"Hat richtig Spaß gemacht": Regensburg stürmt an die Tabellenspitze

Mit einem 5:2 bei Viktoria Köln ist der SSV Jahn Regensburg vorerst an die Tabellenspitze gestürmt. Nach schwierigem Beginn begeisterten die Gäste mit attraktivem Offensivfußball und einem überragenden Lucas Hermes.

"Sehr zufrieden mit meinem Auftritt"

Am Ende des Tages freuten sich die Regensburger über einen furiosen Auswärtssieg. Aber das Spiel hätte anders verlaufen können. "Ich hatte das Gefühl, dass beide Mannschaften etwas nervös waren. Es war eine sehr hohe Fehlerquote im Aufbauspiel", sagte SSV-Trainer Sascha Hildmann bei "Magenta Sport". Nach einem verunglückten Rückpass lief der Kölner Niklas Castelle auf das leere Tor zu, vergab aber die Riesenchance. Zum Glück für den Jahn, der die Partie durch die beiden Tore von Lucas Hermes (28. und 38. Minute) auf seine Seite brachte.

"Man hofft immer, dass man super reinstartet. Als Stürmer ist es immer schön, wenn man im ersten Spiel auch trifft. Dass wir als Mannschaft fünf Tore geschossen haben, sagt dann auch schon viel aus", so der Doppeltorschütze. In der zweiten Halbzeit spielten sich die Oberpfälzer in einen Rausch und schraubten das Ergebnis in die Höhe. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auftritt und dem der Mannschaft. Wir haben das in der zweiten Halbzeit überragend durchgezogen", schwärmte Hermes über die Glanzvorstellung.

"Haben noch einige Themen"

Vorteilhaft für die Regensburger war auch die Trinkpause nach 25 Minuten, in der Trainer Hildmann nachjustieren konnte. "Wir waren in der Pause bemüht, einige Stellschrauben zu drehen, weil den Zugriff, den wir haben wollten, nicht gepackt haben. Es wurde dann besser", erklärte der 54-Jährige auf der Pressekonferenz. Das 1:0 gab seinen Schützlingen das nötige Selbstvertrauen. "Mit dem Tor sind wir viel sicherer geworden und haben viel mehr versucht, den Spielaufbau zu gestalten. Wir haben sehr kompakt verteidigt, überragende Umschaltmomente gehabt und tolle Tore gemacht. Es hat dann schon richtig Spaß gemacht in der zweiten Hälfte."

Dennoch will sich der SSV von diesem Erfolg nicht blenden lassen. "Wir haben gewonnen, das ist schön. Aber wir haben trotzdem noch einige Themen", betonte Hildmann. So musste er den gelb verwarnten Erik Majetschak schon nach 33 Minuten vom Platz nehmen. "Das war mir zu viel gefährlich, dass da noch etwas passiert. Er hat es auch völlig eingesehen." Der für ihn eingewechselte Sascha Hingerl zeigte eine gute Leistung, verletzte sich aber kurz vor Schluss. Die genaue Diagnose ist aber noch unklar. Nun geht es am Mittwoch mit dem Landespokalspiel beim TSV Seebach weiter, bevor am Sonntag das erste Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken ansteht.

   

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