"Habe ich mir fotografiert": Aues große Geste für Dotchev

Kollektives Aufatmen beim SSV Ulm: Nach zuvor zehn Niederlagen aus elf Partien gelang im Kellerduell bei Erzgebirge Aue der so dringend benötigte Sieg, durch den die Spatzen bis auf drei Zähler an die Veilchen herangerückt sind. Trainer Pavel Dotchev wurde bei seinem Ex-Verein indes mit einer großen Geste empfangen, was diesen sichtlich berührte.

Initialien in der Coaching-Zone

Über 170 Mal saß Dotchev in drei Amtszeiten beim FC Erzgebirge Aue auf der Bank. Damit er bei der Rückkehr nicht aus Gewohnheit auf dem falschen Trainerstuhl am Spielfeldrand Platz nimmt, markierte der Platzwart die Coachingzone der Gäste mit den Initialien des Deutsch-Bulgaren. Eine große Geste, über die sich Dotchev sichtlich freute: "Das habe ich mir fotografiert. Ich finde das sehr, sehr cool von den Jungs, die immer wieder super Arbeit machen", zeigte er sich im "MagentaSport"-Interview gerührt. "Es ist sehr lieb und es freut mich sehr."

Von den Fans wurde er vor Spielbeginn zudem mit Sprechchören empfangen, auch sonst musste der 60-Jährige immer wieder Hände schütteln. Und mit dem so wichtigen Sieg seiner Mannschaft war es ein rundum gelungener Tag für Dotchev, der sich nach der Partie aber froh zeigte, "dass es vorbei ist. Das habe ich morgens schon gesagt. Zum Glück ging es so positiv für uns aus. Ich freue mich sehr – für mich, für die Jungs und für den Verein. Das ist ein tolles Gefühl!"

"Kompliment an die ganze Mannschaft"

Nachdem seine Mannschaft zunächst "wenig Zugriff und kaum Entlastung" bekam, "haben wir ab der 35. Minute versucht umzustellen. Aber das ist bei der Mannschaft nicht ganz angekommen." Erst in der Pause habe er seinen Plan auf der Taktiktafel richtig erklären können. "Danach war es ein ganz anderes Spiel, und wir haben verdient gewonnen. Wir haben das dann richtig gut gemacht und sogar ein paar Tore liegen lassen." Binnen sechs Minuten schlugen die Spatzen über Seegert (48.) und den Ex-Auer Pepic (54.) zweimal zu. Kurz danach war Ulm nach der roten Karte gegen Malone (64.) in Überzahl, ehe Löder in der 90. Minute noch das 3:0 nachlegte.

"Kompliment an die ganze Mannschaft, wir haben super verteidigt, zu null gespielt und drei Tore gemacht, das müssen wir in die anderen Spiele mitnehmen", hielt Pepic fest. Durch den wichtigen Sieg im direkten Duell ist der SSV nicht nur wieder an Havelse vorbeigezogen, sondern konnte auch den Rückstand zum rettenden Ufer auf vier Zähler verkürzen. Bis Aue sind es sogar nur noch drei Punkte. Als Belohnung gab Dotchev seiner Mannschaft bis Dienstagnachmittag frei. "Sie hat so lange gelitten und oft die Fresse bekommen. Wir müssen den Moment genießen und Kraft tanken." Diese werden die Spatzen auch benötigen, wartet nun doch Tabellenführer MSV Duisburg auf die Spatzen. Für Dotchev ein weiteres Spiel gegen einen Ex-Verein.

 

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button