"In meiner Karriere noch nicht erlebt": Jahn-Krise spitzt sich zu
Beim VfB Stuttgart II führte Jahn Regensburg nach 33 Minuten bereits mit 3:0, verspielte den Vorsprung aber noch. Damit spitzt sich die Krise bei der seit mittlerweile sechs Partien sieglosen Jahnelf weiter zu. Der Frust war entsprechend groß.
Schon 17 Gegentore
Er warf seine Kappe auf den Rasen und konnte es kaum fassen, Jahn-Coach Sascha Hildmann, als der VfB in der 75. Minute zum 3:3 traf und die 3:0-Führung der Regensburger durch Treffer von Olivera (12.), Boujellab (22.) und Hingerl (33.) egalisierte. "Oskar (Schönfelder; d. Red.) hat seinen Gegenspieler und lässt ihn aus den Augen. Dann fällt das Gegentor", ärgerte sich Hildmann bei "MagentaSport" über die Entstehung des Gegentreffers und monierte, dass derzeit jeder Fehler in der Defensive "bitterbös bestraft" werde.
Auch die Statistik belegt das: Von den letzten zehn Torschüssen der Gegner landeten sieben auch im Kasten. "Die Gegentore fallen viel zu leicht. Wir bekommen dieses absolute Verteidigen- Wollen nicht hin", ärgerte sich Hildmann nach den Gegentoren 15 bis 17 in dieser Saison – Liga-Höchstwert! Da hilft es auch nicht, dass Regensburg bereits 13 Tore geschossen hat. "Wir gewinnen aktuell die entscheidenden Momente nicht für uns. Das bricht uns in jedem Spiel das Genick und das nervt uns alle", sagte Hildmann und sprach wenig verwunderlich von "zwei verlorenen Punkten".
"Tut einfach verdammt weh"
Auch Boujellab, der an allen drei Regensburger Treffern beteiligt war, konnte es nicht fassen: "Das habe ich in meiner Karriere so auch noch nicht erlebt. Dass wir ein 3:0 hergeben, tut einfach verdammt weh." Der Knackpunkt war aus seiner Sicht der schnelle Anschlusstreffer innerhalb von nur drei Minuten nach dem 3:0. Zudem haderte er mit der Chancenverwertung: "Wir hätten auch noch ein viertes oder fünftes Tor machen können." Doch Hader helfe in der aktuellen Situation nichts, so der 27-Jährige. "Wir wissen als Mannschaft, was für eine Qualität wir haben. Wir sind offensiv sehr stark und defensiv eigentlich auch. Wir werden da wieder rauskommen."
Mit einem Sieg, es wäre der erste seit dem 5:2 zum Auftakt gegen Tabellenführer Viktoria Köln gewesen, hätte Jahn Regensburg die Abstiegsplätze verlassen, so geht der Jahn nun als Drittletzter in die Länderspielpause, hat zumindest aber erstmal die Rote Laterne an Havelse abgegeben. Die Spielpause komme nun zum richtigen Zeitpunkt, wie Boujellab befand: "Wir müssen jetzt einfach mal abschalten, das wird uns allen sehr gut tun." In drei Wochen kommt es dann zum Kellerduell mit dem TSV Havelse, vorher wartet am 6. Oktober noch das Landespokalspiel bei Viertligist Unterhaching.