Nach verpasstem Aufstieg: Lok-Trainer Seitz erklärt Rücktritt

Paukenschlag bei Lok Leipzig: Einen Tag nach der 1:2-Niederlage im Aufstiegsrückspiel bei den Würzburger Kickers und dem erneut verpassten Aufstieg in die 3. Liga hat Trainer Jochen Seitz trotz eines bis 2028 laufenden Vertrags überraschend seinen Rücktritt erklärt. 

Gründe noch offen

Der 48-Jährige informierte laut den Sachsen am Vormittag zunächst die Geschäftsführung und anschließend die Mannschaft über seine Entscheidung. Nach Vereinsangaben wird Seitz vorerst keine neue Trainerstation übernehmen. Der ehemalige Profi hatte Lok Leipzig im Sommer 2024 übernommen und den Klub in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils zur Meisterschaft in der Regionalliga Nordost geführt. Dennoch reichte es jeweils nicht zum Aufstieg in die 3. Liga, weil Lok in den Aufstiegsspielen sowohl am TSV Havelse als auch an den Würzburger Kickers scheiterte.

Zu den Gründen seines Rückzugs äußerte sich Seitz zunächst nicht. Nach Angaben des Vereins will der Trainer in den kommenden Tagen über die vereinseigenen Medien ausführlicher Stellung beziehen. Für Mittwoch kündigte der 1. FC Lokomotive Leipzig zudem eine Pressekonferenz an, bei der die Verantwortlichen über die Entscheidung informieren wollen. Seitz, der erst im Februar bis 2028 verlängert hatte, wird an dieser Medienrunde nicht teilnehmen.

Punkteschnitt bei 2,11

In einer Mitteilung würdigte der Verein die Arbeit des scheidenden Trainers ausdrücklich. Seitz habe den Klub in den vergangenen beiden Jahren mit "Einsatz, Professionalität und Akribie" geprägt. Besonders hob Lok die beiden Regionalliga-Meisterschaften und den Gewinn des Sachsenpokals 2025 hervor. Darüber hinaus bedankte sich der Verein für die menschliche Art des Trainers. Seitz habe sich durch "Offenheit und Menschlichkeit" ausgezeichnet und sei für viele Ansprechpartner innerhalb des Klubs gewesen.

Insgesamt stand Seitz in 82 Partien bei Lok Leipzig an der Seitenlinie – bei 54 Siegen, 11 Unentschieden, nur 17 Niederlagen und 176:71 Toren. Das macht einen Punkteschnitt von 2,11. Wer die Nachfolge des 48-Jährigen antreten und einen erneuten Anlauf in Richtung 3. Liga künftig anleiten wird, ist bislang offen.

   

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