Hansa lehnte wohl erneut Millionen-Angebot für Naderi ab
Sie ist in den letzten Wochen immer länger geworden, die Liste an Interessenten für Hansa-Stürmer Ryan Naderi. Auch der portugiesische Erstligist Rio Ave FC soll sich inzwischen um den 22-Jährigen bemühen und ein Millionen-Angebot abgegeben haben, das Hansa jedoch abgelehnt hat.
Wohl "deutlich" über zwei Millionen Euro geboten
Mainz, Heidenheim, Paderborn, Kaiserslautern, Dresden, Izmir, Salzburg und nun auch noch der Rio Ave FC: Zahlreiche Klubs sind an Hansa-Stürmer Ryan Naderi dran, handelten sich bislang aber allesamt einen Korb ein. Nachdem die Kogge bereits zuletzt ein Millionen-Angebot für den 22-Jährigen abgelehnt haben soll, legten die Verantwortlichen nach "transfermarkt.de"-Angaben nun offenbar auch bei einer Offerte von Rio Ave FC ihr Veto ein.
Und das, obwohl die Portugiesen demnach bereit waren, "deutlich über 2 Millionen Euro auf den Tisch zu legen", heißt es. Doch wie es scheint, liegt die Schmerzgrenze der Kogge deutlich höher. Spekuliert wird über eine Summe von rund drei Millionen Euro. Viel Geld für einen Drittliga-Spieler, sodass fraglich scheint, ob ein Klub diesen Betrag bieten wird. Dann wäre Naderi der teuerste Abgang der Vereinsgeschichte seit Victor Agali, der in der Saison 2001/02 für 5,1 Millionen zum FC Schalke gewechselt ist.
Hansa will "sportliche Ziele nicht gefährden"
Dass die Schmerzgrenze derart hoch liegt, ist kein Zufall. Schließlich will Hansa seine "sportlichen Ziele nicht gefährden", wie Sportdirektor Amir Shapourzadeh zuletzt deutlich gemacht hatte. Gemeint ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga, zu dem Naderi seinen Anteil leisten soll und der deutlich mehr Geld einbringen würde als ein Verkauf des Angreifers im Winter. Und sollte der 22-Jährige in der Rückrunde weiterhin so konstant treffen wie in seinen bisherigen Einsätzen (acht Tore in 16 Spielen), dürfte er im Sommer noch deutlich mehr wert sein.
Wie wertvoll Naderi ist, stellte er erst am vergangenen Samstag wieder unter Beweis, als der Stürmer in letzter Sekunde das Siegtor gegen Erzgebirge Aue geschossen hat. "Man sieht, wie wichtig er für uns ist, und deshalb wird er auch im Winter nicht nach Paderborn oder wohin auch immer wechseln", so die klare Ansage von Shapourzadeh, der allerdings auch betont hatte: "Unverkäuflich ist niemand."