Giannikis warnt nach langer Pause: "Karten werden neu gemischt"

Vier Siege, ein Unentschieden – der Saisonstart verlief für den 1. FC Saarbrücken nach dem großen Umbruch durchaus erfolgreich, was sich in Platz 4 in der Tabelle zeigt. Wie kommen die Saarländer nach der XXL-Länderspielpause aus den Startlöchern? Cheftrainer Argirios Giannikis ließ vor der Partie gegen Fortuna Köln (Samstag, 14 Uhr) Vorsicht walten, denn eine größere Pause mitten im Wettbewerb hat es noch nicht gegeben.

"Das ist natürlich etwas Neues"

Seit 19 Tagen ruht der Ball beim 1. FC Saarbrücken. Abgesehen natürlich von Trainingseinheiten und Testspielen, aber eben nicht im Wettbewerb. Eine längere Länderspielpause, wie sie jetzt hinter den Drittligisten liegt, gab es noch nie. "Während der Runde so einen größeren Break zu haben, ist natürlich etwas Neues. Da müssen wir dann schauen, wie man da herauskommt, besonders, weil es gleich in die Englische Woche hineingeht", fasste FCS-Coach Argirios Giannikis nach dreiwöchiger Abwesenheit im Ligabetrieb bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag zusammen. "Ich glaube, die Karten werden ein bisschen neu gemischt werden nach der großen Pause."

Für die Saarländer geht es mit einem Auswärtsspiel bei Fortuna Köln weiter. Angesichts des Saisonstarts, der für den FCS trotz großem Personalumbruch erfolgreich verlief, wird die Partie in der Südstadt kein Selbstläufer. "Sie haben bislang auch nur zwei Niederlagen", verwies Giannikis darauf, dass Fortuna Köln in der Statistik gar nicht allzu weit weg von Saarbrücken steht. "Dementsprechend sind wir natürlich maximal fokussiert. Für uns galt es außerdem, Spieler wieder frischer zu bekommen, die vorher viel gespielt haben und Spieler näher heranzuführen." Entsprechend wird der FCS mit einem nahezu vollen Kader antreten, abgesehen von Abdenego Nankishi (Syndesmosebandriss).

"Wir werden andere Sachen vorfinden"

Kann Saarbrücken den Aufschwung der letzten Wochen dann fortsetzen? "Zunächst einmal möchte ich schauen, dass wir weiter mit Demut in die nächste Saisonphase gehen. Und mit den Erkenntnissen, die wir aus den bisherigen Spielen gesammelt haben", erklärte Giannikis. Der Saisonstart ließ sich sehen, aber die Mannschaft sei nach wie vor in einem Umbruch und einer Entwicklungsphase, in der vor allem eines gebraucht wird: Stabilität. Und genau dieser Punkt wird ein Stück weit zum ungewissen Faktor nach der langen Unterbrechung. Giannikis ist sich sicher: "Wir werden andere Sachen vorfinden wie vor der Pause und die gilt es dann anzunehmen."

Wohin der Weg dann im weiteren Saisonverlauf führen wird, bleibt offen. Klar ist, dass der Start den Saarländern Mut für mehr gemacht haben wird. "Was wir uns als Ziele gesetzt haben, wird intern bleiben", ließ sich Giannikis dabei auch nicht in die Karten gucken. "Wir maßen uns das gar nicht an, irgendwelche großen Ziele vorzugeben. Im Endeffekt müssen wir jetzt erst einmal die Herausforderung in Köln bewältigen, das ist das erste Ziel. Nach dem Spiel werden wir dann weiter nach vorne gucken, und werden dann eine Richtung für das nächste Spiel vorgeben."

   

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