"Es hängen viele Jobs dran": Männel appelliert an seine Mitspieler
Nach nur zwei Punkten aus den letzten sieben Spielen taumelt Erzgebirge Aue der Regionalliga entgegen. Beim Auswärtsspiel gegen 1860 München muss am Dienstagabend unbedingt ein Sieg her. Kapitän Martin Männel appelliert im Vorfeld an seine Mitspieler.
"Jetzt hilft kein Herumjammern"
Auch wenn die Chancen auf den Klassenerhalt allmählich schwinden: Noch hat der FC Erzgebirge die Hoffnung auf den Ligaverbleib längst nicht aufgegeben. "Auch wenn es wie eine Durchhalteparole klingt, aber wir haben noch zwölf Spiele", sagt Keeper Martin Männel gegenüber "Tag24". 36 Punkte sind noch zu vergeben, etwa die Hälfte wird der FCE holen müssen, um am Ende der Saison über dem Strich zu stehen.
Was es nun braucht? "Prekäre Situationen hatten wir schon, egal ob 2. oder 3. Liga, und konnten sie lösen. Jetzt hilft kein Herumjammern, sondern nur harte Arbeit." Über Einzelne müsse nicht geredet werden, macht der Keeper klar, obwohl es bei der 1:3-Pleite gegen Osnabrück vor allem individuelle Fehler waren, die zur Niederlage geführt haben. "Fakt ist, wir brauchen eine bessere Stabilität in der Defensive. Der Gegner kommt zu einfach zu Toren."
"Alles daran setzen, dass es erhalten bleibt"
Bekommt Aue die defensive Anfälligkeit nicht in den Griff, wird der Abstieg kaum zu verhindern sein. Dass es nach 23 Jahren im Profifußball dazu kommt, will Männel unbedingt vermeiden – und appelliert daher nochmal auf einer anderen Ebene an seine Mitspieler: "Wir brauchen uns bei einem Abstieg nichts vormachen. Es hängen viele Jobs dran. Die Strahlkraft für die Region würde unterhalb der 3. Liga, die ja deutschlandweit ist, ein Stück weit verloren gehen. Deswegen müssen wir alles daran setzen, dass es erhalten bleibt."
Drei Punkte beim Auswärtsspiel in München am Dienstagabend – einen Tag vor dem Festakt zum 80-jährigen Vereinsjubiläum – sind daher Pflicht, ein Zähler wäre zu wenig. Schließlich ist der Rückstand zum rettenden Ufer inzwischen auf fünf Punkte angewachsen.