"Gänsehaut, als ich rausgekommen bin": Waldhof feiert Traumauftakt

Mit dem Heimsieg gegen Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hat der SV Waldhof Mannheim direkt zu Saisonbeginn ein kleines Ausrufezeichen gesetzt, will aber dennoch auf dem Boden bleiben. Umso schwärmten die Beteiligten von der Atmosphäre im Stadion.

"Das getan, wovon ich geträumt habe"

Laut war es, sehr laut sogar, als die Mannschaft nach Spielende vor die Fankurve kam und sich feiern ließ. Schon während der 90 Minuten zuvor herrschte im Carl-Benz-Stadion eine fantastische Atmosphäre, die auch Kapitän Lukas Klünter ins Schwärmen brachte. "Ich hatte Gänsehaut, als ich rausgekommen bin", gab er bei "MagentaSport" zu Protokoll. Während der Verteidiger die Lautstärke bereits aus der vergangenen Saison kannte, war es für Trainer Rui Mota ein neues Gefühl.

"Ich möchte unseren Fans danken, denn sie haben genau das getan, wovon ich geträumt habe: dass wir einen zwölften Mann hinter uns haben", sagte der Portugiese. "Sie haben uns angefeuert, das hat uns viel Energie gegeben." Die Kulisse im Stadion sei auch ein Grund gewesen, warum er nach Mannheim gekommen sei. "Ich bin komplett leidenschaftlich beim Fußball. Und ich weiß, dass es im deutschen Fußball genauso ist. Das ist meine Identität. Ich weiß, dass vor allem die Fans hier in Mannheim eine großartige Unterstützung sind. Das ist etwas, worüber ich sehr glücklich bin."

"Erster guter Schritt"

Sehr glücklich zeigte sich Mota, der Noah Sarenren Bazee überraschend nicht für den Kader nominiert hatte und Claudio Kammerknecht nur auf der Bank ließ, auch über den Auftritt seiner Mannschaft. "Das Wichtigste ist, das erste Spiel zu gewinnen." Der 47-Jährige sprach von einer "intensiven" Partie und betonte, dass es "sehr gut" getan habe, das 1:0 nach einem Traumtor von Thill aus fast 30 Metern in Minute 18 mit in die Kabine zu nehmen. "Wir haben uns in der Pause vorgenommen, schnell das 2:0 nachzulegen, was uns dann auch gelungen ist. Düsseldorf hat dann mehr Druck entfacht. Es wurde dann etwas chaotischer und es haben sich mehr Räume ergeben. Wir sind sehr glücklich, dass wir den Sieg einfahren konnten.“

Überbewerten wollte Klünter diesen aber nicht, zumal der 30-Jährige Glück hatte, nicht bereits nach vier Minuten wegen einer Notbremse gegen Düsseldorfs Schleusener vom Platz geflogen zu sein. Der Verteidiger sprach von einem "ersten guten Schritt", der aber noch nicht allzu aussagekräftig sei. Insgesamt gehe es in dieser Saison darum, nochmal einen Schritt nach vorne zu machen. Am kommenden Sonntag wartet mit dem F.C. Hansa Rostock direkt der nächste Topgegner, ehe es zum mit Spannung erwarteten Pokal-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern kommen wird. "Da wird die Bude brennen. Nicht nur auf den Rängen, sondern auch auf dem Platz", blickte Klünter voraus.

 

   

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