MSV gewinnt in Unterzahl, FCS düpiert SVM, Hansa nur Remis

Am Samstagnachmittag konnte der MSV Duisburg trotz Unterzahl und Rückstand beim SSV Jahn Regensburg noch mit 2:1 gewinnen. Da Verfolger Hansa Rostock gegen den SV Wehen Wiesbaden kurz vor Schluss den 1:1-Ausgleich kassierte, kletterte der 1. FC Saarbrücken auf den zweiten Rang. Die Saarländer bezwangen den SV Meppen deutlich mit 6:1. Der SC Verl feierte derweil seinen ersten Saisonsieg – in Mannheim hieß es 1:0. Außerdem gewann Preußen Münster mit 2:1 gegen den TSV Havelse.

Rostock 1:1 Wiesbaden: Später Nackenschlag für Hansa

Festigt Rostock seine Spitzenposition oder klettert Wiesbaden aus dem Keller? Die Kogge war zu Beginn des Spiels bestimmend und hatte nach sieben Minuten bereits die erste große Chance: Eher unfreiwillig kam Wallner aus fünf Metern an den Ball. Sein Schuss wurde von Janitzek entscheidend über das Tor abgefälscht (7.). Der Dauerdruck der Kogge ließ anschließend etwas nach, nahm aber ab der 30. Minute wieder an Fahrt auf. Dajaku zog den Ball an den ersten Pfosten, wo Voglsammer das lange Eck knapp verfehlte. Kurz vor der Pause verlängerte Wiesbadens Janitzek eine Flanke von Kopacz unfreiwillig auf den zweiten Pfosten. Dort lauerte Voglsammer, köpfte aber am Tor vorbei (44.). Auf der Gegenseite musste Unbehaun in der 44. Minute erstmals eingreifen. Hansas Torhüter wehrte einen Kopfball stark ab.

Wie die erste Halbzeit endete, begann auch die zweite – mit einer Chance für Wiesbaden. Gillekens schoss einen Freistoß auf das Torwarteck, den Unbehaun abwehrte (52.). Im Gegenzug erzielte Rostock die Führung: Dajaku flankte eine Ecke an den zweiten Pfosten, wo Wallner unbedrängt einköpfte. SVWW-Keeper Stritzel wurde zuvor clever geblockt (53.). Minutenlang wurde Wiesbaden nicht mehr gefährlich vor dem Tor – bis zur 82. Minute. Unbehaun kam nach einer Hereingabe nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Stehle war am zweiten Pfosten zur Stelle und schob ein. Rostock spielte damit erneut nicht zu Null und fiel vorerst auf den dritten Rang zurück. Wiesbaden rutschte trotz des Punktgewinns auf den letzten Platz ab.

Regensburg 1:2 Duisburg: MSV dreht in Schlussphase auf

Gelingt dem MSV der vierte Sieg im vierten Spiel? Nach dem 1:5 gegen die TSG 1899 Hoffenheim II wollte Regensburg jedoch eine Reaktion zeigen und legte gut los. Philipp hatte nach neun Minuten die beste Gelegenheit, als er aus spitzem Winkel abschloss. Braune war aber auf dem Posten (9.). Auf der Gegenseite hatte Duisburg mit seiner ersten Chance direkt die Führung auf dem Fuß. Kother eroberte zunächst den Ball und passte anschließend in den Rückraum. Viet scheiterte allerdings am stark parierenden Hermann (22.). Drei Minuten später schwächte sich der Tabellenführer selbst. Lobinger traf Strauss mit dem Ellbogen im Gesicht. Schiedsrichter Tanimoto zückte Rot (25.).

In der zweiten Halbzeit kam es für Duisburg noch schlimmer: Schönfelder hatte auf der linken Seite viel Platz. Seine Flanke fand in der Mitte den einlaufenden Hermes, der einköpfte (56.). Ging aus dem Spiel heraus wenig beim MSV, kam dieser über eine Standardsituation wieder zu einer Chance. Coskun hebelte einen Freistoß über die Mauer, Hermann machte sich jedoch lang und hielt stark (61.). Hirsch brachte zu Beginn des zweiten Durchgangs Remmert, der nach einer kurzen Eingewöhnungsphase durchstartete. In der 70. Minute scheiterte er noch hauchzart, der nächste Versuch saß: Symalla schickte die Schalker Leihgabe in den Strafraum, die aus halbrechter Position ins lange Eck traf (71.). Duisburg schnupperte nun an der Führung. Zuerst scheiterte Besuschkow per Kopf am stark parierenden Hermann. Mit der nachfolgenden Ecke fand Coskun den Kopf von Bulic, der den Ball auf den zweiten Pfosten verlängerte. Dort lauerte Fleckstein und hielt den Fuß hin (81.). Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel bleibt der MSV an der Spitze. Der SSV Jan fällt auf den 17. Platz zurück.

Meppen 1:6 Saarbrücken: FCS eiskalt und souverän

Gegen Alemannia Aachen war dem SV Meppen ein Ausrufezeichen gelungen. Im Duell mit Saarbrücken gab es jedoch eine kalte Dusche. In der 5. Minute beförderte Voet eine Ecke am kurzen Pfosten mit der Innenseite ins Tor. Während Owusu das 2:0 verpasste – er zog von der Sechzehnerlinie ab, doch Pünt wehrte ab –, ließ Meppen den Ausgleich liegen. Prasse lief nach einem Pass von Zehir auf Bignetti zu, der im Eins-gegen-eins Sieger blieb (22.). Eine richtungsweisende Rettungstat. Denn nach knapp einer halben Stunde legte Pick nach. Der frühere Lautrer startete aus abseitsverdächtiger Position. Zunächst ließ er Mißner per Haken aussteigen, dann verlud er Pünt (28.). Meppen verkürzte jedoch kurz darauf: Nach einem von Owusu verursachten Handelfmeter traf Zehir souverän (38.). Davon ließ sich Saarbrücken jedoch nicht beirren. Zunächst scheiterte Kühlwetter am stark parierenden Pünt, der das Leder an den Pfosten lenkte (40.). Vier Minuten später war Kühlwetter dann der Sieger: Da Zehir im Strafraum ins Leere grätschte, kam der 30-Jährige aus kurzer Distanz frei zum Abschluss und nagelte die Kugel unter die Latte.

Die zweite Halbzeit startete mit einem Chancen-Feuerwerk. Zunächst war Meppen dem Anschluss nahe: Domröse passte den Ball in den Rückraum, wo dieser jedoch an Freund und Feind vorbeiging (52.). Auf der Gegenseite arbeitete Kühlwetter am Doppelpack. Der Stürmer wurde von Owusu in Szene gesetzt, schoss aus 16 Metern per Vollspann aber am Tor vorbei (53.). Der Doppelpack und damit die Entscheidung fielen schließlich nach 59 Minuten. Pick tanzte zunächst Zehir auf Höhe der Grundlinie aus und legte anschließend in den Rückraum, wo Voet unbedrängt aus 15 Metern einschob. Den Schlusspunkt setzte Caliskaner, der nach Vorlage von Brünker lässig einschob (90.+3.). Durch das Remis in Rostock klettert Saarbrücken auf den zweiten Platz. Meppen ist vorerst Achter.

Mannheim 0:1 Verl: Buwe verzweifeln und verlieren

Im vergangenen Jahr lange im Aufstiegskampf, war der SC Verl nach dem großen Umbruch vor dem Spieltag noch ohne Punkt. Mannheim kontrollierte zwar die Anfangsphase, richtig gefährlich wurde es aber erst nach 18 Minuten. Ulbricht verlängerte einen Ball Richtung langes Eck, den Schlieck parieren konnte. Auf der Gegenseite versuchte es Leipold aus 18 Metern – der Schlenzer flog jedoch leicht abgefälscht knapp am Pfosten vorbei (22.). Mannheim arbeitete akribisch an der Führung, belohnte sich aber nicht. Keumos Schuss aus 20 Metern wurde unangenehm abgefälscht. Schlieck war beinahe schon auf dem Weg ins andere Eck, konnte den Ball aber noch abwehren (28.). Kurz darauf zog Gregorio einen Freistoß auf das Tor, der knapp am Tor vorbeiging (35.). Während die Buwe nicht trafen, erzielte Verl aus dem Nichts die Führung: Ein Pass auf Berner überrumpelte die Mannheimer Defensive. Der Verler legte im Strafraum auf Heike quer, der Nijhuis bezwingen konnte. Beim Pass war Berner allerdings in abseitsverdächtiger Position (44.).

Mit Wiederanpfiff spielte Mannheim auf den Ausgleich. Dafür fehlte in der 51. Minute nicht viel: Bierschenk suchte mit seiner Flanke Ulbricht am zweiten Pfosten, der den Ball um wenige Zentimeter verpasste (51.). Die Buwe verzweifelten weiterhin an Schlieck. Keumo schlug den Ball in die Mitte, wo der Keeper diesen nur unzureichend abwehren konnte. Gregorio kam aus sieben Metern frei zum Abschluss, scheiterte aber an Schlieck (58.). Auch der eingewechselte Sarenren Bazee hatte kein Glück. Sein Kopfball am zweiten Pfosten wurde von Schlieck pariert (82.). Mit dem ersten Sieg der Saison klettert Verl auf den 19. Rang. Mannheim kassierte die zweite Niederlage in Folge und fällt auf den 12. Platz.

Münster 2:1 Havelse: Tikvic-Traumtor leitet Sieg ein

Nach der 1:4-Niederlage gegen Viktoria Köln wollte Preußen Münster eine Reaktion zeigen. Doch um ein Haar hätte Havelse das Tor des Monats geschossen. Makridis passte auf Schulz, der den Ball technisch sehenswert aus der Luft pflückte, ihn um Mausehund herumlegte und auf der anderen Seite wieder erlief. Den anschließenden Schuss aus 17 Metern setzte Schulz jedoch zu hektisch und damit ungenau an, sodass die Kugel knapp am Pfosten vorbeizischte (4.). Was Schulz nicht gelang, funktionierte bei Tikvic: Der Münsteraner zog aus rund 30 Metern ab. Der Ball flog an den Innenpfosten und von dort ins Tor – unhaltbar für Schlussmann Hanin (9.). Das Traumtor gab Münster allerdings nicht die erhoffte Sicherheit. Sommer flankte an den zweiten Pfosten, wo Guiddir einlief. Trotz eines Stolperers und unter Druck kam er mit dem Kopf an den Ball, verpasste den Ausgleich aber noch (32.). Der gelang ihm dann drei Minuten später: Ein langer Schlag von Hanin landete bei Guiddir, der zunächst Paetow abschüttelte und anschließend Behrens überwand.

In der zweiten Halbzeit war Preußen Münster lange das spielbestimmende Team, hochkarätige Torchancen blieben jedoch Mangelware. Erst in der Schlussphase wurde es wieder gefährlich. Ein geklärter Kopfball landete vor den Füßen von Maier. Der zog per Dropkick ab, verfehlte das Tor aber deutlich (83.). Als es nach einer Punkteteilung aussah, kam Münster noch zum Lucky Punch. Eine Freistoß-Hereingabe setzte am Fünfmeterraum auf und kam am zweiten Pfosten an. Dort lief Zeller ein und hob den Ball per Kopf gegen die Laufrichtung von Hanin ins lange Eck. Münster klettert damit auf Rang fünf, Havelse bleibt 14.

   

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