"Fantastische Leistung": Wollitz mit Schiri-Lob nach Derby

Ein leistungsgerechtes 0:0 stand nach dem mit Spannung erwarteten Ostderby zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock auf der Anzeigetafel. Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz war mit dem Remis zufrieden – und lobte im Nachgang ausdrücklich die Schiedsrichter-Leistung.

Kein Elfmeter gepfiffen: "Völlig in Ordnung"

Die Partie war gerade erst seit wenigen Augenblicken abgepfiffen, da suchte Trainer Claus-Dieter Wollitz das Gespräch mit Schiedsrichter Felix Prigan. Aber nicht, um sich etwa über die kurz vorher ausgesprochene gelb-rote Karte gegen Lukas Michelbrink zu beschweren – zumal diese völlig korrekt war -, sondern um sich beim 27-Jährigen zu bedanken. Bei "MagentaSport" attestierte Wollitz dem Unparteiischen eine "fantastische Leistung". Worte, die der 60-Jährige in Bezug auf Schiedsrichter-Leistungen nicht alle Tage wählt.

Zwar gab es auf beiden Seiten eine Szene, in der die Fans jeweils einen Elfmeter forderten. Wollitz fand es mit Blick auf eine einheitliche Linie aber richtig, dass beide nicht gepfiffen wurden. "Es ist schon ein Festhalten", sagte er über eine Situation, in der Butler gehalten wurde, "aber ich glaube, das wäre dann wahrscheinlich auch des Guten zu viel gewesen", auf den Punkt zu zeigen. "Wenn er das auf der einen Seite genauso handhabt wie auf der anderen Seite, dann ist es auch völlig in Ordnung."

Wollitz vermisst die Wucht

So stand in einer Partie ohne Chancenfeuerwerk ein torloses Remis – wie schon letzten Samstag gegen Verl. Wie Wollitz analysierte, seien beide Mannschaften gewillt gewesen, keinen Fehler zu machen. Wobei das nicht der Matchplan war, so der 60-Jährige. "Ich finde, dass man dieses Publikum anders anzünden muss. Wir haben es nicht geschafft, diese Wucht zu entfachen und waren im letzten Drittel oft zu statisch." Auch, weil Wollitz aus seiner Sicht zu spät gewechselt habe. "Das war zu mutlos. Daher nehmen wir den Punkt mit." Kapitän Axel Borgmann konnte mit dem Remis ebenfalls leben und meinte, dass die Partie keinen Sieger verdient gehabt hätte. "Wir haben kaum was zugelassen, jedoch hat auch die Power nach vorne gefehlt."

Daran wollen die Lausitzer, die nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage vorerst wieder an der Tabellenspitze stehen, nun bis zur Partie bei Alemannia Aachen am kommenden Freitag arbeiten. Wollitz erwartet ein "extrem schweres Auswärtsspiel" am Tivoli, da die Alemannia nach zwei Siegen in Folge "im Flow" sei und im Moment "mit das Beste" spiele, was die Liga zu bieten hat. Während die Frische bis Freitag wieder vorhanden sein sollte, werden neben dem gesperrten Michelbrink womöglich auch Dominik Pelivan (Schlag in die Seite) und Tolga Cigerci (Adduktorenprobleme) fehlen, die beide verletzt ausgewechselt werden mussten. Aufschluss über die Schwere der Verletzungen soll eine MRT-Untersuchung am Montag liefern.

   

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