"Müssen langsam aufpassen": FCS rutscht immer tiefer unten rein

Nichts wurde es für den 1. FC Saarbrücken im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen mit dem erhofften Befreiungsschlag – und das trotz zweifacher Führung. Stattdessen kassierte der FCS im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel eine neuerliche Pleite, ist nun seit neun Spielen sieglos und kommt den Abstiegsplätzen immer näher. Dennoch blickten die Beteiligten zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.

"Das bringt dann alles nichts"

Als Pick in der 62. Minute zur erneuten Führung für den FCS traf, schienen die Saarländer auf dem besten Wege, den so dringend benötigten Sieg einzufahren. Doch mit zwei späten Gegentoren in den letzten sechs Minuten gaben die Blau-Schwarzen die Partie noch aus der Hand. Manuel Zeitz, der erstmals seit August wieder in der Startelf stand, sprach bei "MagentaSport" von einem Spiel, "das man nicht verlieren muss. Wir haben alles reingeworfen und hätten mehr verdient gehabt".

In der Tat präsentierten sich die Saarländer deutlich verbessert gegenüber den letzten Auftritten, vor allem in den Zweikämpfen, "aber in der Situation, in der wir uns befinden, bringt das alles nichts", machte Zeitz deutlich. Zwar habe der FCS "ein ganz ordentliches Spiel gemacht" und sich auch die größere Anzahl von Torchancen herausgespielt, dennoch seien drei Gegentore aus einer relativ geringen Anzahl von zugelassenen Chancen "einfach zu viel".

Nur noch auf Platz 15

Der FCS wiederum habe aus vielen Chancen "nicht genug Tore gemacht, um das Spiel zu gewinnen", analysierte der 35-Jährige. "Daher kann man jetzt viel darüber reden, ob die Leistung besser oder schlechter war als in der letzten Woche. Im Endeffekt stehen null Punkte da." Durch das neunte sieglose Spiel in Folge sind die Saarländer auf Platz 15 abgerutscht – bei weiterhin nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

"Wir müssen so langsam aufpassen", sprach Zeitz eine Warnung aus, blickte aber dennoch zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben: "Wenn wir die Leistung von heute häufiger auf den Platz bringen, dann gewinnt man normalerweise die Vielzahl an Spielen in der Liga. Dafür sind wir gut genug, wenn wir so einen Invest haben und so spielen, dass wir noch viele Spiele noch gewinnen." Gleichwohl macht der Verteidiger jedoch auch deutlich: "Aber wir müssen natürlich irgendwann damit anfangen."

FCS kann "viel Positives mitnehmen"

Trainer Jürgen Luginger wollte der Mannschaft indes keinen Vorwurf machen, da sie "alles reingeworfen" habe. "Wir haben Chancen gehabt, wenig zugelassen, viel Druck erzeugt und uns viele Möglichkeiten herausgespielt." Daher sei es "ganz bitter, wenn du ein gutes Spiel machst und dann mit leeren Händen dastehst." Zumal es nach Lugingers Ansicht in Minute 76 eine rote Karte gegen Mizuta hätte geben können, nachdem sich dieser mit Kamara duelliert hatte. "Es sind vier Leute auf dem Platz, und keiner sieht was. Das ist natürlich ärgerlich. Vielleicht wäre das Spiel dann anders verlaufen."

Von einem Rückschlag wollte der 57-Jährige aber nicht sprechen. Zwar seien die Punkte, "die wir eigentlich dringend benötigen", jetzt weg, dennoch könne die Mannschaft viel Positives aus dem Spiel mitnehmen und auf die Leistung aufbauen. Vor allem im Hinblick auf den Einsatz. Diesen will der FCS auch nächsten Sonntag im Derby gegen Mannheim wieder an den Tag legen und sich dann belohnen. "Wir müssen punkten, egal gegen wen", machte Luginger klar. Auch Zeitz betonte: "Wir fahren nach Mannheim, um es dort besser zu machen." Andernfalls droht der FCS noch weiter abzurutschen.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button