Lok, Fortuna und Co: So läuft der Aufstiegskampf in der Regionalliga

Nicht nur in der 3. Liga hat die heiße Phase der Saison begonnen, sondern auch in der Regionalliga. liga3-online.de zeigt, wie der Aufstiegskampf in den fünf Staffeln läuft.

Nordost: Lok vor erneuter Meisterschaft

Nachdem Lok Leipzig in der vergangenen Saison als Meister in den Aufstiegsspielen am TSV Havelse gescheitert war, werden die Sachsen nun sehr wahrscheinlich eine neue Chance erhalten, sich über zwei Entscheidungsspiele gegen den Meister der Regionalliga Bayern für die 3. Liga zu qualifizieren. Nach 26 Spieltagen liegt der amtierende Meister mit 61 Punkten an der Tabellenspitze. Der Vorsprung auf den Halleschen FC (2.) beträgt bereits acht Punkte, jedoch haben die Saalestädter keine Drittliga-Zulassung beantragt und sind damit nicht aufstiegsberechtigt.

Somit ist Rot-Weiß Erfurt auf Platz 3 der erste Verfolger der Leipziger, weist allerdings bereits einen Rückstand von elf Zählern auf. Noch weiter entfernt ist der FC Carl Zeiss Jena, dem 13 Zähler auf Lok Leipzig fehlen. Alle weiteren Vereine haben ebenso wie der HFC keine Drittliga-Zulassung beantragt und kommen für den Aufstieg somit nicht infrage.

Bayern: Haching oder Würzburg

Nach aktuellem Stand würde Lok Leipzig in den Aufstiegsspielen auf die SpVgg Unterhaching treffen, die in der Bayern-Staffel mit 52 Punkten aus 24 Partien an der Tabellenspitze steht. Der 1. FC Nürnberg II auf dem zweiten Tabellenplatz hat bei einem Spiel weniger zwar ebenfalls 52 Zähler auf dem Konto, jedoch keine Zulassung für die 3. Liga beantragt. Bei den Würzburger Kickers, die kürzlich den Trainer gewechselt haben und nun wieder auf Michael Schiele setzen, ist das dagegen der Fall. Den Unterfranken fehlen derzeit drei Zähler auf Haching.

Noch ist allerdings offen, ob die Spielvereinigung im Falle der Meisterschaft auch zu den Aufstiegsspielen antreten würde. Präsident Manfred Schwabl hatte zuletzt betont, dass die Einreichung der Lizenzunterlagen zunächst nur der formalen Absicherung diene. Sollten die vom DFB gestellten Bedingungen und Auflagen für die 3. Liga zu hoch sein, würden die Hachinger auf den Aufstieg verzichten. Dann würden die Kickers nachrücken. Auch Bayern II und Burghausen haben die Zulassung beantragt, liegen aber bereits 15 beziehungsweise 20 Punkte hinter der Tabellenspitze.

Westen: Fortuna Köln hat sich etwas abgesetzt

Gibt es in der kommenden Saison ein Kölner Derby in der 3. Liga? Während Viktoria Köln den Klassenerhalt bereits so gut wie sicher hat, schickt sich Fortuna Köln an, nach sieben Jahren in die 3. Liga zurückzukehren. Mit 57 Punkten aus 26 Spielen haben sich die Südstädter in der Regionalliga West bereits etwas von der Konkurrenz abgesetzt. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Rot-Weiß Oberhausen, zur U23 des FC Schalke 04 sind es – bei einem Spiel mehr – bereits zehn Punkte.

Die übrigen aufstiegsberechtigten Teams wie Dortmund II, Mönchengladbach II, Gütersloh und Siegen liegen bereits zu weit hinter der Fortuna zurück, um im Endspurt nochmal ranrücken zu können. Nach aktuellem Stand läuft es im Endspurt auf einen Dreikampf zwischen Fortuna Köln, Oberhausen und Schalke II hinaus.

Südwest: Freiberg und Großaspach mit Polster

Im Südwest bahnt sich dagegen ein Zweikampf zwischen der SGV Freiberg und der SG Sonnenhof Großaspach an. Während Freiberg nach 25 Spielen auf 54 Punkte kommt, steht Großaspach – als Aufsteiger – bei 52 Zählern. Mainz II (43 Punkte), der FSV Frankfurt (41), der FC 08 Homburg (39), die Stuttgarter Kickers (39) sowie Drittliga-Absteiger SV Sandhausen (39) liegen bereits deutlich dahinter.

Für Freiberg, das in der kommenden Saison ligaunabhängig in Heilbronn spielen wird, wäre es der erstmalige Sprung in den Profifußball, Großaspach würde nach sechs Jahren in die 3. Liga zurückkehren. Dort hielt sich der selbsternannte Dorfklub bereits zwischen 2014 und 2020, ehe es anschließend bis in die Oberliga runterging. Nach drei Spielzeiten in der Fünftklassigkeit winkt nun der direkte Durchmarsch in die 3. Liga.

Norden: Kehrt Meppen zurück?

Auch im Norden steht mit dem SV Meppen (62 Punkte) und der SV Drochtersen/Assel (58) ein Duo an der Spitze, allerdings ist auch der VfB Oldenburg noch im Rennen. Die Mannschaft von Trainer Dario Fossi kommt zwar nur auf 50 Zähler, hat aber noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Sollte der VfB beide Duelle gewinnen, würde sich ein Dreikampf zwischen den einzigen drei Klubs ergeben, die eine Zulassung für die 3. Liga beantragt haben.

Der SVM spielte bereits von 2017 bis 2023 in der 3. Liga, der VfB Oldenburg hielt sich nach dem Aufstieg 2022 dagegen nur ein Jahr im Profifußball. Für Drochtersen/Assel, das den VfL Osnabrück im Landespokal ausgeschaltet hatte, wäre die 3. Liga Neuland. Um das Kehdinger Stadion an die Drittliga-Anforderungen anzupassen, laufen bereits erste Arbeiten. Auch neue Tribünen sollen langfristig entstehen, übergangsweise würden mobile Tribünen aufgebaut werden.

   

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