"Ich degradiere keinen Spieler, der …": Selimbegovic stärkt Schroers
Mit dem 4:1 gegen den SC Verl ist der Saisonstart von Alemannia Aachen geglückt. Im Duell mit Fortuna Köln (Samstag, 14 Uhr) will das Team von Mersad Selimbegovic nachlegen, allerdings plagen den Trainer Verletzungsprobleme. Indes stärkte er Mika Schroers den Rücken.
Schroers im Fokus
Kann Alemannia Aachen die fulminante Serie aus der Rückrunde der vergangenen Saison fortsetzen? Nach dem 1. Spieltag lautete die Antwort klar: Ja. Mit 4:1 gewann Aachen gegen den SC Verl und drehte dabei einen 0:1-Rückstand. Im Fokus: Mika Schroers. Vor dem Gegentor unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler. Diesen machte er jedoch mit der Vorlage zum 1:1 und seinem eigenen Treffer zum 2:1 wieder wett.
Immer wieder gibt es Wechselgerüchte um den Angreifer. Ob Trainer Mersad Selimbegovic deshalb über eine Auswechslung nachgedacht habe, da er vielleicht mit dem Kopf woanders ist? "Keinen Moment. Ich degradiere keinen Spieler, der letzte Saison so viel geleistet hat, nur, weil er einen Fehler gemacht hat. Das wird auch bei anderen Akteuren kein Thema sein", stellte der Trainer klar.
Gegen Köln "ein ganz anderes Spiel"
Mit dem Auftaktsieg war Selimbegovic selbstredend zufrieden, wenngleich es "auch noch sehr viele Sachen gibt, die wir besser machen müssen. Aber das ist nach dem ersten Spiel normal. Die Intensität, Leidenschaft und Energie hat gepasst und das war wichtig." Ebenso stark war die Laufleistung der Alemannia. Insgesamt 125 Kilometer spulte das Team ab. Die Benchmark für die kommenden Spiele? "Nein, es wird auch Partien geben, wo wir weniger laufen. Wichtig ist, dass wir effektive Wege machen."
Gegen Fortuna Köln am Samstag erwartet der Trainer jedenfalls "ein ganz anderes Spiel". "Ich glaube nicht, dass man da die Gelegenheit auf so viele Kilometer überhaupt bekommt. Es wird wohl so eine Begegnung, wo wir etwas mehr Ballbesitz haben werden, aber höllisch aufpassen müssen, dass wir nicht in Konter laufen."
Engpass auf den Außen: Debüt für Koscierski?
Personell muss Selimbegovic etwas improvisieren. Fabio Torsiello und Matti Wagner werden ausfallen. Das bedeutet: Auf den Außenbahnen droht ein Engpass. Für welche Lösung er sich entscheiden wird, darüber grübelt der Trainer noch. Eines ist aber klar: Lukas Scepanik wird nicht gleichzeitig links und rechts spielen können. Der Trainer scherzte: "Er hat mir geantwortet: 'Trainer, ich kann vieles, aber das nicht.'" So könnte es unter Umständen direkt zum Debüt des Neuzugangs Kacper Koscierski kommen. Festlegen darauf will sich der Trainer allerdings noch nicht.