"Hatten was gutzumachen": FCS zeigt eindrucksvolle Reaktion

Wie reagiert man auf eine 0:2-Niederlage samt schwacher Leistung? Ein 4:1-Erfolg im nächsten Spiel dürfte in der Liste an Möglichkeiten sicherlich ganz oben stehen. Entsprechend zeigte sich FCS-Coach Alois Schwartz nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Erzgebirge Aue zufrieden, wenngleich er weiterhin Verbesserungspotenzial sah.
Pick als Mann des Tages
Es war ein schwacher Auftritt, den der 1. FC Saarbrücken vor einer Woche in Osnabrück gezeigt hatte. "Wir hatten was gutzumachen und haben den Finger in die Wunde gelegt", sagte Trainer Alois Schwartz nach dem Spiel bei "MagentaSport" und sah seinen Matchplan aufgegangen: "Wir haben vieles von dem umgesetzt, was wir wollten: früh attackieren, drauf gehen, ein frühes Tor durch einen Fehler, den wir erzwingen. Dann spielt es uns in die Karten." Binnen 84 Sekunden erzielten Brünker (33.) und Pick (34.) die ersten beiden Tore, ehe in der Schlussphase ein weiterer Doppelschlag durch Pick (85.) und Elongo-Yombo (89.) folgte.
Mann des Tages war ohne Frage Florian Pick, der nicht nur zweimal selbst traf, sondern die anderen beiden Tore auch noch auflegte. Ganz bescheiden sprach der Offensivspieler anschließend von einem "gelungenen Samstag. Wir haben uns vorgenommen, vor der Länderspielpause auf jeden Fall einen Sieg einzufahren und ein anderes Gesicht zu zeigen als in den letzten Wochen. Das hat man heute gesehen". Sehenswert war vor allem der zweite Treffer von Pick, als er die komplette Auer Defensive stehen ließ. "Da ziehe ich nach innen, täusche den Schuss an, ziehe nochmal nach innen und schieben ihn rein."
Auch Kritikpunkte
Trotz seiner vier Scorerpunkte zeigte sich der 29-Jährige aber nicht rundum glücklich: "Ich bin sehr unzufrieden mit meinen ersten 15 Minuten. Das hat mich schon ein bisschen aufgeregt, weil ich mehrere Bälle verloren habe, was mich und mein Spiel eigentlich nicht widerspiegelt." Er müsse zu Beginn künftig anders auftreten, um seinen Mitspielern eine gewisse Sicherheit geben zu können, "dass sie mich anspielen können".
Auch Schwartz hatte ungeachtet des zweiten Heimsiegs in Folge Kritikpunkte zur Leistung seiner Mannschaft und merkte an, dass das dritte Tor früher hätte fallen müssen. Zudem will der 58-Jährige konstantere Leistungen sehen. "Daran müssen wir arbeiten. Denn wenn einer konstant ist in der Art und Weise und in den Ergebnissen, ist er oben dabei." Das klare Ziel: "Wir wollen über 90 Minuten und über eine ganze Saison konstant spielen." Was der FCS-Coach indes positiv hervorhob, war die Tatsache, dass seine Mannschaft den Sieg nach dem Anschlusstreffer in Minute 77 nicht "weggezittert", sondern eine Reaktion gezeigt habe. Daran wollen die Saarländer auch nach der Länderspielpause beim VfB Stuttgart II anknüpfen.