Nach Stiefelhagen-Aus: MSV-Vorstand tritt geschlossen zurück

Nach dem Duisburgs Vorstandsvorsitzender Christian Stiefelhagen am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt hatte, zieht sich nun auch der restliche Vorstand geschlossen zurück. Das Gremium teilte am Freitag mit, den eingeschlagenen Weg gemeinsam begonnen zu haben – und ihn nun auch gemeinsam zu beenden.

"Klarheit und Stabilität"

In der Erklärung heißt es, Stiefelhagen sei "Herz und Motor unseres Teams" gewesen und habe maßgebliche Impulse für die Entwicklung des Vereins gesetzt. Die Zusammenarbeit sei stets von Geschlossenheit und gemeinsamer Verantwortung geprägt gewesen. Mit dem Schritt wolle man "zu Klarheit und Stabilität beitragen – nicht zu weiterer Verunsicherung". Zugleich betont der Vorstand um Stiefelhagen, Dennis Baaten, Jörg Eicker, Jörg Kaiser und Georg Mewes, die Entscheidung sei vom "Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem großen Ganzen" getragen. Der erfolgreiche Weg des MSV solle "konsequent und ohne Störungen fortgeführt werden".

Bis zur Wahl eines neuen Vorstandes werde das Gremium "selbstverständlich vollumfänglich im Amt bleiben" und die Aufgaben mit derselben Sorgfalt weiterführen. Auch laufende Projekte sowie die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung würden unverändert fortgesetzt. Der Fokus liege "bis zum letzten Tag auf Stabilität, Verlässlichkeit und einer geordneten Übergabe im Sinne des Vereins".

Neuwahlen um Juni oder Juli

Zum weiteren Ablauf teilte der Klub mit, dass im Rahmen der Mitgliederversammlung am 14. April 2026 durch den Vorstandsvorsitzenden eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen wird. Dort soll insbesondere die Neuwahl des Vorstandes erfolgen. Die organisatorische Verantwortung übernimmt anschließend der Wahlausschuss. Die Neuwahl ist für Juni oder Juli vorgesehen.

Hintergrund der aktuellen Entwicklung sind seit Längerem bestehende Spannungen zwischen Vorstand und Geschäftsführung. Der Konflikt soll sich zuletzt im Zusammenhang mit der Personalie Uwe Schubert zugespitzt haben. Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums würde im Herbst in den Ruhestand gehen. Geschäftsführer Michael Preetz strebt jedoch an, den 65-Jährigen bis Ende 2027 an den Verein zu binden, um einen geregelten Übergang zu gewährleisten. Wie die "WAZ" erfahren haben will, soll diese Entscheidung durch einen Gesellschafter-Beschluss des Vorstandes jedoch blockiert worden sein.

   

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