"Fühlt sich noch nicht so an": Koschinat trifft auf Ex-Klub
Rot-Weiss Essen blickt auf sieben Spiele in Serie ohne Niederlage zurück. Allerdings gab es beim jüngsten 3:3-Remis in Münster den einen oder anderen Rückschlag in der Defensive. Anders soll das wieder gegen Fortuna Köln aussehen – dem Ex-Klub von Cheftrainer Uwe Koschinat. Am Dienstag (19 Uhr) trifft RWE auf die beste Abwehr der Liga.
RWE muss Hoffmann ersetzen
Uwe Koschinat stand 298 Mal an der Seitenlinie von Fortuna Köln. Das Spiel in der Englischen Woche hält für den RWE-Coach eine besondere Verbindung parat, aber die Emotionalität bleibt angesichts des Programmplans auf der Strecke. "Das war mein erster Klub, den ich als Cheftrainer betreuen durfte. Ich wurde auch schon häufiger gefragt, ob das ein besonderes Spiel für mich wird. Aktuell fühlt es sich aber noch nicht so an", gab Koschinat auch auf der Spieltags-Pressekonferenz am Montag an. Die enge Taktung des Spielplans sowie die Aufarbeitung der letzten Partie waren ausschlaggebend. Die Dramaturgie und die Inhalte des 3:3-Unentschiedens am Freitag steckten RWE noch in den Köpfen.
Auf der einen Seite wolle Koschinat die "richtigen Rückschlüsse aus den letzten Wochen" ziehen. Dann wird natürlich auch noch Fortuna Köln eine Rolle spielen. "Sie haben gezeigt, dass sie wirklich zu 100 Prozent in der 3. liga angekommen sind. Das sagen ja alleine schon die Zahlen, dass sie sehr, sehr stabil sind und kaum etwas zulassen. Sie verteidigen in dieser Liga herausragend", fand Koschinat. In der Tat stellen die Südstädter mit acht Gegentoren aus acht Spielen die beste Defensive der Liga. RWE, auf Platz 3 stehend, kassierte bislang schon zwölf Gegentore. Zuletzt eben jene drei Buden gegen die Adlerträger, was Koschinat nun zusätzlich durch eine Gelbsperre von Außenverteidiger Jannik Hofmann aufarbeiten muss.
"Ganz, ganz viel Vorfreude auf diesen Oktober"
Darüber hinaus wird der schmale Kader der Essener so zusammenbleiben, wie er es auch schon zu Beginn der Englischen Woche war. Ein Umstand, den Koschinat positiv bewertete. "Ich bin der Meinung, dass wir insgesamt allen Grund dazu haben, sehr, sehr selbstbewusst in die nächste Partie zu gehen, weil wir an der Hafenstraße in diesem Jahr wirklich starke Leistungen gezeigt haben. In Verbindung mit unserem Publikum sind wir in der Lage, den Gegner wirklich hinten hinein zu drängen, ihnen große Probleme zu bereiten und darüber hinaus sind wir schon seit längerer Zeit ungeschlagen. Deswegen blicken wir mit ganz, ganz viel Vorfreude auf diesen Oktober", appellierte Koschinat an das Selbstverständnis seiner Mannschaft, das sie im Heimspiel wieder zeigen soll.
Ob es dann am Ende doch noch etwas besonderes wird, gegen den Ex-Klub zu spielen? "Vielleicht wäre das etwas ganz anderes, wenn das Spiel im Südstadion stattfinden würde", räumte Koschinat ein, der jedoch gleichzeitig auch betonte: "Mittlerweile bin ich durch und durch Essener, sodass ich alles für den Erfolg von RWE tun werde." Und das, obwohl sogar Sohn Jan-Ole Koschinat mit von der Partie sein dürfte, denn der 24-jährige Spross von Uwe Koschinat ist bereits seit mehreren Jahren als Nachwuchstrainer bei Fortuna Köln tätig. Dem Ort, wo auch des Vaters Karriere startete und nun mit dem Heimspiel gegen den Ex-Klub ein weiteres Highlight hinzugefügt wird.