Kellerduell zwischen Ulm und dem FCS: Was für wen spricht
Am Samstag (16:30 Uhr) kommt es zwischen dem SSV Ulm und dem 1. FC Saarbrücken zu einem echten Kellerduell. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Chancenverwertung: Genau wie der FCS haben auch die Spatzen 32 Tore erzielt – mit dem Unterschied, dass die Ulmer dafür nur 406 Torschüsse benötigt haben, während Saarbrücken 460 Mal abschloss. Die Chancenverwertung der Ulmer ist damit etwas besser und im Liga-Vergleich sogar immerhin auf Platz 11. Der FCS belegt dagegen nur Platz 16. Lediglich Regensburg, Aue, Stuttgart II und Schweinfurt weisen eine noch schwächere Chancenverwertung auf.
FCS auswärtsschwach: Zwölfmal trat der FCS in dieser Saison bislang auswärts an, nur eine Partie konnten die Blau-Schwarzen dabei gewinnen und gerade mal elf Tore erzielen. Lediglich Schweinfurt, das elf von zwölf Auswärtspartien verloren hat, erzielte noch weniger Auswärtstore als der FCS. Im Liga-Vergleich belegt der FCS mit nur acht Punkten den viertletzten Platz der Auswärtstabelle. Die Hälfte seiner Partien in der Fremde haben die Saarbrücker verloren.
Dotchevs Händchen: Obwohl Pavel Dotchev beim SSV erst seit zehn Spielen im Amt ist, erzielten die eingewechselten Spieler des Drittliga-Rekordtrainers schon drei Tore – und damit mehr, als alle von Alois Schwartz, Jürgen Luginger und Argirios Giannikis in die Partie gebrachten Akteure insgesamt (zwei Tore). Auch der Schachzug des 60-Jährigen, Abu-Bekir Ömer El-Zein im Duell mit Duisburg als falsche Neun aufzustellen, ging voll auf, erzielte der Winter-Neuzugang doch den Siegtreffer.

Rückenwind: Nach 16 langen Spielen ist sie am vergangenen Spieltag endlich gerissen, die Sieglos-Serie des 1. FC Saarbrücken. Nach dem ersten Sieg seit 148 Tagen reisen die Saarländer mit Rückenwind nach Ulm, das die letzten beiden Partien verloren hat. "Wir starten die Saison jetzt neu. Ich bin mir sicher, dass da noch mehr Potenzial drin steckt", hatte Kai Brünker am letzten Samstag gesagt. Wie viel Auftrieb der Sieg den Saarländern gegeben hat, wird sich am Samstag zeigen.
Bilanz: Nach den Daten von "transfermarkt.de" trafen beide Klubs bislang 26 Mal aufeinander. Fast die Hälfte aller Spiele konnte der FCS für sich entscheiden (12), während Ulm nur fünfmal als Sieger vom Platz ging – das letzte Mal vor fast 26 Jahren. Seitdem blieben die Saarländer zehnmal in Folge ungeschlagen und konnten acht dieser Partien sogar gewinnen. Darunter auch die letzten beiden Spiele. Das Hinspiel ging mit 3:1 an Saarbrücken.
Ulms Defensive: Schon 50 Mal schlug es in der bisherigen Saison des SSV ein, nur Havelse (52) und Schweinfurt (56) mussten noch mehr Gegentore hinnehmen. Pavel Dotchev gelang es zwar, den Gegentor-Schnitt von 2,4 in den ersten 14 Partien auf 1,7 in den zehn Spielen unter seiner Regie zu drücken, dennoch gab es in diesem Zeitraum schon dreimal mindestens drei Gegentore. Darunter zuletzt beim 1:3 gegen Aachen.