Meier schimpft nach Pleite: "Das ist verantwortungslos"

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Die Talfahrt des KFC Uerdingen hält an: Beim 0:2 in Zwickau kassierte der ambitionierte Aufsteiger am Dienstagabend die dritte Niederlage in Folge und wartet nun seit neun Spielen auf einen Sieg. Trainer Norbert Meier war bedient, Abwehrspieler Dominic Maroh richtete die Blicke nach unten.

Kritik an den erfahrenen Spielern

Norbert Meier ist derzeit nicht zu beneiden: Anfang Februar als Nachfolger von Stefan Krämer nach Uerdingen gekommen, blieb der erfahrene Coach auch im sechsten Spiel ohne Sieg. Was Meier wie schon bei der 1:3-Pleite gegen Karlsruhe am vergangenen Freitag auf die Palme brachte, waren die individuellen Fehler der erfahrenen Spieler. Wie etwa in der fünften Minute, als Manuel Konrad einen Zweikampf mit Julius Reinhardt verlor, den Zwickauer dann am Trikot zog, ihn damit im Strafraum zu Fall brachte und einen Elfmeter verursachte, der zum frühen Gegentor führte. "Ein Déjà-vu", stellte Meier nach dem fünften Elfmeter aus den letzten sieben Spielen fest und schimpfte: "Das ist verantwortungslos." Erneut habe seine Mannschaft dem Gegner damit die Tür geöffnet. "Wenn wir solche Fehler machen, können wir keine Spiele gewinnen", wiederholte der KFC-Coach seine Aussage vom vergangenen Freitag. "Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

Neben spielerischem Unvermögen kommt derzeit auch Pech dazu, traf Osayamen Osawe in der zweiten Halbzeit doch zweimal innerhalb kürzester Zeit die Latte. Mit dem Auftritt nach Wiederanpfiff war Meier aber dennoch zufrieden: "Das war richtig gut, die zweite Halbzeit hat komplett uns gehört." Ein ausdrückliches Lob machte er Maurice Litka, Johannes Dörfler und Patrick Pflücke: "Die jungen Spieler haben wirklich Freude gemacht." Im Gegensatz zu den erfahrenen Akteuren, die eigentlich das Grundgerüst für den direkten Duchmarsch bilden sollten. Dementsprechend kündigte Meier personelle Konsequenzen an, wenngleich man schauen müsse, wer überhaupt fit sei, so der 60-Jährige. Das zweite Gegentor kurz vor Spielende fiel für den KFC-Coach derweil nicht mehr sonderlich ins Gewicht: "Da mussten wir natürlich offen machen."

Maroh lobt Reaktion der Fans

"Wir sind extrem am Boden", stellte Dominic Maroh nach Spielende am "Telekom"-Mikrofon fest und schimpfte: "Wir machen unfassbar viele individuelle Fehler." Mittlerweile könne jede Mannschaft mit einem Elfmeter gegen den KFC rechnen, so Maroh, der die Reaktion der 39 mitgereisten Fans nach Spielende lobte: "Sie haben die passenden Worte gefunden und uns aufgebaut. Die Reaktion hätte auch anders ausfallen können."

Doch wie konnte es passieren, dass Uerdingen nach der starken Hinrunde derart abstürzt? "Das Unterhaching-Spiel (0:4; Anm. d. Red.) hat uns aus der Bahn geworfen", suchte der 32-Jährige nach einer Erklärung. "Wir haben uns die gute Ausgangsposition kaputtgemacht", gab sich Maroh selbstkritisch. Nach nur zwei Punkten aus den letzten neun Spielen ist der KFC mittlerweile auf den achten Tabellenplatz abgerutscht, der Aufstiegszug ist angesichts eines Rückstands von neun Punkten auf Rang drei längst abgefahren.

"Müssen uns nach unten absichern"

Besonders alarmierend: In der Hinrunde holte der KFC aus den ersten neun Partien 16 Punkte und grüßte zwischenzeitlich von der Tabellenspitze – diese ist mittlerweile satte 16 Punkte entfernt. Die Blicke gehen daher eher in Richtung der Abstiegsplätze: "Wir müssen uns nach unten absichern", forderte Maroh. Es könne noch "ganz eklig" werden, wenn man die Fehler nicht abstelle und den Ball aus einem Meter nicht über die Linie bekomme, so der erfahrene Abwehrspieler.

"Das ist brutal hart, aber da müssen wir jetzt durch", blickte Maroh nach vorne. "Das Gute ist, dass wir in drei Tagen schon wieder spielen." Am Freitag gastiert Fortuna Köln in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. Ob die Talfahrt dann endet?

   
  • 1860er Fan aus Straubing

    Man kann unter dem Fußball, den der KFC unter Krämer gespielt hat sagen, was man will, aber dort holten sie Punkte.
    Umd letztendlich kommt es nur darauf an, da hinterher keiner mehr fragt, wie!

  • Jan Jonas

    Ich glaub Herr Meier hat eine andere zweite Halbzeit gesehen. Ja da haben sie Druck gemacht aber Zwickau eben das zweite Tor und somit gat die Halbzeit nicht dem KFC gehört – zzm Glück beweist der Söldnerhaufen das es nur mit Kohle nicht geht

    • Phillip

      Naja man musste schon froh sein, dass der Ausgleich nicht gefallen ist. Allerdings muss man auch sagen, dass wirklich nur 20 Minuten wirklich bedenklich aussahen. Ab der 75. Minute konnte man sich wieder öfters befreien und Entlastung schaffen.

      • Jan Jonas

        Gab 3 gefährliche Torschüße mehr wars nicht und da hatte Zwickau eben das Glück auf seiner Seite aber die Halbzeit hat nicht dem KFC gehört

  • Stjärna

    Ist eben nun mal eine Söldnertruppe. Viele Spieler spielen nicht für den KFC und seine Fans. Die spielen beim KFC einzig und allein für den Haufen Kohle, den der russische Investor ihnen zahlt. Ohne Leidenschaft und unbändigen Wille gewinnt man eben keine Spiele.

    Mal sehen, wie lange Herr Meier noch Trainer ist …

    • Jan Jonas

      So sieht’s aus

    • Tobi

      Wo liegen die Gründe für Meier bei diesem Verein diesen Scheißjob zu machen? Da unterscheidet er sich sicher nicht grundlegend von den Spielern .
      …. und dann seine Kommentare. … unterirdisch

  • Kunde

    Abwärts rollt die Kiste von ganz alleine. :) Hoffentlich bekommen sie noch Abstiegsdruck aber so gnädig wird der Fussballgott sicher nicht sein. War eigentlich ein Gästefanverbot in Zwickau :D

    • Doppelherz

      Schon mal in Zwigge gewesen? Da fährt doch keiner freiwillig hin, auch wenn er aus Krefeld kommt…😉

      • Tobi

        Oh das war jetzt aber hart ….

      • Doppelherz

        tschuldigung…;)

      • Jan Jonas

        Nach Krefeld fährt auch keiner freiwillig!

    • Jan Jonas

      Hat der Verein noch Fans?

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