"Müssen nach drei Minuten 3:0 führen": Hirsch "maßlos enttäuscht"

Im Heimspiel gegen den TSV Havelse hatte der MSV Duisburg drei Punkte fest eingeplant, umso größer war die Enttäuschung über das Remis, das einige Fans sogar mit Pfiffen quittierten. Trainer Dietmar Hirsch war nach dem Spiel "maßlos enttäuscht" – und das nicht nur wegen des Chancenwuchers.

Hirsch fehlt die "letzte Gier"

Nein, über fehlende Chancen konnten sich die Zebras an diesem Sonntagnachmittag wahrlich nicht beschweren. Und dennoch hatte der MSV zum Schluss sogar noch Glück, nicht einen späten Gegentreffer kassiert zu haben, der den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt hätte. Das tat bereits das 0:1 in Minute 20. Erst nach über einer Stunde gelang Duisburg über Fleckstein der Ausgleich (66.), zu mehr reichte es nicht. Sehr zum Ärger von Trainer Dietmar Hirsch, der sich am "MagentaSport"-Mikrofon "maßlos enttäuscht" zeigte: "Wir müssen schon nach drei Minuten mit 3:0 führen, machen die Tore aber nicht." In vielen Situationen fehlte dem 54-Jährigen "die letzte Gier, das Tor machen zu wollen". Eine Erklärung dafür hatte Hirsch nicht: "Keine Ahnung. Da müssen wir mal die Spieler fragen. Ich weiß es nicht."

Was Duisburgs Coach neben der fehlenden Gier ebenfalls störte, war eine "schlechte Restverteidigung", aus der auch das Gegentor resultierte. "Nachdem wir den Gegner komplett im Sack hatten, laufen wir in den Konter, liegen hinten und wissen nicht, warum." Am Ende habe sein Team gegen einen sehr tiefstehenden Gegner dann "zu viel mit der Brechstange" gewollt. "Es hat nicht sein sollen, was echt ärgerlich ist, wenn du so viele Chancen hast. Das waren ja zehn Dinger, wo Tore fallen müssen." Selbst Havelses Coach Samir Ferchichi sprach davon, dass er noch kein Team erlebt habe, "das gegen uns so stark und so wuchtig gespielt hat, gerade in den ersten 30 Minuten".

"Hätten ganz klar gewinnen müssen"

Auch Joshua Bitter, dessen Vertragsverlängerung im Vorfeld der Partie verkündet worden war, zeigte sich enttäuscht über das Remis: "Wir hätten das Spiel ganz klar gewinnen müssen und das wäre auch verdient gewesen." Trotz des verpassten Siegs würde aber gerade die Anfangsphase Mut machen, "dass wir gut spielen können und an unserem Plan festhalten. Wenn wir das in den kommenden Spielen über 90 Minuten auf den Platz bringen, dann bin ich da ganz positiv gestimmt." Mit einem Sieg gegen Havelse hätte der MSV bis auf Platz 1 springen können, nun steht der dritte Platz zu Buche – bei zwei Punkten Vorsprung auf den Vierten aus Verl. Am Mittwoch geht es für den MSV nun nach Ingolstadt, wo mit einer besseren Chancenverwertung dann wieder drei Punkte her sollen.

   

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