erwartet

Zugleich sprach Wolf über die wirtschaftlichen Herausforderungen in der 3. Liga. Während andere Klubs deutlich höhere Einnahmen erzielen würden, habe Schweinfurt nur einen Ertrag von 3,6 Millionen Euro erreicht. Langfristig sei Profifußball in Schweinfurt nur möglich, "wenn zusammen mit einer Betreibergesellschaft ein Stadion gebaut wird".

Die laufende Saison werde der Verein voraussichtlich mit einem Minus zwischen 100.000 und 200.000 Euro abschließen. Emotional wurde Wolf bei seinen Worten zur Trennung von Aufstiegstrainer Victor Kleinhenz. Ein früherer Schritt hätte dessen Teilnahme am Fußballlehrer-Lehrgang gefährdet. „Soll ich einem 35-jährigen Familienvater mit zwei Kindern die Zukunft versauen?“, fragte Wolf.

   

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