Wittmanns emotionaler Abschied vom FCI: "Danke für 20 Jahre"

Fast 29 Monate war Sabrina Wittmann die Cheftrainerin des FC Ingolstadt. Doch ihre Zeit bei den Schanzern ging weit über dieses Amt hinaus, weshalb sich die 35-Jährige nach ihrem Aus am vergangenen Donnerstag mit emotionalen Worten verabschiedet.

"Dafür bin ich dankbar und auch sehr stolz"

Zwei Jahre und 145 Tage war Sabrina Wittmann als FCI-Trainerin im Amt. Damit gehörte die 35-Jährige zu den dienstältesten Coaches in der 3. Liga – und ihre Rolle als erste weibliche Cheftrainerin im Profifußball bleibt ohnehin historisch. Aber vor knapp einer Woche musste die 35-Jährige ihren Spint leeren, worauf emotionale Abschiedsworte folgten. Denn Wittmann war schon weitaus länger im Verein. "Danke, Schanzer. 20 Jahre. In denen ich meine Passion gefunden habe. In denen ich groß geworden und gewachsen bin. In denen ich viel lernen, mich entwickeln und immer wieder über mich hinauswachsen durfte", schreibt Wittmann in einem persönlichen Posting auf Instagram.

"Nicht immer einfach. Aber immer mit Stolz und Haltung", heißt es weiter. "Ich durfte Menschen begleiten, Spieler entwickeln, Beziehungen aufbauen und so viele schöne Geschichten mitschreiben. Dafür bin ich dankbar und auch sehr stolz." Den Spielern, die sie in ihrer Zeit als Trainerin begleiten durfte, dankte sie zudem für das Vertrauen und den Respekt ihr gegenüber. Und neben dem Trainerteam und Staff sowie den Fans erhielt besonders Ex-Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer eine Erwähnung – denn der 62-Jährige wagte im Mai 2024 den Schritt, indem er Wittmann zur ersten Frau in einer Hauptrolle im Männerfußball machte.

Dank an Beiersdorfer und Reichler

"Didi, danke, dass du mir diese Chance gegeben hast. Danke, dass du mich wachsen lassen hast. Du warst einer der Menschen, die an mich geglaubt haben, als es noch nicht selbstverständlich war. Du bist ein Vorbild. Mein Vorbild", erklärt Wittmann. Ein weiteres Dankeschön erhielt Co-Trainer Fabian Reichler, der weiter beim FCI verbleibt: "Mein engster Vertrauter, mein Wegbegleiter. Danke fürs Begleiten, fürs Aushalten, fürs Mitdenken, fürs Auffangen – und vor allem dafür, dass du immer da warst. Auf und neben dem Platz."

Wohin es Wittmann in Zukunft ziehen wird, ist offen. Die 35-Jährige blickte mit Stolz zurück und mit Vorfreude auf alles, was kommen wird. "Ich werde viele Menschen vermissen. Die Kabine. Die Gespräche. Die kleinen Momente, die am Ende doch die großen sind. Aber jetzt ist es Zeit, weiterzugehen", schloss die Fußballlehrerin ihren Abschied ab. Am Dienstag wird nun erstmals Achim Beierlorzer als Nachfolger das Training der Ingolstädter leiten. Der 58-Jährige kehrt sechs Jahre nach seinem letzten Job als Cheftrainer auf den Platz zurück.

   

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