Luka Odak: "Vom Aufstieg brauchen wir jetzt nicht mehr reden"

Nur fünf Punkte aus den vergangenen acht Partien bedeuteten für den FC Rot-Weiß Erfurt in den letzten Wochen das Abrutschen vom dritten auf den neunten Tabellenplatz. Der Abstand auf den Dritten aus Darmstadt beträgt mittlerweile neun Zähler. "Vom Aufstieg brauchen wir jetzt nicht mehr reden. Der Zug ist abgefahren", sagte Rechtsverteidiger Luka Odak gegenüber liga3-online.de. Die Bemühungen können dem Team keinesfalls abgesprochen werden, doch will in letzter Zeit nicht viel gelingen. Beim Gastspiel in Duisburg zeigte die Mannschaft die bislang beste Leistung im Jahr 2014 und konnte die Partie gegen den MSV lange offen halten.

Viel Pech gegen den MSV Duisburg

Doch zwei unglückliche Eigentore von Abwehrchef André Laurito und Stürmer Mijo Tunjic und Pech in der Offensive, als Patrick Göbel nur die Latte traf, sind sinnbildlich für die aktuelle Lage bei den Thüringern. "Der Trainer (Walter Kogler, Anm. d. Red.) meinte, dass das Spiel gut war. Er hat nur die unnötigen Fouls angesprochen, aus denen die Gegentore entstanden sind. Das müssen wir zukünftig besser machen", so Odak. Auch beim Heimspiel gegen RB Leipzig ließ die RWE-Defensive kaum Möglichkeiten zu, dennoch ging das Spiel mit 0:2 verloren. "Wir stehen defensiv eigentlich gut, haben uns aber vier der letzten fünf Tore selber reingehauen. Das ist schon bitter, das kann man sich selber auch nicht wirklich erklären", konstatierte der 24-Jährige. Es könne schon sein, dass der jungen Truppe von Rot-Weiß die Abgezocktheit fehlt, "aber wir befinden uns ja gerade im Aufbau einer Mannschaft, die in den kommenden zwei Jahren um den Aufstieg mitspielen soll", so der gebürtige Frankfurter.

Mit Möhwald und Wiegel ist das Team "breiter und qualitativ besser aufgestellt"

Der Blick richte sich nun automatisch auch gen Tabellenkeller, so der ehemalige Jugend-Spieler des FC Bayern München. Sieben Punkte sind es noch auf Tabellenplatz 18. "Deswegen müssen wir in Wiesbaden irgendwie punkten", sagte der Deutsch-Kroate und fügt an: "Beim nächsten Heimspiel erwartet uns mit Kiel wieder ein Team, das wohl stark auf die Defensive setzen wird, da haben wir unsere Probleme. Uns sind mitspielende Mannschaften lieber, die uns auch Räume bieten." Positive Nachrichten gibt es zum Glück von den seit mehreren Monaten verletzten Kevin Möhwald und Andreas Wiegel, die in absehbarer Zeit zurückkehren. "Mit ihnen sind wir wieder breiter und qualitativ besser aufgestellt", weiß Odak. Nach seinen ersten acht Monate in Erfurt zieht er dennoch ein positives Fazit: "Ich habe abgesehen von einer Gelb-Sperre immer gespielt. Für mich läuft es persönlich gut. Mit der Hinrunde und dem Tabellenplatz konnten wir auch sehr zufrieden sein. Aus dieser Ausgangslage hätte man natürlich mehr herausholen können. Aber dennoch sind wir voll im Soll."

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   

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