Finanzprobleme und Millionen-Verluste! Eine Liga zittert

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© imago/Hessland

Immer wieder machten zuletzt Berichte über die Finanzprobleme vieler Drittligisten die Runde. Carl Zeiss Jena und Hansa Rostock konnte ein Millionen-Minus jeweils nur verhindern, weil Investoren auf Forderungen verzichteten, der SC Paderborn verbucht für die Spielzeit 2016/17 ein sattes Minus in Höhe von 3,5 Millionen Euro und Erfurt droht die Insolvenz. Doch nicht nur hier ist das Geld knapp, auch Chemnitz oder Halle müssen zittern, während etwa Magdeburg gut aufgestellt ist. Ein Überblick. 

SC Paderborn: Schuldenberg wächst rasant

Obwohl es sportlich kaum besser für den SC Paderborn laufen könnte, hat man im Lager der Ostwestfalen durchaus Sorgen. Und die sind wirtschaftlicher Natur: Wie der Verein am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung bekanntgab, schloss der SCP das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Fehlbetrag von 3,52 Millionen Euro ab. Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass Paderborn in einem Jahr, in dem man zuerst aus der 2. und dann beinahe auch noch aus der 3. Liga abstieg, und dabei ebenso unansehnlichen wie erfolglosen Fußball spielte, rote Zahlen schrieb. Bloß kann sich der Verein genau die eigentlich gar nicht leisten: Aktuell drücken die Blau-Schwarzen etwa 3,3 Millionen Euro Schulden. Und die werden trotz des Einzugs ins Viertelfinale des DFB-Pokals und den damit verbundenen Mehreinnahmen von über 2,4 Millionen Euro nicht abgebaut, stattdessen ist für die aktuelle Saison ein weiteres Minus in Höhe von knapp drei Millionen zu erwarten. Das negative Vereinskapital dürfte den Planungen zufolge auf über sechs Millionen ansteigen.

Es ist eine saftige Hypothek, die den Verein schon fast zum Aufstieg verdammt.

Hallescher FC: Eine "brisante Situation"

Auch der Hallesche FC hat erhebliche finanzielle Probleme. Rund 1,4 Millionen Euro muss der HFC in den nächsten Wochen auftreiben, um die Lizenz für die Spielzeit 2018/19 beantragen zu können. Davon hatte zuerst die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet. "Da Ende Februar der Lizenzantrag eingereicht werden muss, muss man die Situation ernst nehmen", sagte Präsident Michael Schädlich der Zeitung und betonte: "Unsere wirtschaftliche Situation ist zweifellos brisant". Die Gründe für die finanzielle Schieflage sind vielfältig, vor allem der geringe Zuschauerzuspruch und zurückgehende Einnahmen durch die Vermarktung sorgen dafür, dass auch Schädlich zugeben musste, in seiner beinahe 16-jährigen Amtszeit habe noch nie mit einer solch großen Liquiditätslücke zu kämpfen gehabt. "Sie ist größer als sonst. Sonst hätte ich im Verwaltungsrat auch nicht darauf hingewiesen."

Und als wären das nicht der Sorgen genug, muss Halle auch sportlich um das Ticket für die 3. Liga bangen. Kleiner würden die Probleme des HFC aber auch eine Klasse tiefer kaum.

Karlsruher SC: Minus größer als erwartet

Auch der Karlsruher SC hatte schon bessere Zeiten. Bereits im Sommer war klar, dass der unerwartete Abstieg aus der 2. Liga den Karlsruher SC vor erhebliche finanzielle Probleme stellen würde, die nun offenbar noch größer sind als zunächst kalkuliert. Wie das Portal "abseits-ka.de" vor einigen Tagen berichtete, hatte man vor der Saison mit einem Minus von rund 1,8 Millionen Euro geplant, allerdings beträgt das Defizit bereits jetzt gut 3 Millionen Euro. Eine weitere Spielzeit in der 3. Liga könnte sich Karlsruhe nur mit viel Mühe und erheblichen Einsparungen leisten. In diesem Fall würde sich der Verein von seiner zweiten Mannschaft verabschieden.

Die angestrebte Rückkehr in die 2. Bundesliga würde unter diesen Voraussetzungen natürlich nicht leichter. Insofern wird man sich beim KSC nicht nur um die finanzielle Schieflage, sondern auch um die Mission sofortiger Wiederaufstieg kümmern.

Preußen Münster: 500.000 Euro fehlen

Etwas anders gelagert ist der Fall Preußen Münster. Auch die Adlerträger haben finanzielle Probleme, bei ihnen geht es aber zunächst einmal um die laufende Spielzeit. Noch eine Woche bleibt Münster Zeit, um die fehlenden 500.000 Euro für die Nachlizenzierung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufzutreiben. Gelingt das nicht, droht ein Punktabzug – und den kann der Tabellensiebzehnte überhaupt nicht gebrauchen. Aufsichtsratschef Frank Westermann sagte im Gespräch mit den "Westfälischen Nachrichten", er sei optimistisch, dass man die Frist einhalten könne: "Dazu werden wir eine Lösung bis zum 23. Januar finden."

So viel zu den kurzfristigen Finanzproblemen der Preußen, die langfristigen (3,1 Millionen Euro Schulden) glaubt der Verein durch eine Ausgliederung der Profimannschaft in eine Kapitalgesellschaft, die von den Mitgliedern bereits beschlossen wurde, lösen zu können.

FC Rot-Weiß Erfurt: Insolvenz droht

In Erfurt kämpft man dieser Tage um das Überleben von Rot-Weiß. Denn zu der sportlichen Schieflage des Tabellenletzten, kommt eine erhebliche finanzielle: Am 23. Januar endet die Frist zur Erfüllung aller Forderungen zur Nachlizenzierung, im Falle von RWE bedeutet das: 1,6 Millionen Euro auftreiben. Weil die Stadt nicht einspringen und noch einmal Geld nachschießen wird, muss Erfurt weiter hoffen.

Sollte RWE die Summe nicht vollständig aufbringen können, droht ein Abzug von bis zur vier Punkten. Beim Blick auf die Tabelle wird klar, dass bei diesem Szenario der Klassenerhalt endgültig in weite Ferne rücken würde. Zudem droht nach wie vor die Insolvenz. Nach Informationen von liga3-online.de glauben immer mehr Angestellte des Vereins, dass dieser Schritt und der damit einhergehende Abzug von neun Punkten nicht zu verhindern ist.

VfL Osnabrück: Millionen-Verlust

Seit nunmehr sieben Jahren spielt der VfL Osnabrück um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, fast ebenso lange haben die Lila-Weißen auch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. So wurde die Saison 2016/17 mit einem deutlichen Minus in Höhe von 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. Geschäftsführer Jürgen Wehlend sprach diesbezüglich von einem "desaströsen Ergebnis". Es sei ein Rückschlag, "wie wir ihn noch nie hatten", sagte Wehlend. Vor allem die deutlich unter den Erwartungen gebliebenen Sponsoring-Einnahmen in Höhe von über 500.000 Euro sind maßgeblich für das Millionen-Minus verantwortlich. Aber auch bei den Zuschauereinnahmen lag der VfL aufgrund der enttäuschenden Rückrunde fast eine halbe Million Euro unter der Kalkulation.

Weil der VfL im Sommer aber Kwasi Okyere Wriedt (500.000 Euro) und Nazim Sangaré (250.000 Euro) gewinnbringend verkaufen konnte, erwarten die Niedersachsen für die laufende Saison einen Gewinn von rund 330.000 Euro.

FC Carl Zeiss Jena: Vom Investor abhängig

Ob sich das in Teilen angespannte Verhältnis der Carl Zeiss-Anhänger zu Jenas Investor Roland Duchatelet in den letzten Wochen verändert hat, ist nicht überliefert. Doch den meisten wird nicht entgangen sein, dass ihr Verein Ende November verkündet hatte, das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Gewinn von 538.000 Euro abzuschließen. Das aber war nur möglich, weil der Belgier Duchatelet vorerst auf ein Darlehen von zwei Millionen Euro verzichtet hatte. Sonst stünde nach Adam Ries ein Minus von gut 1,4 Millionen Euro in der Bilanz.

Geschenkt bekommt Carl Zeiss das Geld aber nicht, sobald nachhaltig Gewinne erwirtschaftet und zudem ein Bilanzgewinn von zwei Millionen Euro ausgewiesen werden kann, erhält Duchatelet sein Geld zurück. Für die laufende Saison rechnen die Thüringer jedoch ebenfalls mit einem Minus von rund 760.000 Euro, erst ab der Saison 2019/20 will Carl Zeiss Jena einen ausgeglichenen Haushalt auf die Beine stellen.

F.C. Hansa Rostock: Millionen-Gewinn dank Investor

Auch der F.C. Hansa Rostock ist mit Rolf Elgeti von einem Investor abhängig. Seinem Forderungsverzicht in Höhe von 8,5 Millionen Euro war es zu verdanken, dass Hansa die vergangene Saison mit einem deutlichen Überschuss von 4,8 Millionen Euro abschließen konnte. Der Verein selbst kam auf ein Plus von rund 96.000 Euro und erhöhte damit das Eigenkapital zum 30.06.2017 auf 1,3 Millionen Euro – der höchste Wert seit dem Abstieg in die 3. Liga. Doch für den Traditionsverein ist klar: "In der 3. Liga ist es nicht möglich, Gewinne einzufahren. Die Zukunft von Hansa Rostock kann nicht in der 3. Liga sein", so Vorstandschef Robert Marien. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga sei alternativlos.

Chemnitzer FC: Aufsichtsratschef zahlt Trainer-Gehalt

Der Chemnitzer FC verkündete Ende des vergangenen Jahres bei der denkwürdigen Mitgliederversammlung stolz einen Gewinn in Höhe von 184.000 Euro, der aber nur möglich wurde, weil die Stadt den CFC vorher kräftig bezuschusst hatte und der Verein zudem von einem Kredit in Millionenhöhe profitierte. Trotzdem sieht es finanziell nicht rosig aus für die Sachsen: Eventuell wird nun der sportlichen Lage Rechnung getragen und personell noch einmal nachgelegt. Das kostet natürlich Geld, das in Chemnitz nicht erst seit der Freistellung von Trainer Horst Steffen knapp ist, zumal Steffen weiterhin auf der Gehaltsliste steht. Das Gehalt von Trainer David Bergner übernimmt Aufsichtsratschef Uwe Bauch.

Gelingt der Klassenerhalt, werden sich die Himmelblauen im Hinblick auf die Zulassung erneut strecken müssen.

SV Meppen: Schuldenfrei

Es gibt aber auch Positiv-Beispiele, die zeigen, dass man in der 3. Liga durchaus schuldenfrei bleiben oder sogar Gewinne erzielen kann. Der Aufsteiger SV Meppen etwa verkündete kürzlich stolz einen Überschuss in Höhe von 118.000 Euro für das Geschäftsjahr 2016/17. Doch damit nicht genug: Erstmals seit vielen Jahren schreibt der Klub aus dem Emsland wieder schwarze Zahlen. "Der Verein ist schuldenfrei", sagte Finanzvorstand Stefan Gette auf der Jahreshauptversammlung im November.

1.FC Magdeburg: 1,2 Millionen Euro auf der hohen Kante

Noch einen drauf setzt der 1. FC Magdeburg. Der Tabellenführer verbuchte nach Angaben der "Volksstimme" in der Saison 2016/17 einen Gewinn von knapp 550.000 Euro. Dadurch stieg das Eigenkapital des Vereins auf 1,2 Millionen Euro, Tendenz steigend. Denn die guten Leistungen in dieser Saison dürften dem FCM in den Bereichen Ticketing und Vermarktung weiter gute Zahlen bescheren. "Es ist gut zu wissen, dass man auch in der 3. Liga wirtschaftlich und sportlich zugleich arbeiten kann", sagte Kallnik der Zeitung. Und doch wird er nichts dagegen einzuwenden haben, sollte Magdeburg am Ende dieser Saison den Aufstieg in die zweite Liga schaffen.

Fazit: Lage ist angespannt

Es zeigt sich also: Bis auf einige wenige Ausnahmen haben viele Drittligisten mit finanziellen Problemen zu kämpfen und müssen um die Lizenz zittern. Schon in der letzten Saison meldeten mit Aalen und Frankfurt gleich zwei Vereine Insolvenz an – so viele wie in den vorherigen acht Drittliga-Spielzeiten zusammen. Und auch in der laufenden Saison droht einigen Vereinen – insbesondere Erfurt – die Zahlungsunfähigkeit. Es deutet sich ein riskanter Ritt auf der Rasierklinge an – wieder einmal. Sicher scheint bereits: Viele Drittliga-Vereine werden im weiteren Verlauf der Spielzeit nicht nur sportliche Schlagzeilen produzieren.

   
  • cuauthemoc

    Zur Wahrheit gehört jedoch auch, das der 1.FC Magdeburg 2002 die Lizenz für die Regionalliga entzogen bekam und der Zwangsabstieg in die damals viertklassige Oberliga Nordost erfolgte. Die zweite Mannschaft wurde hochgezogen in die Oberliga und sollte die Klasse halten. Da war wohl als einziger aus dem RL-Team ein Kallnik beim Verein geblieben als Spieler. Nach Abschluß der Insolvenz war der FCM schuldenfrei und konnte sich dann neu aufbauen über die Jahre. Also von Abtrag der Schulden in niederen Spielklassen kann eher nicht die Rede sein. Und 2012 wäre der FCM rein sportlich abgestiegen – gerettet hat die RL-Reform, wodurch es keine Absteiger gab. Das wäre wahrscheinlich der Genickbruch auf Jahre gewesen, wenn man im neuen Stadion wieder in die Oberliga gemusst hätte. Ein richtiger sportlicher Aufschwung verbunden mit wirtschaftlicher Entwicklung sehe ich in Magdeburg eigentlich erst seit 2014 – als Härtel als Trainer anfing und es in Liga 3 ging. Da hat man mit dem Aufstieg schon was geweckt, was Jahrzehnte nach den Goldenen Zeiten der 70er verschüttet war. Dort hat der FCM natürlich vieles richtig gemacht mMn – sportlich wie wirtschaftlich das Ganze gut miteinander verzahnt und sich entwickelt. Da hat man gegenüber langjährigen Drittligisten sich einiges erarbeitet. Generell hat jedoch die Liga ein strukturelles Problem – welches der DFB nicht erkennt bzw nicht erkennen will. Wenn von 20 Mannschaften zb in der Spielzeit 2015/2016 – abzüglich der Zweitvertretungen – gerade mal 4 !!! Vereine positive Zahlen melden, hat das auch was mit Problemen der Liga zu tun – die auch der DFB zu verantworten hat. Und diese 4 Vereine waren diejenigen, die zu dem Zeitpunkt nicht länger als 3 Jahre in der Liga waren. Sicher haben manche Vereine auch fehlerhafte Entscheidungen getroffen. Keine Frage. Insgesamt sehe ich jedoch eine Wechselwirkung – wenn nur ein Verein derzeit gute Zahlen hinbekommt wie der FCM und die anderen nicht (Meppen lassen wir mal außen vor) – hat das viele Ursachen.

  • Tony Thamm

    ich versteh nich warum vereine, die es sich nich leistn könn sich ihre kader soviel kostn lassn. dann hab ich halt 20 regionalligaspieler und steig ab.so what?! und kalkuliert wird immer mit dem schlimmstn realistischn Szenario. wenns dann mal rote zahlen gibt, wird im nächstn jahr noch knauseriger mit der kohle umgegangn. fertig! wer Geld ausgibt, dass er nich rechtzeitig zurückzahln kann gehört in die wüste geschickt und nich noch zwangsunterstützt von bund oda land oda pipapo. auch darlehensverzicht von Sponsoren,wie es bei hansa das ganze verschönt is doch auf dauer müll.

  • Fat Tony

    Die 3. Liga ist das Bindeglied zwischen Regional-Liga und der 2. Liga. Hier prallen Welten aufeinander und Vereine müssen innerhalb weniger Wochen sich komplett anders aufstellen, um eine Lizenz zu bekommen. Während einer Saison passieren oft auch viele Sachen, die man nicht einkalkuliert hat bzw. gehofft hat, dass sie nicht eintreten. Ich erinnere mich noch an die lobenden Artikel für das solide Wirtschaften des HFC. Eine Saison ohne DFB-Pokal, Sponsoren die ihren Zahlungen nicht nachkommen, ein Sportdirektor der sich seinen Wechsel nach China auch noch vom Verein bezahlen lässt…. und auf einmal sieht die Bilanz nicht mehr so rosig aus. Kein Grund hier immer gleich vom guten oder schlechten Management zu reden, ohne wirklich zu wissen, was tatsächlich in den Vereinen geleistet wird.
    Der Artikel soll aufzeigen, dass es erstaunlich viele Vereine (auch die ohne Schulden) sehr schwer in der Dritten Liga haben.

  • Karl Murx

    Der DFB wird mit seiner "Sympathie" für sein Premiumprodukt 3. Liga, seiner Inkompetenz, die Vereine entsprechend auch finanziell zu unterstützen (lächerliche TV-Gelder und erst ab nächster Saison nach 11 Jahren ein Liga-Sponsor) und seinen harten Lizenz-Kriterien diese Liga und damit viele Traditionsvereine kapputt machen! Das dauert nicht mehr lange.

    • ChristianMD

      Jaja, immer die Schuld auf andere schieben. Dass jeder Verein mindestens 4 deutsche Spieler unter 23 Jahren haben muss, sind echt harte Lizenzkriterien.

  • Phillip

    Herr Kallnik kann froh sein, dass er beim 1.FCM arbeiten kann. Mit diesem Zuschauerplus im Rücken, wäre es für jeden Verein der 3. Liga ein leichtes diese Zahlen zu vollbringen. MD mit 5.000 Zuschauer im Schnitt wäre genauso angeschlagen wie alle anderen Vereine.

    • Harald

      Hallo Phillip, was Mario Kallnik in Magdeburg leistet ist sehr viel mehr als mit Zuschauerzahlen zu jonglieren. Du solltest Deine Aussage mal überdenken.

      • Phillip

        Was genau soll ich denn überdenken? Fakt ist nun mal, dass der FCM durch seine Zuschauer locker 3x so viel an Zuschauereinnahmen hat. Geht man davon aus, dass der FCM sicherlich einen Hauch mehr als z.B. Zwickau an Gehältern zahlt, dann ist es nach wie vor nicht verwunderlich, dass der FCM der gesündeste Vereine der Liga ist. Für mich nach wie vor keine Kunst, dass mit dem FCM zu erreichen. Hinzu kommt, dass MD im näheren Umkreis keine wirklichen sportlichen Konkurrenten hat mit denen man sich ums Sponsoren-Geld streiten muss. Da ist der SCM wahrscheinlich der größte Konkurrent.

      • Wolf

        Du hast keine Ahnung. Auch Magdeburg hatte Millionen Schulden und hat diese vor 2 Jahren endgültig abgebaut gehabt . Magdeburg hat bereits zu Regionalligazeiten an den Schulden gearbeitet und da hatten die noch keine 17.000 Zuschauer sonder 4.000 bis 7.000. Mit Kallnick haben die eine n guten Geschäftsführer und es wird absolut solide gearbeitet. Auch Rostock schreibt schwarze Zahlen mit weniger Zuschauern. Und staune , auch Meppen tut das und hat weit weniger Zuschauer als gar Rostock. Diese Klubs arbeiten solide und verschwende nicht Gelder in Horrorgehälter

      • Phillip

        Sicherlich hatte der FCM früher Schulden und klar bauen die sich nicht von alleine ab. Aber auch eure 4-7000 Zuschauer in der RL sind nun mal ne Hausnummer, die z.B. den FSV Zwickau in der RL ums 3-fache übersteigen. Damit lässt sich ganz anders planen. Euer Kader wurde über die letzten 4 Saisons kontinuierlich weiter entwickelt und dadurch spielt man sehr erfolgreich. Andere Klubs arbeiten aber genauso solide. Meppen lebt von seiner Euphorie und dem aktuell guten Zuschauerschnitt. In Meppen werden sicherlich auch viel niedrigere Gehälter gezahlt. Wen genau hat denn Meppen im näheren Umkreis als Konkurrenten?

      • Ran Bec

        Auch Sponsorenarbeit kommt nicht von ungefähr. Dafür haben andere Regionen eine höhere Wirtschaftskraft und mehr potenzielle Sponsoren. Wenn ich an den Ballungsraum Halle/Leipzig denke, könnte für den HFC auch deutlich mehr drin sein. Trotz des Brausevereins…
        Die Frage stellt sich eher, warum dort nicht mehr herausgeholt wird, es aber beim FCM klappt.
        Einfach zu sagen, "der FCM hat mehr Zuschauer … keine Konkurrenten … " etc. ist einfach. Die Arbeit die dahinter steckt erledigt sich aber auch nicht von alleine. Wie in der Wirtschaft und generell überhaupt, muss man aus seinem vorhanden Umfeld erst etwas machen. Von alleine passiert gar nichts…

      • Phillip

        Natürlich kommen die Sponsoren nicht von alleine. Diese Arbeit macht aber (fast) jeder Drittligist mindestens genauso gut und vorallem die, die noch weniger haben als der FCM. Ich unterstelle MK ja auch nicht, dass er nur im Sessel die Füße aufn Tisch legt, aber dieses Aufbauschen, dass es etwas supertolles wäre, das geht mir einfach zu weit.

    • Jürgen Gallert

      Die über 11000 Dauerkarten und 17000 Heimzuschauer sind nur ein wenn auch wichtiges Ergebnis von Kallniks Tätigkeit. Solides Wirtschaften ist ist die Grundlage jedes Erfolgs, egal in welcher Liga! Ich gehe davon aus, dass der DFB seine Lizensierungskriterien abschwächen wird, um im nächsten Jahr noch eine 3. Liga komplett machen zu können. Und das hoffentlich dann ohne den 1. FCM!

    • Philipp Schramm

      Lass es mal mit dem Aufstieg wieder nichts werden, dann werden auch die Zuschauerzahlen beim FCM zurückgehen. Wahrscheinlich nicht zu stark, wie beim HFC, aber ich denke, auch um einiges. Irgendwann sind die Fans auch genervt, wenn der Verein stetig da oben mitspielt und dann in den entscheidenden Spielen jedesmal patzt.
      Haben wir auch alles durch. Die ersten Saisons steigende Zuschauerzahlen und dann stetig sinkende Zahlen.
      Ich garantiere, auch der FCM würde über kurz oder lang finanzielle Probleme in der 3. Liga bekommen.

      • ChristianMD

        Keep on dreaming.

      • Oliver Schmitt

        Ich weiß nicht was du nimmst,aber nimm weniger !
        Mich würde interessieren,woher du die ganzen Informationen nimmst,sicherlich aus den Medien,oder bist du schon Angestellter unseres Vereines?
        Was du hier vom Stapel lässt, ist echt unter aller Sau!
        Das du kein Clubfan bist,ist hinlänglich bekannt,bzw.erkennt man es aus deinem Geschreibsel.Lächerlich wie du dich hinstellst,und versuchst,die Arbeit unserer Verantwortlichen schlecht zu reden,ohne überhaupt zu wissen,wie es in unserem Verein überhaupt funktioniert.
        Wir werden sehen,wohin die Reise unseres Clubs geht,aber ich bin der festen Überzeugung,dass es kommende Saison nicht die 3.Liga sein wird.

      • Doppelherz

        Boah…darum geht’s doch hier gar nicht. Deine Antipathi gegen den FCM geht einem echt auf den …
        Und das sage ich, der sicher kein FCM-fan ist..

    • Ran Bec

      Du verdrehst hier Ursache und Wirkung.
      Mario Kallnik ist schon seit geraumer Zeit beim FCM. Erst als Spieler, wo er trotz Höhen und Tiefen dem Verein treu blieb. Als Sportdirektor hat er und sein Umfeld keinen unwesentlichen Anteil am sportlichen und finanziellen Erfolg.
      Von daher können wir eher froh sein, dass wir eine Person wie Kallnik in unseren Reihen haben…

    • Fat Tony

      Nicht immer über Kalli herziehen. :-) Er könnte das Geld ja auch investieren, um ganz sicher aufzusteigen. Aber wie es die Liga eben zeigt, schläft man ruhiger mit einem kleinen Polster.

  • Doppelherz

    Jou…Meppen…können wir nochmal darüber reden, wenn das 4. oder 5. Jahr 3.Liga angebrochen ist! Anfänglich steht wohl bei jedem Verein zumindest eine schwarze 0…

    • Robert

      Kann ich nur zustimmen… absolut sinnfrei Meppen hier nach einer halben Saison als Vorzeigebeispiel aufzuführen!

      • Frank Welsch

        Meppen will und darf keine Schulden machen, so wurde es mit der Stadt abgesprochen. Vor nicht all zu langer Zeit stand der SV vor der Insolvenz, man könnte aber das Stadion an die Stadt verkaufen.

      • Doppelherz

        Hehe…hat meine Mama auch immer gesagt…"mach keine Schulden…!"
        Wahrscheinlich ist der Verkauf des Stadion, der Grund für die schwarze 0…

    • Philipp Schramm

      Da könnte man jeden anderen Verein auch nennen, der mit einem sattem Plus in die ersten Saisons in der 3. Liga startet.
      Über kurz oder lang, würde es JEDEN Verein treffen. Egal, "wie gut" man vorher gewirtschaftet hat.
      Wenn der DFB seine Anforderungen für die Liga nicht runterschraubt, oder die Gelder, die die Vereine bekommen würden, drastisch hochschraubt, das wird diese 3. Liga über kurz oder lang nicht mehr existieren.

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